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Astronomische Frage und Antwort 271

 

Frank L. Preuss

 

Was ist Technik?

 

Technik ist die Anwendung von wissenschaftlichen Prinzipien für praktische Zwecke.

Ein Beispiel wäre der Bau und die Entwicklung von Transportmöglichkeiten.

Heute ist der Schutz des Klimas ein Thema, das nicht nur irgendwo in der Nachtrichten erscheint, sondern mehr und mehr ein Hauptthema der Politik wird.

Was wäre den nun die Rolle eines Ingenieurs, sagen wir einmal die des Bauingenieurs?

Die Berufsaussichten eines Bauingenieurs sind einfach großartig. Da gibt es jede Menge Oberflächengebiete als Teil der Oberfläche dieses Planeten Erde, die jetzt noch nicht von Beton und Asphalt bedeckt sind, wie Autobahnen für Kraftfahrzeuge und Startbahnen für Flugzeuge.

Dies gibt uns also einen Eindruck, was Technik noch tun kann und wofür die praktische Anwendung der Wissenschaft nützlich ist.

Wenn man nun all diese harten Oberflächen los werden will, was wäre da zu tun?

Hier die Antwort:

2.Petr. 3,10 Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb in der Nacht, an welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden verbrennen.

2.Petr. 3,11 So nun das alles soll zergehen, wie sollt ihr denn geschickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen,

2.Petr. 3,12 daß ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des Herrn, an welchem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden!

Es sieht nun sehr danach aus, als ob dies Zergehen und dies Zerschmelzen der Elemente in diesem Jahrtausend stattfinden wird.

Hier kommt nun, was danach stattfinden wird:

Umgestaltung der Erde. Neue Erde. Zeitgesetz.

25. und 26. Mai 1943. B.D. NR. 2754.

In welcher Weise die Umgestaltung der Erde vor sich gehen wird, das können die Menschen der Jetztzeit nicht begreifen. Und darum erscheint es ihnen auch als Unmöglichkeit, daß Menschen dieser Erde die neue Erde beleben sollen, selbst wenn ihnen die Entrückung der Gläubigen verständlich ist. Die Menschen dieser Erde lassen nur das gelten, was die Naturgesetze zur Grundlage hat. Bei der Umgestaltung der Erdoberfläche aber ist der göttliche Wille in einer Weise tätig, die für den Menschen unfaßbar wäre, so er sie erleben, d.h. den Vorgang betrachten könnte. Es ist gewissermaßen eine Wandlung, die nicht an Zeit und Raum gebunden ist, denn der Wille, die Kraft und Macht Gottes, ist außergesetzlich wirksam. Es ist wohl eine fortschreitende Entwicklung, die sich aber in einer Zeit vollzieht, die für die Menschen eine Geschwindigkeit bedeuten würde, die ihnen unfaßlich wäre. Denn Raum und Zeit bestehen nur für das noch unvollkommene Wesenhafte und im besonderen für das höchstentwickelte, jedoch unvollkommene Wesen, für den Menschen. So aber der Mensch selbst nicht mehr ist - wenn die Entrückten als einzige lebende Menschen von der Erde genommen sind - ist auch das Zeitgesetz hinfällig, also kann Gott Seinen Willen sofort zur Tat werden lassen, so dies Seiner Weisheit entspricht. Er kann also Seine Gedanken als Schöpfung in die Welt stellen, Er kann das Ihm widersetzliche Geistige in die Schöpfung bannen, die seiner Weiterentwicklung dienlich ist, und Er kann diese Schöpfungen entstehen lassen im Moment, weil Sein Wille allein dazu genügt. Gott Selbst ist der Gesetzgeber in Seiner unendlichen Schöpfung, und Seine Gesetze sind in Seiner unübertrefflichen Weisheit begründet. Immer aber ist der Zweck der Gesetzmäßigkeit das Ausreifen des Geistigen, weshalb dieses sich in die göttlichen Gesetze fügen muß, sowie es reifen soll. Hat jedoch eine Erlösungsperiode ihren Abschluß gefunden mit dem letzten Gericht, mit der endgültigen Scheidung des Gott zustrebenden und Gott widersetzlichen Geistigen, so wird das letztere erneut gebunden in der Form, während das erstere die Form verlassen kann und nur durch die Weisheit und den Willen Gottes noch eine Zeit die Außenform behält zur Gründung eines neuen Menschengeschlechtes. Das erneute Binden in der Form aber bedarf keiner Zeitspanne, weil es nicht vor den Augen der Menschen vor sich geht, die wohl die Zerstörung der alten Erde erleben, nicht aber die Umgestaltung dieser. Ihnen ist aber der Zeitbegriff genommen, so daß sie völlig darüber im Unklaren sind, wie lange Zeit vergangen ist, bis sie der neuen Erde wieder zugeführt wurden. Die Erinnerung an die alte Erde ist ihnen nicht genommen, und darum erkennen sie die Macht und Kraft Gottes und Seine Liebe und preisen und loben Ihn und sind Ihm in tiefer Dankbarkeit ergeben. Die Wunder der neuen Schöpfung erfassen sie durch ihren tiefen Glauben, d.h., sie wissen, daß bei Gott kein Ding unmöglich ist, und nehmen daher alles auf mit kindlicher Selbstverständlichkeit, weil sie durch die Liebe auch im rechten Verhältnis eines Kindes zum Vater stehen und Sein Walten und Wirken anerkennen. Ihr Glaube ist so tief, daß sie für alles Wunderbare die Erklärung haben in der Allmacht, Weisheit und Liebe Gottes, und also erscheint ihnen nichts unmöglich; sie zweifeln nicht, sie grübeln und überlegen nicht, wie das Umgestaltungswerk vor sich gegangen ist und welche Zeit Gott dafür benötigt hat, sondern sie betrachten alles als den Form gewordenen Willen Gottes, weil sie wissend geworden sind durch ihren Glauben und ihre Liebe und sie auch die neue Schöpfung betrachten als das, was sie ist - als Hülle des Geistigen, das noch unentwickelt ist und zur Reife gelangen soll. Und wer darum weiß, dem ist nichts mehr wunderbar, denn er findet in dem Zweck der Schöpfung die Erklärung für jeglichen Vorgang. Amen. B.D. NR. 2754.

Wir haben nun wiederholt erklärt, daß wirkliche Raumfahrt nicht Raumfahrt ist, bei der physikalische Dinge wie Körper und Raketen benutzt werden, sondern indem man den Körper zurückläßt und es auf die einfache Art macht, und es mit Geschwindigkeiten macht, die den großem Entfernungen angemessen sind, mit Geschwindigkeiten bis zu unendlich vielen Kilometern pro Stunde.

Der bekannteste Wissenschaftler nun, der dies getan hat, war Robert Monroe und er hat dies sogar zu einer Zeit getan, die über unsere Zeit hinausgeht, in einer zukünftigen Zeit, und zu einer Zeit, die nach diesem Vorgang ist, den Petrus erwähnt.

Und er hat einen Bericht über diese Exkursion vorgelegt.

Wir wollen uns nun diesen Bericht ansehen, der sehr schön zeigt, daß die Wissenschaft, und die Anwendung der Wissenschaft, eigentlich nicht notwendig ist, sondern sogar schädlich.

Hier kommen die Seiten 228 bis 252 von Robert A. Monroe’s Buch "Der zweite Körper" von 2002 (Far Journeys, 1985). Es ist das 9. Kapitel, "Ein versprochenes Vorhaben". Es gibt Information über die Oberfläche unserer Erde so über das Jahr 3000 nach Christus hinaus. Und es zeigt, das ein Leben ohne Wissenschaft, und ohne die Anwendung von Wissenschaft, viel besser ist, als mit ihr.

Doch bevor wir das eigentliche 9. Kapitel lesen, zuerst ein paar Erklärungen von Seiten 90-91:

Das Folgende ist eine freie Übersetzung von nichtverbaler Kommunikation. Um überhaupt eine Wiedergabe möglich zu machen, wurden die meisten Nicht-Raum-Zeit-Ereignisse in Nachbildungen bewußten menschlichen körperlichen Erlebens umgewandelt. Dadurch kommt es zu einer erheblichen «Vermenschlichung», die zwar die Verständlichkeit erhöht, gleichzeitig aber die Genauigkeit verringert. Um das Vorgehen zu erleichtern, haben wir bestimmte Worte in einem anderen Zusammenhang benutzt. So konnte eine Bedeutung entstehen, die nicht zu weit von der normalen Definition entfernt ist. Man kann nicht sagen, «er sagte» oder «er ging» oder «sie lächelte», weil es einfach nicht so war. Die körperlichen Voraussetzungen dazu waren nicht vorhanden. Hier einige Auszüge aus dem Wortschatz dieser «Nachbildungen»:

Abrunden, glätten: Etwas zusammenbringen, verarbeiten, schaffen. Ruhig werden, beruhigen, beschwichtigen. Alles in eigener Verantwortung.
Flackern, unruhig sein: Unsicher sein, Ungewißheit, Unentschlossenheit zeigen.
Formen: Feststellen, bestätigen, bekräftigen, eine Aussage machen. Abhängig vom jeweiligen Blickpunkt.
Hell, leicht sein, leuchten: Sich freuen, glücklich sein. Eine Idee, einen Gedanken haben. Interesse, Begeisterung zeigen.
In sich gehen: Bedenken, überdenken, überprüfen.
Kennung: Mentaler (geistiger) Name bzw. «Adresse», d.h. das Energiemuster einer «Person» oder eines «Ortes».
Klick!: Augenblickliche Veränderung im Bewußtsein.
Leer sein: Etwas nicht verstehen, Verständnislosigkeit zeigen.
M-Band: Teil eines Energiespektrums, das im allgemeinen für Gedanken verwendet wird. Ist weder elektromagnetisch noch elektrisch, magnetisch, nukleonisch oder ähnliches.
M-Bandrauschen: Wird hervorgerufen durch unkontrolliertes Denken und unkontrollierte Empfindungen.
Rollen: Belustigt sein: lachen.
Routine: Gedankenkugel. «Paket» aus Gedanken, Geistestätigkeit, totalem Gedächtnis. Enthält: Wissen, Information, Erkenntnisse, Erfahrungen, Empfindungen, Erinnerungen, Geschichte.
Routine durchlaufen lassen: Teile der empfangenen Routine abrufen, nachdem sie vollständig aufgenommen worden ist.
(Sich) öffnen, offen sein: Aufnahmebereit, aufnahmefähig sein.
(Sich) schließen, geschlossen sein: Von außen kommende Reize abschwächen oder ganz ausschalten.
Stumpf sein: Interesse verlieren, uninteressiert sein.
Wahrnehmung haben, erhalten: Intuitiver Einblick, Einsicht, Eingebung. Intuitiv etwas verstehen.
Vibrieren, schwingen: Gefühle zeigen.
Wirbel: Geordnete Energie, im allgemeinen intelligent.
Zeit-Raum-Illusion: Abweichung, Anomalie unter den «standardisierten» Energiesystemen. Umfaßt unsere Erde und das gesamte physische Universum (abgekürzt ZRI).

