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Astronomische Frage und Antwort 262

 

Frank L. Preuss

 

Kann man einen Tag vor Neumond noch den Mond sehen?

 

Heute habe ich wieder den Sonnenaufgang beobachtet.

Und als ich überlegte, wann ich die Dämmerung erwarten könnte, sah ich zu meiner Überraschung den Mond am Himmel. Es ist ein Tag vor Neumond. Es ist eine halbe Stunde nach Mondaufgang und mehr als eine Stunde vor Sonnenaufgang. Ich überlegte dann, daß vielleicht Neumond morgen recht spät am Tag sein könnte, und als ich nachsah, war es so. Neumond ist um 21:16 am folgenden Tag.

Am folgenden Tag wird die Stelle am Horizont ihres Aufgangs die gleiche sein, also die des Mondes und der Sonne, heute wich sie noch um 3 Grad ab. Die Zeit des Aufgangs wird sich morgen um 34 Minuten unterscheiden, der Mond wird 34 Minuten früher aufgehen, und der Untergang um 10 Minuten, der Mond wir 10 Minuten später untergehen, als die Sonne. Und die Stelle ihres Untergangs wird dann auch die gleiche sein. Heute wird sie sich noch einen Grad unterscheiden.

Die beiden werden also morgen um 21:16 an der gleichen Stelle sein - mehr oder weniger - denn wenn sie wirklich an der selben Stelle sein würden, gebe es eine Sonnenfinsternis. Und das würde dann auch bedeuten, daß ich den Mond sogar bei Neumond sehen könnte, als schwarze Scheibe vor der Sonne.

Den Mond sah ich heute nur sekundenlang und nur teilweise. Daß läßt auf wandernde Wolken schließen. Ob die Mondsichel, die abnehmende, wirklich dünner geworden war, gegenüber gestern, war kaum wahrzunehmen.

Ich bin jetzt wieder draußen gewesen. Der Mond steht merklich höher. Die Dämmerung hat angefangen. Man kann die Wolken sehen. Die Mondsichel war zu sehen, der Rest des Mondes wurde von einer Wolke bedeckt.

Ich bin jetzt zum dritten mal draußen gewesen. Die Wolken sind sehr klein und der Wolkenabstand noch kleiner, so daß man, auch bei wandernden Wolken nie den Mond ganz sehen kann. Die Sichel ist sehr dünn.

Daß morgen der Neumond so spät ist, wird wohl bedeuten, daß man übermorgen den nun zunehmenden Mond nicht wird sehen können, vielleicht auch noch am Tage darauf nicht.

Ich bin jetzt wieder draußen gewesen, die Wolken sind dichter geworden, sie scheinen sich überhaupt nicht zu bewegen. Den Mond habe ich nicht gesehen.

Die Sonne geht jetzt auf, ist aber kaum zu sehen, wegen dem Dunst am Horizont. Der Mond ist immer noch nicht zu sehen.

Ich bin jetzt wieder draußen gewesen. Es ist jetzt mehr als 3 Stunden nach Sonnenaufgang. Der Himmel ist völlig wolkenlos, aber den Mond habe ich nicht gesehen. Es ist aber recht diesig und dann kommt noch hinzu, daß ja der Mond die ganze Zeit hindurch weiter abnimmt, die Sichel also dauernd kleiner wird und irgendwann ganz verschwindet.

Am Nachmittag wurde es bewölkt und abends gab es Regen.

Es ist jetzt zwei Tage nach Neumond und als ich jetzt am Abend am Fenster saß und darüber nachdachte, was der Tag so gebracht hatte, sah ich plötzlich den Mond. Mein erster Gedanke war, daß ich hätte nach dem Mond Ausschau halten sollen, einmal ob er überhaupt zu sehen ist, zwei Tage nach Neumond, und dann auch ob er bei Tageslicht zu sehen ist.

Es ist jetzt eine knappe Stunde nach Sonnenuntergang und eine gute Stunde bis Monduntergang. Die Mondsichel ist dünn und zeigt in die Richtung, wo die Sonne jetzt ist, und es sind wieder all drei Teile des Mondes zu sehen. Also die dünne hell beleuchtete Sichel, und dann der von dem Erdschein ein wenig beleuchtet größte Teil des Mondes, und dann dessen etwas bleuchtete ganz feine Rand davon. Dieser Rand warf die Frage auf, warum gibt es diesen Rand? Die Atmosphäre des Mondes könnte ihn nicht verursachen, denn die gibt es angeblich nicht. So was ist es? Eigentlich ist ja die Sonne noch fast völlig hinter dem Mond. Könnten es die Unregelmäßigkeiten der Mondoberfläche sein? Die Berge auf dem Mond scheinen höher als auf der Erde zu sein.

