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2.19 Distanzen

 

Frank L. Preuss

 

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Inhalt:

1. Messen mit der Ballmethode
2. Messen mit der Augenmethode
3. Messen mit einer Meßtischplatte
4. Messen mit einem Theodoliten
5. Distanz-Tafel
6. Messen mit der Methode der Wissenschaftler
7. Galaxien

Entfernungseinheiten
Galaxien
Galaxien-Gattungen

 

Wir beschäftigen uns hier mit Distanzen, Entfernungen.

 

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1. Messen mit der Ballmethode

Dies ist eine Methode, die man benutzen kann, wenn die Abmessung des Gegenstandes, dessen Entfernung gemessen werden soll, bekannt ist.

Die Kinder spielen mit einem Ball und treten mit dem Fuß gegen ihn und wir fangen ihn auf und messen seinen Durchmesser. Er ist 30 mm. Wir rollen den Ball etwas von uns weg und wollen nun wissen, wie weit er weg ist, und wir wollen diese Entfernung so messen, ohne daß wir zu dem Ball hingehen und dort ein Bandmaß anlegen, sondern es so tun, wie wir es bei einem Objekt tun würden, zu dem wir keinen Zugang haben oder wo wir uns die Mühe sparen wollen, dort hinzugehen, zum Beispiel auf die andere Seite des Tals, weil im Tal ein Fluß ist, oder weil das Tal von feindlichen Truppen besetzt ist oder weil wir die Entfernung zum Mond messen wollen, und deswegen nicht extra dort hinreisen wollen.

Wir machen folgendes. Wir nehmen wieder das Bandmaß oder das Lineal und halten es parallel zu unseren Augen und eine ganz bestimmte Entfernung von unseren Augen entfernt, sagen wir 100 mm weit weg.

Nun messen wir den Durchmesser des Balls in dieser Situation, also so, daß wir das Bandmaß in die Richtung halten, in der der Ball ist, und den Durchmesser des Balls messen, den wir unter diesen Umständen sehen.

Sagen wir, wir messen 15 mm.

Nun setzen wir die drei Werte, die wir haben, in eine Beziehung, um den gesuchten Wert, den vierten, zu ermitteln.

Es ist ein Dreiecksverhältnis, wo der eine Winkel der Dreiecke, der für uns maßgebend ist, der gleiche bleibt. Und da sich der Winkel nicht ändert, sondern gleich bleibt, brauchen wir keine Winkel berücksichtigen, also keine trigonometrischen Berechnungen anstellen, sondern einfach, mit Seitenverhältnissen rechnen.

Wir haben zwei Dreiecke, die beide die gleichen Winkel haben. Das bekannte Dreieck beginnt bei den Augen und geht dann zum Anfang des Lineals und von dort zum gemessenen Wert auf dem Lineal und von dort wieder zurück zu den Augen. Das zweite Dreieck beginnt auch bei den Augen, geht von da zu der einen Seite des Balls, und dann zu der anderen Seite des Balls, und dann zurück zu den Augen. Und diese Distanz von den Augen zum Ball ist der gesuchte Wert den wir ermitteln wollen.

Die Entfernung des Balles, die gesuchte Größe also, verhält sich zum wirklichen Durchmesser des Balles, wie der Abstand des Lineals vom Auge zu dem scheinbaren Durchmesser des Balles.

Die Distanz des Balles nennen wir D und dann ist das Verhältnis dieser 4 Größen das folgende: D zu 300 ist wie 100 zu 15. Und dann ist D = 30 mal 100 durch 15. Und das ist 200 mm. Oder 30*100/15 = 200 mm.

Das folgende Bild zeigt ganz oben drei Ansichten des Balls. Und das in drei verschiedenen Entfernungen:

Ball2

Links ist der Ball gezeigt, in seiner Größe, wie er sich in 100 mm vor unseren Augen zeigt. Dann daneben in einer Größe, wenn der Ball weiter weg ist und wir ihn dann in 100 mm Entfernung messen und 22 mm messen. Dann ist seine Entfernung 30*100/22 = 136 mm. Und rechts davon ist der Ball gezeigt, wenn er noch weiter weg ist und wir dann in 100 mm Abstand 16 mm messen. Dann ist die Entfernung 30*100/16 = 188 mm von unseren Augen.

Unter dieser Ansicht des Balls in seinen drei Größen und in seinen drei Distanzen ist der Grundriß dieser drei Situationen gezeigt

Wir hatten gesagt, diese Methode funktioniert dann, wenn die Abmessung des Gegenstandes, dessen Entfernung gemessen werden soll, bekannt ist.

Wenn ich die Länge meines Fahrzeuges kenne, sagen wir 20000 mm, und mein Fahrzeug steht quer zu mir in der Distanz D, und ich wissen will, wievel mm das Fahrzeug weg von mir ist, dann halte ich mein Bandmaß 100 mm for meinen Augen und messe so die Länge des Fahrzeugs, und wenn ich dann 200 mm messe, dann ist D = 20000*100/200 = 10000 mm. Das Fahrzeug ist also 10 m weit weg von mir.