So nun das 9. Kapitel:

 

228

9. Ein versprochenes Vorhaben

Zeit: 2 : 32, nachts... bei vollem physischem Bewußtsein aufgewacht, spürte das vertraute INSPES-Signal, sanft, nicht drängend, aber gegenwärtig... Gefühl gelassenen Vertrauens... kurze, routinemäßige Konzentrationsübung, dann vom physischen Körper gelöst, vom zweiten Körper... so ähnlich, als machte man zwei langsame halbe Rollen mit einem Flugzeug... stellte mich auf die Kennung ein und war, ohne daß ich viel von der Bewegung bemerkte, bei ihnen an unserem üblichen Treffpunkt. Ich wußte, daß ich nie mehr über diesen Punkt hinausgehen würde — dort hinein, wo sie waren —, bevor ich nicht ganz meinen physischen Körper hinter mir gelassen hätte. Selbst bei dem unwiderstehlichen Reiz, den das Wissen darum ausübte, glaubte ich, es zumindest für diesmal handhaben zu können.

(Uns gefallen die Bezeichnungen der Menschen. Handhaben, wie du es verwendest, bedeutet nicht das Ergreifen eines physischen Anhängsels, sondern die Fähigkeit, angemessen zu handeln. So lernen wir von dir.)

Ich konnte mir immer noch nicht recht vorstellen, daß SIE irgend etwas Wertvolles von mir lernten, aber wenn SIE das meinten, gut.

(Wir lernen von dir und durch dich sehr viel Wichtiges, Ashaneen.)

Ich erinnere mich noch daran, als mir zum erstenmal bewußt wurde, daß ich gar keine Fragen zu formulieren brauchte. Wie beunruhigend es war, daß SIE jeden meiner Gedanken einschließlich der Fragen wahrnahmen, bevor ich Gelegenheit hatte zu fragen. Das alles verlor seinen Schrecken, als ich die Tatsache akzeptierte, daß alles, was ich dachte und glaubte, alles, worauf ich emotional reagierte, menschlich war, und es wurde kein Urteil davon abgeleitet. Welch herrliche Freiheit!

(Aber du würdest es nicht als Freiheit erkennen, wenn du die Unterdrückung nicht erlebt hättest.)

Ja, der vergleichende Faktor läßt sich offenbar immer anwenden.

 

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Ohne ihn kann es vielleicht keinen Wandel geben, oder zumindest kein Bewußtsein.

(Wir glauben, daß du zum jetzigen Zeitpunkt bereit bist für ein anderes Bewußtsein. Du weißt nun vielleicht die Aussicht auf das zu würdigen, was du versuchen wirst, in deiner gegenwärtigen Zeit zu vollbringen. Es ist nicht so, daß allein du eine solche Aussicht in die Erdenwirklichkeit bringst. Dein Beitrag ist nur ein kleiner Teil eines Ganzen, das vielleicht einmal entsteht, mit der Hilfe und Unterstützung vieler, vieler anderer, die ebenfalls ihren bescheidenen Beitrag leisten, so wie du. Mit deiner Bemühung in deiner gegenwärtigen Zeit kannst du allerdings deinen Anteil vervollständigen und nach Hause zurückkehren, nur um zurückzukommen und die Früchte dessen zu teilen, was du mit vollbracht hast — wenn sie einmal herangereift sind. Diese Früchte wollen wir dir zeigen.)

Die Verwendung des Begriffs «nach Hause» durch sie entfachte in mir ein sehnsuchtsvolles Heimweh, und ich ging in mich und schloß mich. Die Bruchstücke der Routine, die ich nie ganz ausdrücken konnte, hallten in mir wider — die gelassene Heiterkeit, das absolute Gefühl der Dazugehörigkeit, um mich an die Lebenskraft zu erinnern, die ich vergessen hatte, die lebendige, wärmende Klarheit der... und doch war es nicht ganz richtig. Irgend etwas fehlte, war zu sehr verborgen, oder hatte ich... ich öffnete mich.

(Wir dachten, es könnte wichtig für dich sein. Wir können es dir als einem Beobachter zeigen, nicht als einem Beteiligten.)

Obwohl ich vibrierte, war ich leer. Wenn SIE es planten, mußte es etwas Großes sein, aber ich konnte nicht in IHNEN lesen, wie SIE in mir. Was...

(Wir können dich zu einer Möglichkeit der physischen Erde zu einem Zeitpunkt begleiten, der nach eurer Zeitrechnung jenseits des Jahres 3000 liegt. Die Hauptbewohner sind, wie wir sie nennen, H-plus, human-plus, um die Veränderung gegenüber denen deiner jetzigen Zeit deutlich zu machen. Du wirst, so wie du bist, ein Besucher sein.)

Das war es also. Ich hatte bisher erst wenige Besuche in der Zukunft gemacht. Ich hätte nie den Mut aufgebracht, aus eigenen Stücken einen solchen Sprung zu wagen, aber mit IHRER Hilfe...

(Schließ dich ganz fest. Dann geht es besser.)

Meine Erregung war groß, und meine Schwingungen gaben das wieder, und so ging ich in mich, packte alles in eine Energieschleife und schloß mich. Dies würde die wahre Routine sein, nicht die Pro-

 

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jektionen und Vorstellungen von denen, die auf die unbedeutenden Trends achteten, die stets . . .

KLICK!

Wir befanden uns hoch über der Erde, ungefähr so, wie man sie aus halber Entfernung zum Mond sehen würde, der noch da war, hinter uns. Die Erde hatte noch die gleiche blaugrüne Farbe und die weißen Wolkenschichten, die zum Teil das Land darunter verdeckten. Wir kamen immer näher, und ich bemerkte mit Freude, daß die tiefgrauen und braunen Ringe nicht mehr da waren — was hieß, daß der Rückstau behoben war. Gut! Keine Rückfälle mehr, keine Wiederholer. Aber etwas Neues zog meine Aufmerksamkeit auf sich und ließ sie nicht mehr los. Um die Erde spannte sich ein flacher Ring, ähnlich wie die Ringe um den Saturn, und der Ring strahlte und funkelte, nicht weil er die Sonne reflektierte, sondern aus eigener Kraft.

(Du wirst die Bedeutung des Rings ganz begreifen, wenn wir näher kommen.)

Als wir uns um den funkelnden Ring herum bewegten, nicht hindurch, und dann hineingingen, wurde mir eine weitere Veränderung bewußt. Das M-Band war angefüllt mit Kommunikation, kein Rauschen mehr. Kein Rauschen! Das konnte nur bedeuten — die Menschen hatten es endlich geschafft! Ein weiterer Beweis war das Fehlen des Dunstes, den das M-Bandrauschen hervorruft. Kein zufälliger, chaotischer Gedankenwirrwarr mehr. Das vermittelte mir allmählich eine Wahrnehmung dessen, was ich vielleicht erwarten konnte.

Wir kamen in eine geringe Höhe von etwa 2400 m und begannen, die Erde in Ost-West-Richtung nahe dem 28. Breitengrad über der nördlichen Halbkugel zu umkreisen, nur wenige Kilometer vor der Küste Japans, wie es schien. Das Meer war von einem sanften Hellgrün, über seine Oberfläche rollten getragen lange Wellen, vom Tal bis zum Berg etwa drei Meter hoch. Im Wasser konnte ich Fischschwärme erkennen, die gemächlich umherschwammen, ihr Weg paßte sich genau den Umrissen der fernen Küste an — Tausende und aber Tausende, deren silbern glänzende Seiten blinkten, wenn sie plötzlich die Richtung änderten. Es hatte sich offensichtlich einiges geändert, wenn sie so dicht vor der Küste schwammen, und in so großer Zahl. Es war ein vertrauter Anblick, und doch fehlte irgend etwas. Ich suchte das Meer ab und wußte sofort, was es war.

Keine Schiffe. Mein Blick wanderte bis weit hinaus zum Horizont. Nicht einmal ein Ruder- oder Segelboot. Ich betrachtete den Himmel

 

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über uns mit den Bändern weißer Kumuluswolken. Kein Flugzeug, nur Möwen und Seeschwalben, die über den langen Wogen schwebten und nach Nahrung suchten. Und darüber, jenseits der Wolken — nichts. Keine Kondensstreifen, keine Düsenflugzeuge.

Dann überquerten wir die Küste und befanden uns über Japan. Oben im Norden lag der Fudschijama, ein weißer, in der Sonne leuchtender Kegel. Unter uns breitete sich fein säuberlich ein Teppich aus akkuraten Feldern in großen, schachbrettartigen Quadraten aus, jedes in einem anderen Grün — nein, viel mehr als Grün. Eingestreut zwischen das Grün wie ein gigantischer Blumenstrauß waren Ansammlungen von Feldern in den verschiedensten Farben, die einen leuchtend-orange, andere tiefblau, weiß, rot — Felder mit blühenden Blumen, Sträuchern und offensichtlich Hybriden beider Formen, denn keine Blume konnte so groß sein. Es ergab ein Muster, das nur aus großer Höhe zu sehen war, aber es gab keine Flugzeuge — und das vermittelte mir allmählich eine weitere schwache Wahrnehmung.

