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Astronomische Frage und Antwort 279

 

Frank L. Preuss

 

Gibt es Unterschiede in der sichtbaren Oberfläche der Sonne und der des Mondes?

 

Ja.

Die Oberfläche der Sonne weist so gut wie keine sichtbaren Unterschiede in der Gestaltung ihrer Oberfläche aus.

Beim Mond aber ist das nicht so. Er ist nicht so eintönig wie die Sonne.

Ich habe gerade den Untergang des Mondes beobachtet. Es ist ein Tag vor Vollmond und der Mond war so gut wie völlig voll. Die große helle Fläche des Mondes war links oben und die große dunkle Fläche des Mondes war links unten.

Bei Mondaufgang sind diese Unterschiede in der sichtbaren Oberfläche auch zu sehen und das bedeutet, daß man bei diesem Himmelskörper sehen kann, wie er sich, im Laufe seiner sichtbaren Bahn am Himmel, dreht.

Er zeigt also einen halben Tag früher, oder einen halben Tag später, ein anderes Bild, ein Bild das sich um 180 Grad gedreht hat.

Wenn ich abends bei Aufgang des Vollmondes nach Osten blicke und mir die Gesichtszüge des Bildes des Mondgesichts einpräge und diese Ausrichtung meines Kopfes auf dieses Mondgesicht nicht ändere, also so beibehalte, den ganzen nächsten halben Tag lang, also die ganze Nacht lang, dann würde ich am Ende dieses halben Tages auf dem Kopf stehen.

Wenn ich aber dies nur abends tue, und dann die Nacht über nicht auf den Mond achte, nur am Morgen wieder zu ihm hinsehe, dann hat sich das Mondgesicht um 180o gedreht.

Ich kann diese Drehung um 180o aber auch in einem Augenblick erreichen und zwar dann, wenn ich Mitternachts nach oben in den Himmel gucke und mir den Vollmond dort oben ansehe. Wenn mein Körper nach Westen ausgerichtet ist und ich sehe dann nach oben, dann ist die große helle Fläche des Mondes links oben und die große dunkle Fläche des Mondes ist links unten. Und wenn ich mich dann umdrehe, um 180o, und nun meinen Körper nach Osten ausgerichtet habe, und von dieser geänderten Richtungsposition nun nach oben sehe, dann ist auch das Mondgesicht gedreht, und ich sehe die große helle Fläche des Mondes rechts unten und die große dunkle Fläche des Mondes ist rechts oben.

Der Mond dreht sich also gar nicht. Was sich dreht, ist die Erde, und damit der Mann auf der Erde, der zum Mond hinsieht. Und wenn dieser Mann zu einem Zeitpunkt zweimal zum Mond hinsieht, aber aus zwei verschiedenen Richtungen, weil er sich selbst dreht, dann braucht sich auch die Erde nicht zu drehen, sondern nur der Mann selbst.

Man kann die Sache auch so sehen. Wenn ich morgens mir den Vollmond im Westen über dem Horizont ansehe und mir ein Koordinatenkreuz denke, dann ist die senkrechte Achse die Ost-West-Achse und Ost ist oben und West ist unten. Und die waagerechte Achse ist die Nord-Süd-Achse und Nord ist rechts und Süd ist links. Und dann ist der große helle Fleck im linken oberen Viertel, und der der große dunkle Fleck im linken unteren Viertel.

Und dieses Koordinatenkreuz mit seinen Merkmalen auf der Mondoberfläche ändert sich nicht. Nur was rechts und links ist ändert sich, und das nur dann, wenn ich mich ändere, wenn ich die Richtung ändere, aus der er ich mir den Mond ansehe.

Besonders die Nord-Süd-Richtung des Koordinatenkreuzes des Mondes ändert sich nicht. Und die Ost-West-Richtung ändert sich richtungsmäßig auch nicht, nur daß morgens Westen unten ist und Osten oben, und abends, am östlichen Horizont, ist es umgekehrt.