Es ist jetzt drei Tage nach Neumond. Ich habe heute mehrere Male nach dem Mond Ausschau gehalten, aber gesehen habe ich ihn nur gerade jetzt, 10 Minuten vor Monduntergang, drei Stunden nach Sonnenuntergang. Die Mondsichel war noch sehr dünn und ich hatte nicht den Eindruck, daß sie gegenüber gestern zugenommen hatte. Es war heute oft bewölkt, aber auch wenn es tagsüber nicht bewölkt war, habe ich ihn nicht gesehen.

Es ist jetzt vier Tage nach Neumond. Ich habe mehrere Male zum Himmel gesehen, aber der Mond war nicht da. Jetzt ist es kurz vor Sonnenuntergang, die Sonne steht voll über dem Horizont, der nur wenig höher ist als der Meeresspiegel, und ich sehe den Mond. Da sind dünne Wolken zwischen mir und dem Mond, und sie bewegen sich auch, aber ich sehe den Mond trotzdem, auch wenn sie vor ihm und über ihn hinwegziehen. Die Sichel ist immer noch recht dünn und zeigt direkt zur Sonne. Um die Sichel herum is alles blau, wie der Rest des Himmels. Monduntergang soll etwas mehr als 4 Stunden später sein. Der Mond steht also recht hoch am Himmel, höher als zur Hälfte seiner höchsten Höhe.

Es ist jetzt ein paar Minuten nach Sonnenuntergang, nach meinem und auch nach dem theoretischen. Der Himmel in dem Bereich, wo der Mond ist, ist nun bedeckt, aber es sind keine Wolken, sonder eine diesige Schicht, aber die Mondsichel ist klar zu sehen. Er macht immer noch den Eindruck, daß er beleuchtet ist, aber nicht selbst leuchtet.

Es ist jetzt eine Viertelstunde nach Sonnenuntergang. Der innere Rand der Sichel, der Rand also, der weniger gekrümmt ist, ist ausgefranst. Der Himmel ist einzigartig. Auch vor und über dem Mond sind rötliche Wolken.

Es ist jetzt 20 Minuten nach Sonnenuntergang und der Mond fängt an, ein scheinender Mond zu sein und das, trotzdem eine diesige Schicht vor ihm ist.

Es ist jetzt eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang und ich kann den von der Erde beleuchteten Teil des Mondes sehen, trotzdem eine diesige Schicht davor ist.

Jetzt, 50 Minuten nach Sonnenuntergang ist der erste Stern aufgetaucht, nicht weit vom Mond weg, in Richtung Sonne. Der Horizont ist noch nicht völlig dunkel.

Jetzt, 52 Minuten nach Sonnenuntergang, habe ich eine Sternschnuppe gesehen, so etwa auf halbem Weg zwischen Mond und Sonne. Ich kann mich nicht entsinnen, so etwas je in meinem Leben gesehen zu haben.

Jetzt, mehr als eine Stunde nach Sonnenuntergang, ist der gesamte Himmel völlig dunkel. Es scheint recht diesig zu sein. Es ist immer noch nur der eine Stern zu sehen. Es könnte Procyon oder Pollux sein, schwer zu sagen, wenn da kein anderer Stern zu sehen ist.

Es ist jetzt eine viertel Stunde vor Monduntergang. Der Himmel scheint überhaupt nicht klar zu sein. Kein Stern ist zu sehen. Aber die Mondsichel ist gut zu sehen. Jetzt rötlich. Die beiden Spitzen der Sichel sind fast waagerecht. Sogar der größere Teil der Mondscheibe ist zu sehen, aber nur schwach.

Der Mond ist jetzt gerade untergegangen. Die etwas höhere Spitze der Sichel war bis zuletzt zu sehen und diese Sichel untergehen zu sehen, gibt wirklich den Eindruck eines Bewegungsablaufs.

Den Mond am Tag sehen zu können, scheint also dann am besten zu sein, wenn der Himmel klar ist. Ein diesiger Himmel scheint die Sicht stark zu beeinträchtigen.

 

 

Dieses ist das Ende von "Astronomische Frage und Antwort 262"
Zur englischen Version dieses Kapitels: Astronomical question and answer 262

 

 

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