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Astronomische Frage und Antwort 216

 

Frank L. Preuss

 

Was zeigt sich vier Tage nach Neumond?

 

Es ist Sonnenschein, fast keine Wolken sind am Himmel, den ganzen morgen habe ich immer wieder in den blauen Himmel geguckt und keinen Mond gesehen.

Jetzt, so etwa ein und eine halbe Stunde nach Mittag sehe ich den Mond plötzlich am Himmel, ich hatte schon fast aufgegeben.

Die Sichel ist so etwa zwischen Neumond und zunehmendem Halbmond. Zeigt direkt zur Sonne hin. Ist noch im Osten. Die Sonne ist schon im Westen. Der sonnenlose Teil ist nicht zu sehen, die Atmosphäre ist leuchtkräftiger.

Warum habe ich den Mond nicht morgens gesehen?

Ich sehe mir die Wettervorhersage an. Da gibt es eigentlich nichts, was einen Unterschied zwischen Morgen und jetzt andeutet. Die Prozentzahlen für die Wolkenbedeckung und den Nebel zeigen keine Unterschiede.

Die Menge Nebel wird mit 0 % angegeben. Ich bin aber der Meinung, daß es etwas diesig ist.

Ich komme zu dem Schluß, daß ich den Mond wohl übersehen haben muß, aber ich habe wirklich sorgfältig geguckt und auch besonders da, wo ich ihn erwartet habe zu sein, und der jetzige Standort des Mondes bestätigt mir eigentlich, daß ich nicht verkehrt lag.

Es ist natürlich ein recht großes Gebiet, daß man absuchen muß und die Farbunterschiede sind natürlich gering. Der Himmel ist hellblau und der Mond weiß.

Was ich aber nun feststelle, ist, daß der Himmel hellblau ist, da wo der Mond ist, hoch oben am Himmel, daß dieses Hellblau aber je weißer wird, je mehr es dem Horizont im Osten, über dem Meer, zugeht. Dort ist der Himmel fast weiß, und grenzt sich relative scharf vom dunkelblauen Meer ab.

Im Westen ist es fast genau so, dort wird der Himmel weniger blau, je mehr es dem Horizont über der Landschaft zugeht, aber daß bezieht sich besonders auf das Gebiet unter der Sonne, weiter südlich und weiter nördlich ist der Unterschied geringer.

Und je weißer der Himmel ist, je schwieriger ist es dann auch, den weißen Mond zu sehen.

Es ist jetzt zwei und eine halbe Stunde nach Mittag, und die Sonne und der Mond sind so etwa auf gleicher Höhe und der Mond immer noch im Osten. Die Linie zwischen den beiden Spitzen der Sichel ist nun fast senkrecht.

Es ist nun fast 4 Stunden nach Mittag und der Mond steht in der Nord-Süd-Richtung. Die Linie zwischen den beiden Spitzen der Sichel hat die Senkrechte überschritten und die Sichel zeigt nun in die Richtung der nun tiefer stehenden Sonne.

Wenn der Mann auf dem Mond die Erdsichel beobachtet, sagen wir auch kurz nach Neuerde, dann sieht der alle paar Stunden einen völlig anderen Teil der Erde. Und das ist, weil sich die Erde einmal in 24 Stunden um sich selbst dreht. Der Mann auf der Erde sieht aber immer den gleichen Teil des Mondes, wenn er alle paar Stunden zur Mondsichel schaut. Und das ist, weil der Mond einen Monat braucht, um sich einmal um sich selbst zu drehen. Bei Vollmond zum Beispiel sieht er sogar mehrere Tage das fast gleiche Bild vom Mond.

Es ist jetzt eine gute Stunde vor Sonnenuntergang. Es ist immer noch etwas diesig. Die Sonne ist eine goldene runde Scheibe in einem großen Strahlenkranz. Man kann fast schon in die Sonnen sehen.

Es ist jetzt Sonnenuntergang. Der Winkel zwischen der Sonne und dem Mond ist so 50 bis 60 Grad. Der Himmel oben am Mond ist blau. Am Horizont mehr weiß.

Der äußere Rand der Sichel ist scharf, der innere ausgefranst. Der sonnenlose Teil des Mondes ist nicht zu sehen, die Atmosphäre ist immer noch leuchtkräftiger.

Eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang ist der Himmel um den Mond schon mehr schwarz als blau und die Mondsichel hebt sich deutlicher ab und ist heller. Kein Stern ist bis jetzt zu sehen. Am Horizont ist der Himmel noch weiß, ist aber merklich dunkler geworden und geht ins rötliche.

Gleich danach ist der sonnenlose Teil des Mondes rötlich. Der erste Stern ist aufgetaucht. Die Sterne bleiben aber wenige, wegen der Lichter der Stadt. Der Himmel ist immer noch wolkenlos.

Es sind jetzt 3 Tage bis zum zunehmenden Halbmond.

Es ist jetzt eine Stunde nach Sonnenuntergang. Einige Wolken sind aufgetaucht. Der Horizont im Westen ist noch klar zu sehen und der Himmel dort noch nicht völlig dunkel. Mehrere Sterne sind jetzt am Himmel. Der Mond wird noch Stunden brauchen, bis er untergeht.

Etwa 4 Stunden nach Sonnenuntergang geht der Mond unter. Als letztes ragt die obere Spitze der Mondsichel heraus. Der Himmel war teilweise bewölkt, auch der Horizont. Ob der sonnenlose Teil bewölkt war, war nicht zu sehen. Die oberen Wolken kann man sehen, weil sie von den Lichtern der Stadt beleuchtet werden.

 

 

Dieses ist das Ende von "Astronomische Frage und Antwort 216"
Zur englischen Version dieses Kapitels: Astronomical question and answer 216

 

 

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