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Astronomische Frage und Antwort 214

 

Frank L. Preuss

 

Was zeigt sich zwei Tage nach Neumond?

 

Am Morgen ist die Sicht zum Meer hin schlecht, man kann es nicht sehen, der Himmel ist bedeckt. Erst nachdem die Sonne ein paar Sonnendurchmesser höher als der Horizont ist, kann man sie sehen, aber nur teilweise, weil der Himmel fast völlig bewölkt ist. Eine Mondbeobachtung kann man da vergessen.

Zwei Tage vor Neumond hatte ich überraschender Weise morgens noch eine abnehmende Mondsichel gesehen und so könnte es heute, zwei Tage nach Neumond, auch sein, daß ich nach Sonnenuntergang eine jetzt zunehmende Mondsichel sehe, aber Neumond ist ja, wie wir bei dem Bild von Nowosibirsk gesehen haben, nicht eine Sache, die den ganzen Tag geschieht, sondern zu einer ganz bestimmten Zeit eines Tages, die man auf die Minute festlegen kann. Und das muß also nicht mittags sein, in der Mitte des Tages.

Vor Sonnenuntergang gibt es keine Wolken am Himmel, doch es ist diesig und man sieht nichts als die Sonne am Himmel – und ihren Hof. Nur in einer ziemlich guten Entfernung von der Sonne kann der blaue Himmel gesehen werden.

Dreizehn Minuten nach Sonnenuntergang sah ich die Sichel des Mondes. Der Himmel war immer noch mehr blau als schwarz. Der Mond war recht hoch oben am Himmel, an einer Stelle, wo ich ihn nicht erwartet hatte und er war wahrscheinlich schon eine Weile bevor ich ihn sah dort, vielleicht sogar, als die Sonne noch oben war. Der Mond zeigte in die Richtung, wo die Sonne untergegangen war, nur tiefer. Ich konnte noch die Landschaft vor mir sehen, es ist noch nicht richtig dunkel.

Die sonnenlosen Gebiete des Mondes haben die gleiche Farbe wie der sie umgebende Himmel, blau. Ich kann keine Sterne sehen.

Es ist jetzt eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang. Der Horizont ist rötlich; der Himmel nicht wirklich schwarz; immer noch keine Sterne. Der Mond ist nicht mehr weiß, sonder gelb, und hebt sich nun mehr ab gegen den Himmel.

Es ist nun eine dreiviertel Stunde nach Sonnenuntergang. Es ist jetzt fast völlig dunkel. Ich kann die rötlichen, sonnenlosen Gebiete des Mondes deutlich sehen und sogar deutlicher den Rand des Mondes dort, wie eine feiner, scheinender halber Ring. Ich kann die ersten Sterne sehen. Es scheint immer noch keine Wolken am Himmel zu geben.

Es ist jetzt eine Stunde und fünfzig Minuten nach Sonnenuntergang. Der Mond ist nun etwas rötlich. Er bewegt sich etwa auf die Stelle zu, wo die Sonne unterging.

Es ist jetzt knapp 2 Stunden nach Sonnenuntergang und die Sichel ist nun etwa drei Sichellängen vom Horizont entfernt und wird blasser, da die Sicht schlechter zu werden scheint.

Es ist jetzt 2 Stunden nach Sonnenuntergang, die Sichel ist etwa 1 Sichellänge über dem Horizont und praktisch nicht mehr zu sehen, ich kann sie nur noch sehen, weil ich weiß, wo ich hinsehen muß.

 

 

Dieses ist das Ende von "Astronomische Frage und Antwort 214"
Zur englischen Version dieses Kapitels: Astronomical question and answer 214

 

 

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