Als wir uns weiter nach Westen bewegten, fielen mir andere Dinge auf, die fehlten. Es gab keine Straßen, nicht einmal Wirtschaftswege für die Felder. Auch keine Gebäude, keine Häuser, keine Scheunen oder Schuppen — ich suchte in allen Richtungen, nichts. Keine Städte, keine Dörfer, keine Überlandleitungen, keine Personen- und Lastwagen, keine Fahrräder — alles verschwunden. Die Luft war klar und sauber, kein Rauch, kein Smog.

Dann durchfuhr mich eine Wahrnehmung. Es waren keine Menschen zu sehen. Danach hatte ich eigentlich gesucht — nach Männern, Frauen, Kindern. Was für eine entsetzliche Katastrophe hatte sie alle hinweggerafft?

(Es gibt sie noch. Nicht mehr so viele, aber das war nicht die Folge eines Ereignisses. Was du siehst, wurde entworfen.)

Wir bewegten uns jetzt schneller vorwärts, nach Westen, weiter über die endlos zwischen dem Grün angeordneten bunten Blumensträuße, von denen einige so groß waren, daß sie offenbar einen Durchmesser von mehreren Kilometern hatten, und bald waren wir wieder über dem Wasser, das Japanische Meer, wie mir einfiel, und noch immer keine Schiffe auf diesem einst so bedeutenden Handelsweg. Dann wieder über Land — die Halbinsel Korea? —, wo das Muster anders war. Wohin das Auge blickte, sah man hohe, stattliche Bäume mit dichten, nach oben weisenden Ästen, eine mir unbekannte Art... aber auch hier keine Anzeichen menschlicher Kunstprodukte, die hätten erkennen lassen, daß «Kilroy» wenigstens irgendwann dagewesen wäre.

 

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(Deine Wahrnehmung ist — wie sagt man bei euch? — veraltet.)

Bevor ich Gelegenheit fand, deswegen in mich zu gehen, befanden wir uns schon wieder über dem Meer, bewegten uns noch schneller und kamen dann wieder über Land. Das mußte China sein. Von dem Millionenheer mußten doch einige noch vorhanden sein. Offensichtlich nicht. Wir schwebten Kilometer um Kilometer über tiefgrüne Wälder, die nur gelegentlich von grasbedeckten Lichtungen und breiten Flüssen und Strömen unterbrochen wurden. Wo waren die für das Leben der Menschen so unentbehrlichen Reisfelder geblieben?

(Es gibt noch einige, doch dienen sie jetzt einem anderen Zweck. Vogelfreigehege.)

Das Land unter uns wurde zerklüfteter, und bald glitten wir über die Täler und Gipfel sehr gebirgigen Geländes. Die Vegetation war karg, und schneebedeckte Bergkuppen flogen vorüber, als wir mit, wie mir schien, doppelter Schallgeschwindigkeit oder mehr dahineilten. In einer etwas sichereren Höhe hätte ich mich wohler gefühlt; meine alte Erfahrung als nur halb draufgängerischer Pilot kam wieder durch. Aber daß ich nur ein halber Draufgänger gewesen war, hatte mich alt werden lassen. Die schneebefrachteten Felsen einer gewaltigen Bergkette kamen auf uns zugerast.

(Du kannst hindurchgleiten und auf der anderen Seite wieder heraus. Es macht keinen Unterschied.)

Der Berg war fast über uns. Ich schloß mich ein wenig, als wir im Begriff waren, auf ihn zu prallen. Es trat eine leichte, kurze Veränderung in der Beschaffenheit meiner Umgebung ein, dann war es vorbei. Ich öffnete mich wieder und blickte nach hinten. Der hohe Berg verschwand in der Ferne. Durch physische Materie zu dringen, gehört noch nicht zu meinem Alltag. Die Erde unter uns wurde rasch wieder flacher, das Grün der Wälder heller, und die freien Flächen wurden größer. Ich versuchte, mich an meinen Erdkundeunterricht zu erinnern — wir befanden uns über dem Mittleren Osten, wie ich glaubte... ja, da tauchten sie auf, noch immer die sanft gewellten, sandigen, wüstenähnlichen Gebiete, die das Erdöl lieferten. Ich suchte alle Richtungen ab und entdeckte symmetrische Ansammlungen von Bäumen, aber keine Tanks, keine Pipelines, keine Pumpstationen, nichts, was darauf hinwies, daß je ein Mensch seinen Fuß in diese Gegend gesetzt hatte. Entweder waren die Ölfelder erschöpft, oder es bestand kein Bedarf mehr an Erdöl.

(Beide Wahrnehmungen sind richtig.)

Wir gelangten wieder über Wasser — das Mittelmeer? — und höher, schneller, ein Landzipfel, den ich nicht bestimmen konnte, blinkte

 

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von unten herauf, und wieder Wasser, mächtige Wellen, das mußte der Atlantik sein... wieder Land, dann verlangsamte sich das Tempo plötzlich und wir landeten sanft auf einer Wiese inmitten lieblicher Hügel. Ich sah mich um und fragte mich, warum wir gerade hier halt gemacht hatten. Ganz entfernt kam es mir bekannt vor. Ich stand auf einer Hügelkuppe in üppigem, frischem Gras, dessen Halme so gleichmäßig waren, daß sie erst vor kurzem gemäht worden sein konnten... nein, doch nicht geschnitten, sie wuchsen so gleichmäßig. Hinter mir erhob sich der Rand eines Eichenwaldes mit weit ausladenden Baumkronen. In der Ferne bildeten mehrere grünblaue Gebirgsketten riesige, nach oben führende Stufen... Warum machen wir hier halt, warum an diesem Ort?

(Es ist ihr Wunsch. Sie erwarten dich.)

Die INSPES-Energie verschwand, und ich war allein. Ich kam mir sehr körperlich vor, als ich so dastand. Ich konnte die Sonne auf meinem Gesicht spüren. Ein leichter, kühler Wind spielte mir in den Haaren. Haare? Eigentlich sollte ich keine... Sie erwarteten mich? Ich suchte in allen Richtungen, aber ohne Kennung — nein, doch nicht, da ist eine, und sie ist sehr, sehr vertraut... drüben im Wald. Ich drehte mich um und ging... ging?... das ließ auf Beine schließen. Ich blickte nach unten. Ich hatte tatsächlich Beine, ganz normal, wie ein Mensch, nackte Beine und nackte Füße, und ich konnte das Gras beim Laufen an den Zehen spüren. Ich betastete alles andere an mir, als ich auf die mächtigen Eichen zulief, mein Körper war physisch gegenwärtig und warm unter der Berührung meiner Finger. Ich blickte an mir hinunter, es war mein Körper, und ich als Bohnenstange von zweiundzwanzig Jahren... hah! Keine Kleidung! Das ist ein Fortschritt. Jetzt spürte ich den weichen Wind auf meinem Körper, die Luft in den Lungen, als ich atmete. Es war das erste Mal, soweit ich mich erinnerte, daß ich in diesem Bewußtseinszustand einen voll einsatzfähigen physischen Körper erlebte. Aber ich verstand nicht, warum ich den ganzen Weg zurück zu einem dürren, einsachtzig großen Einhundertsiebenunddreißigpfünder machen mußte... ich war beim Waldrand angekommen und wollte weitergehen, als ich gegen ein Hindernis stieß, das mich zurück auf die Wiese warf. Ich blieb stehen und schaute, aber meine Wahrnehmung zeigte nichts an. Die vertraute Kennung, die ich mit nichts in Verbindung bringen konnte, lag hinter dem Hindernis, und so versuchte ich es noch einmal. Es gab etwas nach, aber nicht viel — und die unsichtbare Kraft selbst war mir auch vertraut, doch ich konnte keine Verbindung zwischen Kennung und Hindernis herstellen. Irgend etwas fehlte.

 

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(Du kannst auf der Wiese warten, wir werden dorthin kommen.)

Kein Laut, es war nichtverbale Kommunikation! Wir hatten es geschafft! Menschen hatten es vollbracht! Wir hatten den Quantensprung vom Affengeplapper und allem geschafft, was es mit sich brachte! Ich war begierig, den Begrüßungsausschuß kennenzulernen, wer immer das war. Ich brauchte keine Sekunde zu warten. Ein Mann und eine Frau traten unter den Bäumen hervor und blieben vor mir stehen. Wenigstens der kleine Unterschied hatte sich nicht geändert. Beide waren wohl Ende Zwanzig, gutaussehend, gut gebaut, von sonngebräunter Hautfarbe, der Mann mit hellbraunem Haar, die Frau mit dunklem. Sie lächelten, als ich sie betrachtete.

Ich öffnete mich. (Wir haben uns wohl doch nicht so sehr geändert, wie ich dachte. Rein körperlich jedenfalls nicht.)

(Tut mir leid wegen der Verwechslung, Widder.) Der Mann rollte. (Dein Gastgeber hatte das Hindernis vergessen, deshalb nehmen wir mit diesem Platz vorlieb.)

Ich war leer. (Du kennst offenbar die Sache mit Widder und so.)

Der Mann wurde warm. (Ja.)

(Und du kommst mir auch bekannt vor. Die Kennung ist undeutlich. Ich weiß, daß sie so, wie sie ankommt, nicht richtig ist.)

Der Mann vibrierte und rollte. (In tausend Jahren würdest du das nicht glauben! Ach, tausend fahre reichten nicht aus, am besten, du glaubst es mir so.)

Plötzlich empfing ich eine helle Wahrnehmung, und ich konnte es tatsächlich kaum glauben. (BB!)

BB rollte. (Wer sonst noch?)

Ich ging in mich und fand die Routinen, die Wahrnehmungen über das Hindernis enthielten, an dem ich vorhin zurückgeworfen worden war, und ich wußte, wer mein Gastgeber hätte sein sollen. (Das ist AA hinten im Wald.)

BB öffnete sich weit. (Er war ganz versessen darauf, dich leibhaftig kennenzulernen, so daß er das Hindernis völlig vergaß. Aber er erhält Wahrnehmungen.)

(Weiß er, was das für ein Hindernis ist?)

BB rundete ab. (Ja, das weiß er. Aber er hat mir gesagt, du müßtest es selbst herausfinden.)