Wenn ich die Distanz einer Straße wissen will, die quer zu meiner Blickrichtung, und gerade und horizontal verläuft und ich auch den Abstand der Straßenlaternen dort kenne, sagen wir 100 m, dann kann ich nachts, wenn diese Laternen schön gut als Lichterkette sichtbar sind, 10 solche Abstände mit meinem Bandmaß, in 100 mm Abstand von meinen Augen, messen, und wenn ich dann 10 mm messe, dann ist die Distanz dieser Straße von mir D = 10*100000*100/10 = 10000000 mm = 10000 m = 10 km.

Wenn ich den Durchmesser des Mondes kenne, sage wir 3474 km, und ich nun seinen Durchmesser so messe, wie ich ihn sehe, also das Zentimetermaß in 100 mm Abstand von meinen Augen ist, und ich messe 0,9 mm, dann ist die Entfernung des Mondes von mir, D = 3474 km * 100 mm / 0,9 mm = 3474 km * 111 = 385 000 km.

Für die Sonne wäre das D = 1392700 * 100 / 1 = 139270000 km = 139.270.000 km.

Die lange Seite des Dreiecks ist 100 mal so lang wie die kurze. Wenn die kurze Seite des Dreiecks 1 mm ist, dann ist die lange Seite 100 mm, und wenn die kurze Seite des Dreiecks 1.392.700 km ist, dann ist die lange 100 mal so lang: 139.279.000 km.

Wenn ich mir das Fenster auf der anderen Seite der Straße ansehe, dann kann ich schätzen, daß es 0,8 m breit ist. Auf meinem Zentimetermaß ist es 7 mm. Das Gebäude ist dann D = 800 * 100 / 7 = 11,5 m weit weg von mir.

Ein Mann ist etwa 1700 mm hoch. Auf meinem Lineal, das ich 100 mm vor meinen Augen halte, messe ich 10 mm. Der Mann ist D = 1700*100/10 = 17 m weit weg von mir.

Diese Ballmethode hat also den Nachtteil, daß die Größe des Gegenstandes, dessen Distanz zu messen ist, bekannt sein muß.

Ich nenne sie Ballmethode, weil bei einem Ball die Sicht, aus der man den Gegenstand sieht, und mißt, keine Rolle spielt und weil die meisten Himmelskörper, die ich ja eigentlich messen will, auch die Ballform haben.

 

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2. Messen mit der Augenmethode

Ich kann die Distanz auch messen, ohne die Abmessung des zu messenden Gegenstands zu kennen. Ich benutze meine Augen. Ich benutze die Tatsache, daß meine beiden Augen durch eine Distanz von einander räumlich getrennt sind. Ich mache zwei Messungen, eine mit meinem einen Auge und die andere mit meinem anderen Auge und dann benutze ich den Abstand zwischen meinen beiden Augen als dritte Bekannte in meiner Dreiecksberechnung und rechne damit die vierte Unbekannte aus, die Entfernung des zu messenden Gegenstandes.

Als erstes messe ich diese Distanz zwischen meinen beiden Augen. Ich befestige ein Zentimetermaß horizontal an meinem Spiegel im Badezimmer, in Augenhöhe.

Dann schließe ich mein rechtes Auge und sehe mit meinem linken Auge in mein linkes Auge im Spiegel. Und dann bewege ich meinen Kopf so, daß die Linie zwischen meinem linken Auge und meinem linken Auge im Spiegel in einer Flucht ist mit dem Wert Null auf meinem Zentimetermaß. Dann schließe ich mein linkes Auge, ohne dabei meinen Kopf zu bewegen, und öffne mein rechtes Auge und sehe mit meinem rechten Auge in des rechte Auge im Spiegel und dann lese ich mit meinem rechten Auge den Abstand meiner beiden Augen auf dem Zentimetermaß ab. Dabei muß ich meinen Kopf nicht bewegen. Der Abstand meiner Augen vom Spiegel ist beliebig. Ich kann die Messung bei verschiedenen Abständen vom Spiegel wiederholen.

Sagen wir, ich messe eine Distanz von 70 mm und ich habe dann diese Distanz von meinem linken Auge (L) zu meinem rechten Auge (R) und nenne sie LR.

Auf diesem Abstand LR = 70 mm basiere ich nun meine ganze folgende Meßmethode. Dieser Abstand ist meine Grundlinie und von den beiden Enden dieser Linie aus mache ich meine Beobachtungen und meine Messungen.

Ich mache zwei Messungen. Die erste mit meinem linken Auge, und die zweite mit meinem rechten Auge.

Und ich lese meine Messung ab auf einem Zentimetermaß, das ich einen bestimmten Abstand vor meinen Augen halte. Und diesen Abstand kann ich wählen.

Nun wähle ich wieder einen Meßabstand von 100 mm für meine Meßebene. Und diesen Abstand zwischen meinen Augen und der Meßebene nenne ich A.

