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6. Der Standard (5) 27.01.2019

 

Frank L. Preuss

 

Wenn man sich die nun folgenden Auszüge aus einem Interview durchliest, dann kommt einem die ganze Misere der Wissenschaft und der Wissenschaftler zum Bewußtsein. Beide, die Dame die die Fragen stellt und auch die Dame die diese Fragen beantwortet, demonstrieren sehr schön ihre Naivität, da sie beide hoffnungslose Materialisten sind und aus ihrem Gettodenken, dem Gettodenken ihrer Sekte, der Sekte der Materialisten, nicht heraus können. Aber das ist hier nur ein Nebenprodukt, denn die Dame die hier die Fragen beantwortet, gibt sehr schöne Einblicke in die Torheit ihrer Kollegen, und diese Einblicke sind schon interessant.

Es folgen Ausschnitte aus einem Artikel von derStandard.at vom 27.01.2019.

 

Ist die theoretische Physik in die Sackgasse geraten?

Interview

Tanja Traxler

27.01.2019

Die theoretischen Physiker seien "wahnwitzigen" Modellen verfallen, sagt Sabine Hossenfelder, die keinen Fortschritt bringen und viel Geld verschlingen

61Hossenfelder

Hossenfelder: In den Grundlagen der Physik hat sich in der Theorieentwicklung in den vergangenen 40 Jahren nicht viel getan. Die Theorien, die wir heute benutzen, sind immer noch dieselben wie in den 1970er-Jahren. Die theoretischen Physiker produzieren ohne Ende immer neue Theorien. Aber das funktioniert einfach nicht. Doch statt dass man daraus lernt und versucht, andere Methoden zu verwenden, macht man dasselbe immer wieder.

Hossenfelder: Es ist interessant, dass sich in den Grundlagen der Physik sehr engstirnige Schönheitsideale eingebürgert haben. Das wichtigste Kriterium dabei ist die Einfachheit. Die Theorien, die wir im Moment haben, sind den Physikern nicht einfach genug. Beispielsweise gibt es in der Teilchenphysik drei verschiedene Grundkräfte. Es wäre einfacher, wenn es nur eine gäbe. Daher suchen Physiker nach der großen Vereinheitlichung, die als schön angesehen wird.

Hossenfelder: Man hat es einfacher, wenn man einer großen Community angehört, wie etwa der Teilchen- oder der Kernphysik. Wenn es so große, selbstsichere Gruppen gibt, ist es schwierig, die Forschungsvorhaben noch objektiv zu beurteilen.

Hossenfelder: Ich habe von den Leuten aus den Forschungsgebieten, über die ich schreibe, absolut nichts gehört – da herrscht komplette Funkstille. Man versucht dort, mich vollkommen zu ignorieren. Das geschieht in der Hoffnung, einfach so weiterzumachen, wie man es seit 40 Jahren tut.

Hossenfelder: Die Physiker haben sich eine bequeme Umgebung geschaffen, in der sie auf leichte Art und Weise viele Veröffentlichungen produzieren können. Man bastelt sich die Mathematik so zusammen, dass man die Resultate rasch veröffentlichen kann. Es gibt zwar gewisse Qualitätsstandards, aber die sind meiner Ansicht nach vollkommen unzureichend. Das ist der Grund, warum in Fachzeitschriften auch jede Menge Blödsinn veröffentlicht wird – man kann es leicht veröffentlichen. Wenn neue QualitätsStandards eingeführt werden, würde das Publizieren wesentlich schwieriger werden. Das möchte natürlich keiner.

Hossenfelder: Ich denke, die Physiker sollten sich jetzt einmal hinsetzen und nachdenken, was in der Vergangenheit schiefgelaufen ist, und aus diesen Fehlern lernen. Im Moment passiert das Gegenteil: Man denkt sich immer neue Argumente von Natürlichkeit aus, mit denen man begründen kann, warum man einen noch größeren Beschleuniger braucht. Ich habe die Hoffnung verloren, dass sich die Community der Physiker noch selbst korrigieren kann.

Hossenfelder: Jetzt muss ich überlegen, wie ich das höflich sage. Ich habe lange Jahre versucht, Geld für Themen zu bekommen, von denen ich denke, dass sie vielversprechend sind. Das ging absolut nicht, all meine Anträge sind abgelehnt worden. Schließlich habe ich mich entschlossen, Geld für genau dasselbe zu beantragen, was alle anderen auch machen. Das ist bewilligt worden. In meinem jetzigen Projekt geht es um die Beschreibung gewisser Flüssigkeiten und darum, was ihr Verhalten mit der Gravitation zu tun hat. Dieses Forschungsfeld nennt sich analoge Gravitation. Vorher habe ich viel zu Quantengravitation gearbeitet, das war reine Mathematik. Jetzt freue ich mich, dass ich einmal mit ganz echten Dingen zu tun habe. Es ist in diesem Sinne ein interessantes Thema, aber die großen Durchbrüche macht man damit nicht. Der Grund, warum ich daran arbeite, ist, dass ich dafür Geld bekommen konnte.

Sabine Hossenfelder (42) ist Forscherin am Frankfurt Institute of Advanced Studies. 2018 hat sie das Buch "Das hässliche Universum" (S.-Fischer-Verlag) veröffentlicht.

 

 

 

Dieses ist das Ende von "6. Der Standard (5) 27.01.2019".
Zur englischen Version dieses Kapitels: 6. Der Standard (5) 27.01.2019

 

 

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