Ich wandte mich der Frau zu, unfähig, noch länger der starken Anziehungskraft zu widerstehen, die sie bewußt oder unbewußt ausübte... ihr Lächeln verriet mir, daß ersteres der Fall war, doch sie war fest geschlossen, und ich respektierte das Signal. Wie BBs Kennung

 

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war auch die ihre intensiv, weit stärker... aber sie war undeutlich. Wie konnte ich vergessen, daß eine so unentbehrliche, wichtige...

Sie lächelte schelmisch. (Du tust es nicht.)

(Was willst du zuerst wissen?) platzte BB dazwischen. (Ich könnte dir meine Routine durchlaufen lassen, aber vielleicht ist es nicht das, was du wissen willst.)

Ich wandte mich an BB. (Welches Jahr haben wir genau?)

(Jahr? Ach... Zeit. Sie haben diese Art zu rechnen irgendwann aufgegeben, nachdem sie die 3000er Marke erreicht hatten. Brauchten es nicht mehr. Was noch?)

Ich flackerte. (Wo sind wir? Ich weiß von unserem Weg hierher, daß wir in den Vereinigten Staaten in der Nähe der Küste sind.)

BB rundete ab„ (AAs hat gemeint, hier würdest du gerne zuerst hinkommen. Nicht mehr Vereinigte Staaten. Es gibt nirgendwo mehr Staaten oder Länder. Braucht man nicht mehr. Aber du solltest dir eine Wahrnehmung über diesen speziellen Ort hier verschaffen.)

Ich drehte mich um und erforschte die Gegend. Ich kannte sie. Der Hügel, auf dem wir standen, die sich im Westen erhebenden Reihen der bläulichen Bergketten... Blaue Berge! Die Wahrnehmung war vollkommen. Wie oft schon hatte ich auf diesem Hügel gestanden und nach Westen geschaut, hatte die Hänge der welligen Berge zu meiner Startbahn gemacht, die Flut lebendiger, menschlicher Erfahrung, die ich mit diesem Flecken, diesem Ort verbunden hatte... die Häuser, Zäune, Gebäude, Straßen, all das war verschwunden. Der See. Der See war noch da. Und viele Bäume, Baumarten, die ich noch nie gesehen hatte, und im Osten war... Wasser. Wasser, wo sich einst ein vierspuriger Highway erstreckt hatte, Wasser, das sich bis zum Horizont ausdehnte.

(Wir nennen es Virginia Bucht, zum Gedenken an alte Zeiten. Teil des Meeres.) BB war ganz glatt. (Du hast immer geschimpft auf das Gesetz des Wandels. Einige von uns hibernieren hier sogar aus Anhänglichkeit an die alten Zeiten.)

Ich war leer. (Hibernieren?)

Die Frau öffnete sich ein ganz klein wenig. (Wir lagern unsere bevorzugten menschlichen Körper hier unter den Eichen, bis wir sie wieder brauchen.)

(Was nicht allzuoft geschieht), fügte BB hinzu.

Ich ging in mich. Hibernieren Hibernation. Natürlich, warum nicht? Einfach eine erhebliche Verbesserung der alten außerkörperlichen Erfahrung. Aber ihn einfach unter einer Eiche liegenlassen . .

 

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(Wir umgeben ihn mit einem Super-Reball), antwortete die Frau lächelnd. (Er ist so dicht, daß nicht einmal ein Virus eindringen kann. Er wird also mit Sicherheit nicht durch Zecken, Mücken oder größere Tiere beeinträchtigt.)

Die Routine bildete sich schnell. «Reball», die Kurzform für resonanter Energieballon, ein Energiefeld um den Körper zur Abschirmung und zum Schutz, das wir mit wechselndem Erfolg und äußerst unbeholfen zu erzeugen versuchten — damals. Und offenbar gibt es noch Zecken, Mücken, Viren und Bären.

BB grinste. (Ganz offensichtlich.)

Ich sah ihn an. (Was meinst du mit «nicht allzuoft»?)

BB wandte sich an die Frau. (Sag du's ihm.)

Die Frau öffnete sich etwas weiter, und ich merkte, wie die anziehende Ausstrahlung nachließ, und ich wußte, es geschah bewußt. Ich war außerdem sicher, daß sie wußte, ich würde mich um keine weitere Wahrnehmung von ihr mehr bemühen, wenn sie es so wollte. Auch das hatte sich zumindest nicht geändert. Die Frauen geben sich noch immer gern geheimnisvoll.

(Nicht allzuoft heißt etwa zweimal wöchentlich, mehr oder weniger.) Sie glättete und beobachtete meine Reaktion.

Die bekam sie. Ich wurde leer.

(Wir alle drei am selben Tag hier im menschlichen Körper, das ist sehr ungewöhnlich), fuhr sie fort und genoß jeden Augenblick. (Wir haben es mit Absicht so eingerichtet, um mit dir zusammenzutreffen.)

Ich lächelte. (Ich weiß das zu schätzen, glaube mir.)

(Erinnerst du dich noch, wie du immer gesagt hast . . .) Sie lachte und setzte dann noch einmal an. (Du hast immer gesagt, wir sind mehr als unser physischer Körper. Jetzt ist es umgekehrt. Du, ich meine, wir sagen den Neuen immer, daß sie mehr sind als ihr Energie-Selbst.)

Ich ging in mich. Das war mehr, als ich mir je überlegt hatte, doch eins hatte sich nicht geändert. Eine Antwort warf hundert neue Fragen auf. Ich mußte beginnen bei...

(Du möchstest deine übliche Grundlinie. Nun, wir sind immer noch Menschenwesen, oder Wesen, die Menschen sind, nehme ich an.) Sie sah BB an, der nur mit den Schultern zuckte. Das war ungewöhnlich. AA mußte ihn angewiesen haben, die Frau sprechen zu lassen — ich verbessere: kommunizieren zu lassen.

Ich nahm einen weiteren Anlauf. (Auf dem Weg hierher habe ich nicht ein einziges Haus oder Gebäude gesehen, keine Straßen, nichts,

 

237

was erkennen läßt, daß Menschen hier leben oder jemals existierten, keine Städte, Fabriken, Flugzeuge, Autos. Wie kommt das?)

BB lachte. (Du hast nicht sehr genau hingesehen.)

Die Frau erglühte. (Ist es nicht herrlich?)

Ich rundete noch mehr ab. (Ich kann verstehen, daß man bei solchem Wetter unter Bäumen schlafen kann. Aber wie ist es im Winter? Ihr müßt euch doch immer noch warmhalten.)

(Dafür sorgt der Reball), antwortete sie. (Er umgibt den physischen Körper mit einer temperierten Luftschicht, so wie man es haben will.)

(Wie ist es mit Nahrungsmitteln? Ihr müßt doch was essen.)

Sie streckte die Arme in Schulterhöhe mit nach oben weisenden Handflächen nach vorne, schloß die Augen und stand still da. Nach einigen Augenblicken ließ sie die Arme wieder sinken und öffnete die Augen.

(Das gibt diesem Körper genug Energie für mindestens eine Woche.) Sie seufzte zufrieden.

Ich flackerte. (Du meinst, ihr könnt nichts mehr genießen, kein richtiges Essen?)

(Oh, das. Natürlich.) BB schaltete sich wieder ein. Er griff nach unten und nahm zwischen den Graswurzeln eine Handvoll roten Lehmboden auf. (Was möchtest du haben? Wilden Reis? Das ist meine Lieblingsspeise.)

Ich sah zu, begeistert... und beschloß, bei dem Spiel mitzumachen. (Nein, em... Silberkönigin.)

BB war leer. (Silberkönigin? Was für eine Art . . .)

(Hier, ich mach's schon.) Die Frau nahm BB die Erde ab, tat sie in ihre rechte Hand und starrte sie intensiv an. Die Erde fing an, Blasen zu werfen und zu kochen, änderte die Farbe und bildete sich zu einem kleinen, vollen, reifen Kolben mit weißen Körnern.

Sie reichte ihn mir, und ich nahm ihn. Er war heiß. Vorsichtig führte ich ihn zum Mund und biß etwas ab. Es war tatsächlich Silberkönigin, der süßeste Mais, den ich je gegessen habe, so frisch, als wäre er gerade erst gepflückt worden. Sogar zerlassene Butter, nein, Oleomargarine, tropfte herunter. Ich sah die Frau an, während ich genußvoll kaute. Sie lächelte wissend. Wenn ihr weiterhin Wahrnehmungen entfielen, würde ich ihre Kennung haben, ob ich wollte oder nicht, und sie hätte nicht mehr ihr Geheimnis. Ich reichte ihr den Maiskolben und sie biß hinein. Beide kauten und probierten wir.

Ich schluckte und fragte mich, wohin die Körner wohl gehen mochten. Es war egal, und so rundete ich ab. (Gut, du hast mich überzeugt. Wie ist es mit den fehlenden Straßen, dem Verkehr? Nehmen

 

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wir an, wir möchten nach Japan. Das ist nicht gerade ein Spaziergang.)

BB grinste. (Wieso, wir zapfen jemanden an, das ist alles. Nur kurz natürlich. Warum Japan?)

(Ich habe einige sehr ungewöhnliche Wachstumsmuster dort gesehen, als wir ankamen.)

Die Frau lächelte. (Es ist wunderschön, nicht wahr?)

(Erste Station Japan.) BB wandte sich dem Wald zu, und die Frau folgte ihm. (Wir sind gleich zurück.)

Ich sah ihnen nach, als sie in dem Eichenhain verschwanden. Ich stand da und wartete und sinnierte über die seltsame Mischung aus physischen und anderen Energien, aus der das Erdenleben jetzt bestand. Ich stellte fest, daß ich nicht imstande war zu bestimmen, wo die eine anfing und die andere aufhörte. Es gab keine klare Trennungslinie mehr. War alles so?

(Alle fertig?) Ich drehte mich um, und da standen BB und die Frau neben mir. Sie wirkten anders, heller. (Wir mußten die Körper ablegen.)

Plötzlich erinnerte ich mich wieder. (Keine Tricks, BB.) BB rollte. (Geht nicht. Sie hat die Kennung. Wir folgen ihr einfach nach.)

Ich konzentrierte mich unverwandt auf BB und streckte mich.

KLICK!