Und dieses Koordinatenkreuz kann ich mir auch dann denken, wenn der Mond nicht voll ist. Wenn zum Beispiel die neue Mondsichel am Himmel ist, ein paar Tage nach dem theoretischen Neumond, dann ist die Linie, die die beiden Spitzen verbindet, die Nord-Süd-Achse. Und die bleibt immer gleich in ihrer Richtung.

Der Vollmond geht abends auf, der Neumond aber geht morgens auf.

Morgens zeigen die beiden Spitzen der Mondsichel, wenn der Mond am östlichen Horizont aufgeht, nach unten, und die Sichel ist im oberen Teil, also im westlichen Teil. Und abends, wenn der Mond im Westen über dem Horizont untergeht, zeigen die beiden Spitzen nach oben, und die Sichel ist im unteren Teil, aber auch im westlichen Teil.

Und während des Tages ist die Sichel dann rechts, aber das auch nur für den Beobachter auf der nördlichen Halbkugel. Für den auf der südlichen Halbkugel ist die Sichel links. Auch hier ändert sich der Mond überhaupt nicht, sondern nur die Position des Beobachters ist anders.

Und für den Beobachter auf der nördlichen Halbkugel dreht sich dann der Mond, nach dem Mondaufgang im Osten am Morgen, rechts herum, und die Mondsichel ist dann rechts. Die linke Spitze der Mondsichel steigt schneller als die rechte, weil sich der Mond eben nach rechts dreht. Und für den Beobachter auf der südlichen Halbkugel dreht sich dann der Mond, nach dem Mondaufgang, links herum und die die Mondsichel ist dann links. Die rechte Spitze der Mondsichel steigt schneller als die linke.

Vor Neumond läuft der Mond der Sonne voraus und nach Neumond läuft der Mond der Sonne hinterher, und der Mond zeigt immer dort hin, wo die Sonne ist. Die Mondsichel ist wie Pfeil und Bogen, und wo der Pfeil hinzeigt, ist die Sonne.

Wir begannen mit dem Vergleich der Sonne mit dem Mond. Beim Mond können wir also sehen, wie der Mond sich "dreht" und bei der Sonne könne wir nicht sehen, wie sich die Sonnen "dreht" und das deshalb, weil es auf der Oberfläche der Sonne keine besonderen Merkmale gibt.

Doch da gibt es noch etwas, was wir beim Mond beobachten können, aber nicht bei der Sonne, und das ist die Rotation dieses Himmelskörpers um seine eigene Achse. Wenn wir zur Sonne hinsehen, dann können wir nichts bemerken, was eine solche Rotation anzeigt, genau weil es keine leicht sichtbare Merkmale auf der Oberfläche der Sonne gibt. Doch das ist nicht so beim Mond, dort können wir die Oberfläche deutlich sehen und somit auch die Rotation des Mondes um seine eigene Achse, und diese Rotation ist genau so, daß der Mond uns immer die selbe Hälfte der Mondoberfläche zeigt.

Dies ist eigentlich, für eine Person mit gutem Willen, ein schönes Zeichen, daß die ganze Schöpfung geplant ist. Daß da ein Planer hinter allem steckt.

Bei Halbmond sieht der Mann auf der nördlichen Halbkugel die rechte Seite der Oberfläche des Mondes die der Erde gegenüber ist; und der Mann auf der südlichen Halbkugel sieht die andere Hälfte, die linke Hälfte. Die dünne Mondsichel gerade nach Neumond somit, die der Mann im Norden sieht, ist der äußerste rechte Teil des Mondes; und die dünne Mondsichel, die der Mann im Süden sieht, ist der äußerste Teil des linken Teils des Mondes. So ist auch hier der Mond in beiden Fällen der selbe Mond und auch die selbe Hälfte des Mondes, die von der Sonne beleuchtet wird, ist die selbe, doch die Position des Beobachters bestimmt, welchen Teil des Mondes er sieht.

Und die Situation geschieht nur beim Mond so wahrnehmbar, weil der Mond so dicht dran ist.

 

 

Dieses ist das Ende von "Astronomische Frage und Antwort 279"
Zur englischen Version dieses Kapitels: Astronomical question and answer 279

 

 

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