Wir schwebten in etwa dreitausend Metern Höhe über einer hügeligen Landschaft. Direkt unter uns befand sich etwas, was wie der mittlere Teil einer Lotosblüte aussah, und deren äußere, in herrlichen Farben strahlende Blütenblätter sich acht oder zehn Kilometer in alle Richtungen erstreckten. Dann kamen abgestufte Grüntöne, vom ganz hellen Grün eines jungen Blattes bis zum üppigen Dunkelgrün des tropischen Regenwaldes. Sie und BB waren neben mir.

Die Frau vibrierte. (Das hier gehört mit zum Schönsten.)

Ich konnte verstehen, warum. Ich öffnete mich. (Wer hat das gemacht?)

(Eine Gruppe, die wollte, daß dieses Gebiet eine Wahrnehmung der Schönheit ausstrahlt, die hier ihren Anfang genommen hat. Es war schon da, als ich kam. Jetzt kümmern sich andere darum.)

Ich erhielt eine klare, eindeutige Wahrnehmung. (Die übrige Welt, die Erde, ist alles so?)

(Sie ist in ihrem ursprünglichen ökologischen Gleichgewicht wiederhergestellt worden, so wie sie war, bevor die Menschen sie so

 

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schlimm zurichteten. Es ist alles wieder beieinander, jeder Baum, jede Pflanze, jedes Tier... alles.)

(Zuzüglich einiger Verbesserungen), warf BB ein.

(Aber es ist nicht alles in so gewaltigen Gärten wie diesem angelegt.) Ich zentrierte mich auf die Frau.

(Nur ein kleiner Teil), erwiderte sie. (Der Rest besteht aus dichten Wäldern, Waldland, Weiden und Steppen. Sogar die Wüstenregionen sind wiederhergestellt worden.)

Meine Wahrnehmung war ganz klar gewesen. Die Menschen hatten die Arbeit von Mutter Natur übernommen — mit einigen Verbesserungen. Nach dem Wie brauchte ich nicht zu fragen. Die Routine der Frau, durch die sie Erde in frischen Mais verwandeln konnte, besagte alles. Wenn ein Mensch dazu in der Lage war... ich mußte das vervollständigen. Ich war mir über die Antwort im klaren, noch bevor ich fragte.

(Angenommen, wir wollten da unten herumlaufen, ich meine, in einem physischen Körper.) Ich rundete behutsam ab. (Wie könnten wir das bewerkstelligen?) Die Frau vibrierte.

(Ich bin sicher, unter diesen wunderschönen Kirschblüten gibt es eine große Anzahl Körper.)

Ich drängte. (Wir könnten jeder einen übernehmen, einfach so?)

(Ja, sicher.)

Ich mußte es erfahren. (Angenommen, sie wären alle schon besetzt... sozusagen.)

BB konnte sich nicht heraushalten. (Wir würden ein paar neue machen. Dauert nicht lange. Möchtest du nach unten?)

Ich war unruhig. (Nein, nein, noch nicht. Aber was ist mit den physischen Körpern, die ihr bei den Eichen zurückgelassen habt? Kann sie einfach jeder in Besitz nehmen, der will?)

BB rollte. (Natürlich. Warum nicht?)

Warum nicht? Das erforderte eine ziemlich schnelle Anpassung von mir. Ich zog die alte Routine von damals hervor, als im Labor andere Wesen tatsächlich den physischen Körper unserer Freiwilligen übernommen, verbal kommuniziert, auch andere Teile dieses Körpers betätigt hatten, bis hin zum Klavierspielen... alles ohne Widerstände und völlig problemlos... warum nicht?

Die Frau glättete gegenüber BB. (Ich habe nicht die Wahrnehmung, daß er schon soweit ist.)

(Selbstverständlich ist er das), erwiderte BB. (Er ist inzwischen ein großer Junge. Das würde ihm die ganze Routine in einem Zug verschaffen. Er hätte soviel Spaß, es würde ihn umwerfen!)

 

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(Gehen wir zuerst zurück zum Schlafsaal, wie AA es vorhatte), entgegnete sie ruhig. (Vielleicht können wir es dann von da aus fortsetzen.)

Ich öffnete mich. (Habe ich dabei eine Wahlmöglichkeit?)

Sie rollte. (Selbstverständlich.)

Ich rundete ab und unterdrückte die Vibration. (Tun wir, was sie sagt. Deine Späße kenne ich zur Genüge, BB. Ohne dich beleidigen zu wollen.)

BB rollte. (Natürlich.)

Die Frau wandte sich an mich. (Schließe dich fest.)

Ich tat es.

KLICK!

Wir schwebten inmitten Tausender von weißen, funkelnden Gestalten, alle angeregt und vibrierend. Am Anfang waren die Helligkeit und die Strahlung so überwältigend, daß ich glaubte, den Alarmknopf drücken oder meinen INSPES-Freund rufen zu müssen. Dann ließ es nach, und ich spürte das wärmende Gefühl des Verstehens, das von allen Seiten in mich drang. Ich wußte, daß die Gestalten ihre Strahlung, was immer das war, bewußt von mir abgelenkt hatten, damit sie dem entsprach, was ich ertragen konnte. Ich fragte mich, welche Kennung ich für sie würde wählen müssen.., wahrscheinlich einen tristen, grauen Fetzen Nebel.

(Willkommen im Schlafsaal der renovierten supermenschlichen Schule für komprimiertes Lernen!) Die Kennung war BB, unfehlbar. (AA hat entschieden, daß «Schlafsaal» der beste Begriff sei. Ich habe keine Wahrnehmung darüber, was ein Schlafsaal ist.)

Ich nahm die gleichmäßige, aber undeutliche Kennung der Frau mir gegenüber auf. Sie war hell und funkelte, genau wie alle anderen. Ich wußte, daß sie ein Mensch war — oder wußte ich es nicht? —, und auch die anderen funkelnden Gestalten mußten es sein.

Ich öffnete mich, soweit ich konnte. (Was ist das für ein Ort?)

(Du bist daran vorbeigekommen, als du die Erde betreten hast.) Als sie es mir übermittelte, kam mir augenblicklich der Gedanke an den funkelnden Ring. (Dies ist unser Bezugspunkt, bis wir uns entschließen, zu . .)

Sie zog sich zurück und schloß sich. Ich versuchte abzurunden. >i>(Wozu entschließen?)

Sie öffnete sich etwas. (Ich, äh... mache meinen Abschluß.)

Ich ließ das für den Augenblick auf sich beruhen. (Was macht ihr in der Zwischenzeit?)

 

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Sie rollte leicht. (Zum einen erzeugen und sammeln wir . . ., wie hast du es genannt? . Wie die Honigbienen. Oder Kühe. Nur daß wir jetzt wissen, was wir tun und warum, und wir sind glücklich, es zu tun.)

Ich ging in mich und schloß mich. Das hier verstand ich, aber das, ungeheure Ausmaß der Veränderungen war kaum zu fassen. Doch ich war hier, und die Beweise umgaben mich. Das Übergangsstadium zur Freiheit.

Ich öffnete mich wieder. (Was macht ihr sonst noch?)

Sie wurde etwas heller. (Das Erdenbewußtsein erleben. Nicht einfach in physischer Menschengestalt — erinnerst du dich, wir konnten nur einen Teil davon spüren, gerade nur einen Teil? jetzt durchlaufen wir es vollständig, vom kleinsten, einzelligen Leben an aufwärts, Millionen verschiedener Lebenszyklen, derer wir uns als nur physische Menschen zumeist gar nicht bewußt waren. Selbst die physische Erde hat ein aktives Bewußtsein.)

Ich ließ auch das vorübergehen, weil ich zu gespannt auf das war, was noch kommen würde. (Der natürliche Nahrungskettenprozeß, gibt es ihn noch, und erlebt ihr ihn? Von Anfang bis Ende?)

Sie kam langsam zurück. (Es ist ein wichtiger Teil des Lernprozesses. Ohne ihn könnten wir kein Lusch erzeugen.)

(He, Widder!) BB konnte sich nicht länger zurückhalten. (Ganz schöne Veränderung, was? Kein Dunst mehr, kein M-Bandrauschen mehr, keine Ringe mit Eingeschlossenen mehr! Möchtest du, daß ich dich herumführe?)

Ich wandte mich an die Frau, doch sie reagierte nicht, und so nahm ich das als Zeichen dafür, daß es seine Richtigkeit hätte. Außerdem hatte sie sich geschlossen. Offensichtlich wollte sie ihr Geheimnis bewahren, und wenn noch etwas mehr von ihrer Kennung heraussickerte, hätte sie kein Geheimnis mehr.

Ich folgte BB. (Also los, alter Junge.)

Wir bewegten uns frei zwischen den funkelnden Gestalten, und ich hängte mich an BBs Kennung, damit ich nicht verlorenging. Ich merkte, wie die Strahlung vor mir zurückwich, sozusagen einen Weg mit schwacher Energie frei machte, die ich ertragen konnte. Ich war überrascht, als aus einigen Gestalten, an denen ich vorbeikam, ein Funke sprühte und mich berührte. Die Funken enthielten gesprochene Worte, die ich ganz deutlich hören konnte . . . Hallo, Bob. He, Robert... Aber ich konnte von keinem die Kennung ausmachen. Schließlich machte BB halt. Vor uns lag die Erste Eingangsstation. Sie wirkte fast unverändert. Eine große Ansammlung grauer Gestalten umschwebte die Station.

 

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(Sehr viele Veränderungen.) BB rundete ab. (Aber man bemerkt sie nur, wenn man sich gut auskennt.)

Ich hakte nach. (Zum Beispiel?)

(Starker Rückgang des Überlebenstriebs zum einen.) BB rollte. (Erinnerst du dich noch an die Lektion, die du mir in den alten Ringen gegeben hast, komplett mit lebenden Beispielen? Du wärst erstaunt über den Unterschied, den solch eine Veränderung ausmacht.)

Ich öffnete mich. (Ich bin es.)

BB war leer. Er fuhr fort. (Zum anderen eine gründliche Unterweisung und Schulung vor dem Eintritt, besonders über die Aufrechterhaltung des Kontakts während der physischen Schlafzyklen.)

Ich war leer. (Aber du schläfst gar nicht hier, nicht wahr?)

(Nein, ich brauche es nicht.) Dann wurde er hell. (Ach, ja, das ist die andere Sache. Die Erstlinge hier gehen zurück in die Zeit vor den Veränderungen, einige von ihnen fast bis in die Zeit, als die Menschen anfingen, Menschen zu werden. Sie durchlaufen nur einen einzigen Lebenszyklus als physische Menschen und kommen hierher zurück und schließen sich an. Keine Wiederholer, sondern Einmal-Akteure.)

Ich ging in mich, öffnete mich dann wieder. (Gibt es dieses Einmal-Muster auch dort, wo ich hergekommen bin?)

BB leuchtete auf. (Oh, ja.)

Ich flackerte. (Ich habe keine Wahrnehmung gehabt, daß so etwas vorkommt.)

BB glättete. (Doch, das hast du.)

Ich war leer. (Wie?)

(Dieser letzte, äußere Ring, weiß du noch? Sie kamen nicht in die Nähe der Wiederholer-Abteilüng? Sie stiegen einfach hoch und verschwanden?)

Ich flackerte wieder. (Aber das waren doch die, die nach Hause gingen.)

BB vibrierte triumphierend. (Und?)

Ich ging in mich und schloß mich. Die ganze Sache glitt mir aus der Hand, oder besser gesagt aus dem Kopf, überstieg meine Fähigkeit, aufzunehmen und augenblicklich zu verstehen. Und BB zog an mir.

(Komm weiter, Widder.) Er vibrierte. (Machen wir uns eine schöne Zeit, ein bißchen Spaß.)

Ich flackerte. (Spaß? Ich weiß nicht so genau, was du unter Spaß verstehst . . .)

(Was ganz Normales, ich verspreche es dir. Sachen, die wir unten

 

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jeden Tag machen. Ich habe außerdem eine klare Routine von, em, AA darüber, was ich dir zeigen soll und was nicht.)

Ich suchte die Gegend jenseits der grauen Gestalten an der Eingangsstation ab, die funkelnden Lichter dahinter. (Wo ist AA jetzt? Ich kriege nie eine vernünftige Kennung für ihn.)

BB deutete hinter sich. (Er ist da hinten. Wegen dieser Geschichte mit dem Hindernis kann er nicht näher herankommen. Aber ich wette, er folgt uns. Bist du fertig? Nur ganz kurze Ausflüge, das ist alles.)

Ich empfand sehr viel mehr Sicherheit bei dieser kleinen Wahrnehmung. Ich griff aus, streckte mich und hielt mich an seine Kennung.

KLICK!

Ich schwebe über einem weiten, braunen Feld in etwa tausend Meter Höhe... ich liege flach auf dem Boden, und von unten dringt starke Lebensenergie zu mir empor... ich werde größer und größer und wandle die Energie eifrig dazu um, ich zu sein... ich bin ein wirbelnder Strudel, und mein Wirken entzieht der Energie Wasser und hilft mir, größer zu werden, und ich werde bewußter, wissender... Wenn ich größer werde, bin ich in der Lage, mehr zu wissen... ich bin wie ein reifer Bovist und fühle, daß ich mehr nach oben denn nach außen wachse... jetzt fließt sehr viel Lebensenergie in mir, baut sich auf... (Halt, das ist . . . Elektrizität!)... wenn ich weiterwachsen kann, bevor das Wasser ausläuft, wenn die Energie von unten lange genug vorhält, werde ich stark, richtig stark... doch ich treibe vom Energiestrahl fort und kann dem keinen Einhalt gebieten, und daher bekomme ich nicht genug, um...

KLICK!

Wir schwebten über der Erde, über einem dichten Wald. Das braune Feld in der Nähe war mir vertraut. BB schwebte vor mir her.

Er vibrierte. (Lustig, ha?)

Ich flackerte. (Was war das?)

Er deutete hinter mich. Ich drehte mich um. Es war eine mittel-große Kumuluswolke, weiß auf der Seite, wo die Strahlen der Sonne sie trafen, grau auf der Rückseite, und unten dunkel und flach. Wolken haben Bewußtsein? Die Grundlage des Lebens? Wasser, winzige Teile Chemikalien... und Elektrizität! Alles was dazugehört. Wie

 

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würde erst eine Gewitterwolke sein? Oder ein Tornado, ein Hurrikan, ein Tief oder ein Hoch!

BB kam dazwischen. (Fertig, wieder aufzubrechen?)

Ich machte mich bereit, streckte mich und folgte ihm.

KLICK!

Ich befinde mich in grünem Wasser... über mir ist es heller, unter mir dunkler. .. mein Mund öffnet und schließt sich von selbst, nimmt Wasser auf, das durch meinen Kopf strömt und zu den Ohren wieder hinaus... nein, nicht Ohren. Kiemen... ich bin ein Fisch, ein sehr großer Fisch!... ich spüre, wie meine Flossen sich langsam bewegen, um mich auf der Stelle zu halten, meine Sicht ist geteilt, ich kann nicht genau nach vorne sehen... hinter mir liegt eine fast töte Zone, aber das periphere Sehen ist unglaublich gut ausgeprägt, sehr detailliert, aber nicht viele Farben, nur ein oder zwei... ich versuche, mich zu bewegen, einfach daran zu denken, und ich schieße blitzschnell vorwärts, nach rechts, nach links, drehe mich, steil nach oben, tauche dann.., warte, etwas auf der Oberfläche, als ich auftauchte, muß zurück, es packen, hungrig, hungrig... ich schieße unkontrolliert durch die Oberfläche, mit offenem Maul, verschlucke dabei etwas... dann aus der Luft zurück ins Wasser, tauche mit einem großartigen Gefühl der Zufriedenheit unter, wobei sich etwas hinten im Rachen bewegt und kratzt... ein Insekt?... tiefer, aber es ist nicht so dunkel, wie ich gedacht habe, ich kann noch wunderbar sehen... ich bemerke einen anderen Fisch, der mit mir taucht, Schwanz und Rücken des Körpers bewegen sich hin und her, schwänzeln kräftig... mache ich das auch?... ich mache es!... es geht von ganz allein... ich denke nur daran, und es geschieht, wie das Gehen oder Laufen mit einem physischen menschlichen Körper... ich halte an. Vor mir ist ein anderer Fisch, er kommt auf mich zu... nein, er ist riesenhaft, das Wasser täuscht, er ist unglaublich viel größer als ich... er strahlt Hungersignale aus... weg, weg, er ist hinter mir her, schwimm, schwimm schnell, er kommt hinter mir her... rauf nach oben, rauf, rauf, schneller... Signal von der Seite, ein anderer Fisch schwimmt wie gejagt neben mir... Signal von den Streifen an meinen beiden Seiten...

(Widder, wenn du in der Luft bist, hau ab! Hau ab!)

Ich durchbrach die Oberfläche hinaus in die Luft, griff aus und streckte mich.

KLICK!

 

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Ich befand mich direkt über dem Wasser und sah den Körper meines Fisches, einen zweiten neben ihm, die in einem Bogen durch die Luft flogen und kaum spritzend wieder ins Wasser tauchten... aber augenblicklich brodelte und wirbelte es unter der Oberfläche.

(Das macht Spaß, ha?) Es war BB an meiner Seite. Ich konnte nichts erwidern, so zitterte ich, und daher fuhr er fort. (Ich habe AA garantiert, dich nicht bis zum Ende gehen zu lassen. Er hatte die Wahrnehmung, daß du noch nicht soweit seist, und er hatte recht. Aber du hast sie nach der Nahrungskette gefragt . . .)

Ich vibrierte. (Schon gut, schon gut!)

BB glättete. (Du willst es immer so und nicht anders, nicht wahr?)

Ich glättete ebenfalls. (Hat mich überrumpelt, das ist alles.)

(Gut, das nächste Abenteuer wird was Ruhiges, schön und ruhig. Bist du bereit?)

Alles ist relativ, einschließlich BBs Vorstellung von ruhig. Ich machte mich bereit und streckte mich...

KLICK!

Ich wiege mich sanft auf und ab, biege mich, drehe mich... in mich hinein fließt durch den kleinsten Teil von mir, der lang und schmal ist und durch den viele Röhren laufen, mein Anteil an der herrlichen Lebenskraft, die vom Ganzen kommt, zu dessen Familie ich gehöre... und ich weiß, wie sehr das Ganze mich braucht, und ich diene gerne, mit Freuden ... während die Energie, die mich taumeln und mich biegen läßt, an meinen flachen Seiten vorbeistreicht... (Warte, das ist nur Luft, Wind!)... ich nehme von ihr die Teile, die das Ganze braucht, und schicke sie zurück durch die engen Röhren, weil sie gebraucht wird... ich tue das mit einer solchen Leichtigkeit, daß ich dabei gar nicht an Arbeit denke, es ist Atmen... es ist, wozu ich da bin, zu atmen für das Ganze, während ich die Überreste vom Ganzen nehme und es verteile an die Energie... mein glücklicher Austausch... und das andere, so wichtig, meine besondere Form... mein Profil, meine Struktur... empfängt ein besonderes Signal, das das Ganze versteht, braucht und gebraucht ... alles, was ich tue, ist, es zu empfangen und weiterzuleiten... und ich bin glücklich, über alle Maßen glücklich... mit einem umfassenden Wissen dazuzugehören, zu leisten, wozu ich vorgesehen bin... ein wundervolles Gleichgewicht, geben... empfangen... Sicherheit und Stärke des Ganzen...

KLICK!

 

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BB war neben mir. (Gefällt dir, nicht wahr?)

Ich flackerte. (Wo war das?)

Er machte eine Handbewegung, und ich drehte mich um. Ganz nah bei mir war ein Blatt, ein Eichenblatt. Es war mit einem langen Stengel mit einem Ast verbunden. Dann kam der kräftige Baumstamm, der fest in der Erde verwurzelt war. Ein solches Wissen ohne Bewußtheit weitergegeben zu haben... ich begriff diese neue Menschenschule immer mehr.

(Bereit weiterzumachen? Jetzt kommt mein Favorit.)

Ich flackerte. (Ja, em, ich bin nicht so ganz sicher. Vielleicht sollten wir . . .)

(Das hier haben wir selbst entworfen), unterbrach mich BB. (Wenn es dir nicht gefällt, gib mir ein Zeichen, dann machen wir sofort Schluß.)

Widerstrebend machte ich mich bereit, streckte mich und folgte ihm.

KLICK!

Ich liege in weichem, dichten Gras, liege auf der Seite... ich öffne die Augen... hohe Bäume rings um mich, ihre belaubten Äste bilden weit oben einen Baldachin, das Sonnenlicht dringt gedämpft hindurch und spendet genügend, aber keine unangenehme Helligkeit... ein großer, gelbbrauner Panther steht über mir und starrt mich unentwegt an.

(Komm, Widder... spielen wir!)

Ich wälze mich herum und stehe auf... stehe auf !... ich habe vier Beine! Wie sicher und fest sich das anfühlt... mein Kopf sitzt vor meinem Körper, jetzt muß ich mich umdrehen, um meinen Rücken und die Hüften zu betrachten... mit Pelz bedeckt, schlank... was wedelt da hinter mir?... ein Schwanz, ich habe einen Schwanz... ich denke daran, ihn zu bewegen, und er schlägt... hin und her, hin und her, wie das?... nun geht er ein bißchen rauf und runter, mehr runter als rauf... ein Duft erregt meine Aufmerksamkeit... Gerüche, Gerüche, ich wußte gar nicht, daß es so viele Gerüche gibt..., weiß augenblicklich, ob sie nah oder fern sind... die Reizübermittlung ist so gut wie oder besser als meine Sehkraft... und das Hören, ich kann alles schon vom Lauschen erkennen... ich beuge die Beine, ziehe die Krallen ein... ja! Ich habe Krallen! Ich fühle mich großartig! Welt, gib acht, ich komme was für ein herrliches Gefühl zu leben... ganz lebendig zu sein, ich möchte laufen, springen, klettern...

(Dann komm!)

 

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Der gelbbraune Panther bewegt sich geschmeidig durch die Bäume, und ich folge ihm... schneller, jetzt in Sprüngen... jetzt in vollem Lauf, zwischen den Bäumen hindurch, geschickt niedrigen Ästen ausweichend... der anregende Schwall der Gerüche, die in meine Nase dringen, und ich prüfe sie alle... meine Augen und Ohren nehmen eine Unzahl vertrauter Reize auf, bestimmen sie und ordnen sie ein... ein großer Baum vor mir ist abgestorben, und der gelbbraune Panther läuft seitlich an ihm hoch, und ich folge nach, grabe meine Krallen ein, ziehe mich hoch und grabe meine Krallen ein. Er wartet auf mich, sitzt lässig auf einem dicken Ast... ich ziehe mich neben ihm nach oben, setze mich... er bewegt seinen Schwanz... und ich bewege meinen als Antwort.

(Schon ganz gut für einen Anfänger, Widder.)

Ich bin zu erregt, als daß ich antworten könnte. Ich erinnere mich an das großartige Gefühl der Kraft in meinen Muskeln, ordne ein, was so geballt durch meine Sinnesorgane auf mich eindrang... wie konnten die Menschen derart elementare Wahrnehmungen übergehen und verzerren... habe so wenig davon aufgenommen, wenn ein niederes Tier... nieder?... so viel aufgenommen.

(Muß jetzt wieder runter.)

Der gelbbraune Panther erhebt sich, dreht sich um und läuft den Baum hinunter... läuft hinunter! Ich wußte nicht, daß Katzen das können, sie klettern immer rückwärts nach unten... ich erhebe mich und klettere langsam rückwärts hinunter, springe die letzten zweieinhalb Meter mühelos hinab.

(Leg dich unter den Baum, in die Nähe des Stamms. Und dann ganz kurz springen, ganz kurz.)

Ich lege mich in das hohe Gras, mache mich widerstrebend bereit und strecke mich.

KLICK!

Wir schwebten dicht über dem Boden, und ich blickte nach unten. Unter uns im Gras lag langsam und flach atmend der Körper des gelb-braunen Panthers... und der Körper eines zweiten Panthers, von dunklerem Braun, den ich angenommen hatte.

Neben mir rollte BB. (Das hat dir gefallen, was?)

Ich vibrierte. (Wunderbar!)

(Wir haben noch etwas, was du ausprobieren kannst. Das hat. Na . . em, sie ausgesucht. Sie war sicher, das wäre was für dich. Du wirst allein sein, aber sie hat gesagt, du wüßtest, was du zu tun hast. Ich bringe dich nur hin. Fertig?)

 

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Ich wunderte mich, was sie ausgesucht haben mochte, griff aus und streckte mich.

KLICK!

Ich schwebe hoch über einem wildzerklüfteten, schneebedeckten Gebirgszug und kann viele hundert Kilometer in alle Richtungen sehen... und auch nach unten, nach unten auf die Erde... herrlich scharf, jede Einzelheit... die Blätter auf den Bäumen, kleine Tiere, die auf den Felsen klettern... und ich schwebe langsam, ziehe einen weiten, leichten Bogen, denn die stehende Welle über dem Gebirge sorgt für einen guten, beständigen Auftrieb unter meinen Flügeln... Flügel! Ich wende den Kopf. Aus meiner Schulter wächst ein breiter, gebogener Flügel, der in einer abgerundeten Spitze ausläuft, und dessen Federn sich unruhig in den leichten Luftturbulenzen bewegen. Ich drehe den Kopf nach links, aus der anderen Schulter ragt das Gegenstück... ich schwebe nicht, ich fliege... wie ein Vogel, bin ein Vogel!... ein Super-Segelflugzeug, das genau das ausführt, was ich denke! Ich beende den Bogen, und die Federn an der Hinterkante biegen sich auf der einen Seite nach unten und auf der anderen nach oben, sofort wirkende Querruder... versuchen wir, größtmöglichen Auftrieb zu bekommen... da ist er, unter dem linken Flügel stärker als unter dem rechten, drehe mich in den Aufwind... spüre, wie der Auftrieb immer stärker wird... jetzt läßt er nach, wende und kreise ... kreise enger, höchster Punkt des Aufwindes... muß ein Gleitverhältnis 50 : 1 haben... schraube mich hoch, enger, schneller... perfekte Beherrschung... Luft wird dünner... nutze höhere Windgeschwindigkeit... frage mich, wann ein überzogener Flugzustand erreicht wird... Nase, nein Kopf höher, höherer Anstellwinkel, noch mehr, he, das ist ja toll!... hätte nie gedacht, daß der Körper eines Vogels das vermag... hoppla! Flug ist überzogen... leicht, wieder Geschwindigkeit aufzunehmen... Jaaah! Einfach die Flügel anlegen und huiii nach unten!

(He, em, Widder.)

Und ich wette, diese Flügel halten eine hohe Schwerkraftbelastung aus, wenn man sie im Sturzflug langsam öffnet... probieren wir's mal... wir stürzen noch ein bißchen schneller...

(Widder, du weißt, was du machst?)

Das ist schnell genug... jetzt, die Flügel jeweils ein wenig öffnen... langsam... jetzt wieder an den Steuerknüppel... ah, Schwanzfedern jeweils etwas hoch... so! Alles wieder normal, zurück zur üblichen

 

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Geschwindigkeit... was ein... hah! Was für ein Vogel! Muß ein Kondor sein ... möchte wissen, was ein schneller Spatz machen würde...

(Widder, ganz kurz springen. Jetzt!)

Ich seufze... mache mich bereit und strecke mich...

KLICK!

Ich war wieder, inmitten der funkelnden Gestalten und schloß mich ganz fest. Die Strahlung ließ mich in Wellen erschauern, die mir sehr vertraut waren. Kurz darauf ließ die Strahlung nach, und ich öffnete mich. Sofort hatte ich die Kennung für BB und die undeutliche Kennung der Frau.

BB rollte. (Dieser große alte Vogel muß sich gewundert haben, wie sich seine Flügel gebogen haben.)

Ich rollte ebenfalls. (Oh, nein. Es gab nicht eine überdehnte Sehne oder einen gezerrten Muskel, nicht eine derangierte Feder, als ich ausstieg. Das garantiere ich.)

BB wandte sich der Frau zu, einer funkelnden Gestalt, die ich schon als sie erkannt hatte. (Ich übergebe ihn dir. Ich melde mich bei, em, AA. Wir sehen uns dann am Schauplatz.)

Ich wandte mich an die Frau. (Am Schauplatz?)

(Wo wir dich begrüßt haben.)

Ich ging in mich. Es war so vieles noch unbeantwortet, und ich hatte eine Wahrnehmung, daß mein Besuch dem Ende zuging. Die wichtigsten Punkte zur Sprache bringen, die zuerst.

Ich konzentrierte mich, völlig offen, damit nichts verzerrt würde (Die Erstlinge, wenn sie zurückkommen...)

(Die Einmal-Akteure), verbesserte sie.

Ich fuhr fort. (Wenn es eine ständige Eingabe gibt, muß es auch eine Ausgabe geben, um den Fluß, die Bewegung, in Gang zu halten.)

Sie wartete schweigend... höflich?... oder hatte sie die Wahrnehmung sowohl der Fragen wie der Antworten? Ich fuhr fort. (Die Menschen legen also hier, im Schlafsaal, eine Abschlußprüfung ab. Frage: Was wird aus den Prüflingen?)

Sie flackerte. (Ich... ich besitze keine Wahrnehmung darüber. Sie setzen sich einfach ab.)

(Jeder für sich oder in der Gruppe?)

Sie rundete ab. (Meistens mehrere auf einmal. Aber ebensooft geht einer allein.) (Und sie kommen nie mehr zurück?)

(Nein.)

 

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(Gibt es irgendeinen Kontakt zu ihnen, nachdem sie gegangen sind?)

Sie flackerte. (Nicht auf eine Art, die wir verstehen können.)

Da wollte ich nachhaken, aber ich war sicher, es würde sich ergeben. (Gibt es irgendwelche Anzeichen oder Symptome dafür, daß sie im Begriff sind abzuschließen?)

Sie rundete wieder ab. (Oh, ja. Sie brauchen keine Erderfahrungen mehr, und daher begeben sie sich immer seltener zurück in ihren physischen Körper. Am Ende hören sie ganz damit auf.)

(Ist das alles?)

(Nein, ihre... äh, Strahlung ändert sich allmählich. Und sie fangen an, sich zu schließen. Danach steigen sie aus.)

Ich hatte die Wahrnehmung, als würde sie anfangen zu vibrieren. (Ich möchte keineswegs aufdringlich mit meinen Fragen werden, aber...)

Sie öffnete sich etwas mehr. (Fahre fort. Wir haben damit gerechnet, daß du alles Mögliche fragst.)

Ich ging es von einer anderen Seite an. (Ich brauche so viel Routine, wie ich bekommen kann. Vielleicht habe ich nie wieder die Gelegenheit.)

Sie glättete, aber in ihrer Antwort schwang ein leichtes Rollen mit. (Oh, ich bin sicher, die wirst du haben.)

(Gibt es), fuhr ich fort, (in Zeit und Raum viele andere Entwicklungsmuster von Bewußtsein, die denen der Menschen und der Erde ähnlich sind?)

Sie rollte. (Selbst wenn du wolltest, könntst du sie nicht zählen, so viele sind es. Und am laufenden Band kommen neue hinzu.)

Ich flackerte. (Am laufenden Band?)

Sie rollte etwas heftiger. (AA wußte, daß es dir gefallen würde, wenn ich diese Formulierung verwende.)

Ich ging darauf ein. (Ich würde diesen AA zu gerne einmal persönlich kennenlernen. Er weiß mehr über mich als ich selbst.)

Sie antwortete nicht, sondern rollte noch stärker. Für so lustig hatte ich es nun auch wieder nicht gehalten. (Aber stehen Menschen jetzt in Verbindung mit anderen derartigen, ah, Zivilisationen?)

Sie rundete ab. (Nicht sehr viel. Es gibt einen gewissen Austausch, doch es scheint nicht notwendig oder wichtig zu sein.)

(Wie steht es mit anderen nicht-physischen Energiesystemen?)

Sie leuchtete. (Ach, die! Wir besuchen sie, sooft wir können.)

Ich wagte einen Vorstoß. (Um Lusch zu sammeln?)

Sie ging in sich, öffnete sich dann behutsam. (Nein, um es zu säen,

 

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um die Samen zu pflanzen. Das bietet dem, äh, Strahl eine Kennung, auf die er sich einstellen kann.)

Jetzt war es an mir, in mich zu gehen und mich zu schließen. Ihre einfache Aussage beinhaltete so viel Wissen, daß alles andere nur noch wie das aufgeblasene Geschnatter eines Affen wirkte. In mir war noch viel von einem Affen, zuviel. Doch ich empfand plötzlich eine Wahrnehmung, und ich wußte, ich mußte ihr nachgehen.

Ich brachte sie ganz behutsam vor. (Bist du dabei, deinen Abschluß zu machen?)

Sie flackerte. (ja.)

(Woher weißt du das?)

Sie vibrierte. (Er hat mir vorausgesagt, daß du diese Frage stellen würdest, aber du hast sie nicht richtig gestellt, und ich kann sie daher nicht beantworten.)

Ich brauchte nicht zu fragen, wer «er» war. (Aber du hast mir erklärt, du hättest keine Wahrnehmung darüber, was aus den Prüflingen wird.)

Sie glättete sorgfältig. (Ich nicht, aber du.)

Ich war völlig leer. Meinte sie oder meinten die INSPES, daß ich die Antwort geben sollte? Ein Kind sollte die Arbeit eines Mannes verrichten? Ich hatte mich so geschlossen, daß ich beinahe den Rest verpaßt hätte.

Sie vibrierte mitfühlend. (Wir haben damit gerechnet, daß dieses, ah, ein Ereignis stattfindet. Dann können wir aufbrechen!)

Ich wollte gerade fragen, wer «wir» waren, und was es mit dem Ereignis auf sich hätte, doch ich spürte das vertraute INSPES-Signal und fing an zu antworten... und das machte sie auch! Das machte sie auch! Eine mächtige Wahrnehmungswoge durchströmte mich, und ich war im Besitz sämtlicher Antworten... dachte ich.

(Wir müssen jetzt zum Schauplatz zurück.) Sie war glatt, vibrierte aber; (Bist du bereit?)

Ich schloß mich... Kennung Hügel... griff aus und streckte mich.

KLICK!

Ich befand mich über dem Hügel... in etwa dreißig Metern Höhe... die Berge lagen weit hinten im Westen, und so drehte ich mich um, blickte über die Zäune... Zäune! Und dahinter lagen die Gebäude des Zentrums mit ihren dunkelroten Dächern... über dem Feldweg erhob sich eine Staubwolke, als ein Auto vorüber fuhr. Ich hatte die falsche Kennung gewählt, das Jahr 1982. Eine seltsame Mischung von Emp-

 

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findungen bewältigte sich meiner, und ich wußte, es würde schwer werden, sie auseinander zu klauben, wenn das überhaupt möglich war. Ich war sogar zum zweiten Körper zurückgekehrt, ohne es herbeigeführt zu haben, was ungewöhnlich war. Es war mittlerweile ein alter Hut, den physischen Körper anzusteuern, hineinzuschlüpfen öffne die Augen und bewege Arme und Beine. Ich sah auf die Uhr. Zeit: 2 : 40, nachts. Acht Minuten! Nur acht Minuten?

 

 

Wir sind zum Ende dieses 9. Kapitels, "Ein versprochenes Vorhaben", von Robert Monroes Buch "Der zweite Körper" gekommen und ich möchte die Aufmerksamkeit des Leser auf etwas lenken, was Robert Monroe das "Affengeplapper" nennt und das durch NVK, "nichtverbale Kommunikation" ersetzt werden sollte.

"Kein Laut, es war nichtverbale Kommunikation! Wir hatten es geschafft! Menschen hatten es vollbracht! Wir hatten den Quantensprung vom Affengeplapper und allem geschafft, was es mit sich brachte!"

Dies ist nun wichtig und sollte unser Lebensplan sein, und das, um uns auf das Leben auf der anderen Seite vorzubereiten, weil dort all unser weltliches Eigentum, einschließlich unsere Art und Weise zu reden und zu denken, mehr oder weniger nutzlos ist und nur die geistige Art zu kommunizieren zählt und wirksam ist.

Robert Monroe hat nun eine Liste der Abkürzungen gegeben, die er benutzt und diese Liste habe ich oben bereits gebracht, bringe sie aber hier noch einmal, weil sie ein ausgezeichnetes Mittel zum Meditieren ist und darüber nachzudenken, nichtverbale Kommunikation (NVK) zu praktizieren.

Hier nun wieder diese Liste von den Seiten 90-91:

Das Folgende ist eine freie Übersetzung von nichtverbaler Kommunikation. Um überhaupt eine Wiedergabe möglich zu machen, wurden die meisten Nicht-Raum-Zeit-Ereignisse in Nachbildungen bewußten menschlichen körperlichen Erlebens umgewandelt. Dadurch kommt es zu einer erheblichen «Vermenschlichung», die zwar die Verständlichkeit erhöht, gleichzeitig aber die Genauigkeit verringert. Um das Vorgehen zu erleichtern, haben wir bestimmte Worte in einem anderen Zusammenhang benutzt. So konnte eine Bedeutung entstehen, die nicht zu weit von der normalen Definition entfernt ist. Man kann nicht sagen, «er sagte» oder «er ging» oder «sie lächelte», weil es einfach nicht so war. Die körperlichen Voraussetzungen dazu waren nicht vorhanden. Hier einige Auszüge aus dem Wortschatz dieser «Nachbildungen»:

Abrunden, glätten: Etwas zusammenbringen, verarbeiten, schaffen. Ruhig werden, beruhigen, beschwichtigen. Alles in eigener Verantwortung.
Flackern, unruhig sein: Unsicher sein, Ungewißheit, Unentschlossenheit zeigen.
Formen: Feststellen, bestätigen, bekräftigen, eine Aussage machen. Abhängig vom jeweiligen Blickpunkt.
Hell, leicht sein, leuchten: Sich freuen, glücklich sein. Eine Idee, einen Gedanken haben. Interesse, Begeisterung zeigen.
In sich gehen: Bedenken, überdenken, überprüfen.
Kennung: Mentaler (geistiger) Name bzw. «Adresse», d.h. das Energiemuster einer «Person» oder eines «Ortes».
Klick!: Augenblickliche Veränderung im Bewußtsein.
Leer sein: Etwas nicht verstehen, Verständnislosigkeit zeigen.
M-Band: Teil eines Energiespektrums, das im allgemeinen für Gedanken verwendet wird. Ist weder elektromagnetisch noch elektrisch, magnetisch, nukleonisch oder ähnliches.
M-Bandrauschen: Wird hervorgerufen durch unkontrolliertes Denken und unkontrollierte Empfindungen.
Rollen: Belustigt sein: lachen.
Routine: Gedankenkugel. «Paket» aus Gedanken, Geistestätigkeit, totalem Gedächtnis. Enthält: Wissen, Information, Erkenntnisse, Erfahrungen, Empfindungen, Erinnerungen, Geschichte.
Routine durchlaufen lassen: Teile der empfangenen Routine abrufen, nachdem sie vollständig aufgenommen worden ist.
(Sich) öffnen, offen sein: Aufnahmebereit, aufnahmefähig sein.
(Sich) schließen, geschlossen sein: Von außen kommende Reize abschwächen oder ganz ausschalten.
Stumpf sein: Interesse verlieren, uninteressiert sein.
Wahrnehmung haben, erhalten: Intuitiver Einblick, Einsicht, Eingebung. Intuitiv etwas verstehen.
Vibrieren, schwingen: Gefühle zeigen.
Wirbel: Geordnete Energie, im allgemeinen intelligent.
Zeit-Raum-Illusion: Abweichung, Anomalie unter den «standardisierten» Energiesystemen. Umfaßt unsere Erde und das gesamte physische Universum (abgekürzt ZRI).

 

 

Dieses ist das Ende von "Astronomische Frage und Antwort 271"
Zur englischen Version dieses Kapitels: Astronomical question and answer 271

 

 

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