Nun messe ich die Distanz eines Punktes P, der eine Distanz, die ich D nenne, von meinem Auge hat. Und dieses Maß, das ich nun messe, ist nicht das Maß von meinem Auge zum Punkt P, sondern das Maß, das ich ich auf einem Zentimetermaß messe, das 100 mm weit weg von meinen Augen ist und das parallel zu meinen beiden Augen ist. Und dieses Maß nenne ich M. M ist meine Messung.

Diese Messung von M auf meinem Zentimetermaß mache ich so: Ich schließe mein rechtes Auge und bringe mein linkes Auge in eine Flucht mit dem Punkt P und dem Wert Null auf meinem Zentimetermaß. Dann, ohne den Kopf zu bewegen, schließe ich mein linkes Auge und öffne mein rechtes Auge und blicke mit meinem rechten Auge auf den Punkt P und lese dann auf dem Zentimetermaß die Messung M ab. Der zu messende Wert ist in einer Flucht mit dem Punkt P und meinem rechten Auge.

Ich habe jetzt vier Werte, von denen drei bekannt sind. Die bekannten sind LR = 70 mm. Dann ist da A = 100 mm. Und das Meßergebnis M sagen wir ist M = 20 mm.

Dann ist das Verhältnis dieser 4 Größen folgendes: D / LR = (D – A) / M.

Dann ist D, die gesuchte Größe, die Distanz des Punktes P von meinen Augen, D = (A * LR) / (LR – M).

Und die drei bekannten Werte in diese Formel eingesetzt ergeben dann für D = (100 * 70) / (70 – 20) = 7000 / 50 = 140 mm.

Die folgende schematische Darstellung zeigt diesen Wert, und andere.

 

Augen-Distanz-Tafel

AugenDistanzTafel2

 

Aus dieser schematischen Darstellung ergibt sich folgende Tabelle:

 

Berechnungen für Augenentfernungsmethode
D LR A M = LR-(A*LR)/D Delta M = M-vorherigesM
mm mm mm mm mm
070100
1007010000,0000,00
1107010006,3606,36
1207010011,6705,30
1307010016,1504,49
1407010020,0003,85
1507010023,3303,33
2007010035,0011,67
3007010046,6711,67
4007010052,5005,83
5007010056,0003,50
10007010063,0007,00
20007010066,5003,50
50007010068,6002,10
7010070,0001,40
Summe70,00

 

Diese Tabelle kann man nun benutzten um mehr Werte zu ermitteln, wenn man zum Beispiel genauere Strichunterteilungen auf der Karte haben will. Oder wenn man seine eigene Augenweite LR einsetzen will oder wenn man den Abstand A anders wählen will.

Wenn ich nun statt des Lineals eine Karte habe, auf der die errechneten Werte schon eingetragen sind, dann kann ich die Entfernung dort direkt ablesen.

 

Augen-Distanz-Messkarte:

Augen-Distanz-Messkarte2

 

Diese Augen-Distanz-Karte ist nicht genau, weil ich sie mit meinem Tabellenkalkulations-Programm gemacht habe und dies erlaubt es mir nicht, Spaltenbreiten so zu bestimmen, wie ich es will. Ich gebe zwar den genauen Wert ein, aber das Programm akzeptiert das nicht und wählt dann einen Wert, der ihm paßt.

Ein Fotograf will ein Objekt fotografieren und will die Distanz von ihm zum Objekt messen. Er nimmt seine Karte und hält sie 100 mm vor seinen Augen und schließt sein rechtes Auge und mit dem linken Auge peilt er das Objekt über den Nullpunkt seiner Karte an, und dann schließt er sein linkes Auge und peilt mit seinem rechten Auge wieder das Objekt an und liest die Distanz auf der Karte ab. Er hat zwei mal mit seinen Augen gezwinkert und schon hat er die Messung gemacht.

Macht er so etwas dauernd, könnte er von einem Kopfband aus die Karte mit dem genauen Abstand von 100 mm vor seinen Augen montieren.

Man kann auch die Karte unten 100 mm länger machen, und diese Verlängerung dann abknicken und als Abstandhalter gegen das Gesicht benutzen.

Man kann diese Karte auch auf Transparentpapier malen, oder auf Glas, so daß man sie von beiden Seiten ablesen kann. Wenn man zum Beispiel mit dem linken Auge besser auf kurze Entfernung lesen kann, dann macht man den ersten Blick mit dem rechten Auge und den zweiten mit dem linken - zum Ablesen. Oder man macht sich eine Karte die von vornherein rechts bei R beginnt und man trägt die Beträge M von R beginnend an.

Will man kleinere Distanzen als 100 mm mit so einer Karte messen, dann muß man sich dafür extra eine Karte machen, da die Werte M von dem Abstand A abhängen.

Wenn man A, also den Abstand der Karte von den Augen, größer macht, vielleicht 1000 mm, dann kann man auch größere Entfernung mit noch guten Ergebnissen messen. Ein Selfie-Stick könnte dann dabei helfen, die Karte vor den Augen zu halten.

Man kann sich also eine Karte machen, die auf dem Abstand A = 1 Meter basiert, das kann man sich aber auch sparen, und die Karte benutzen, die auf einem Abstand von 100 mm beruht und dann den abgelesenen Wert verzehnfacht.

Und auch einen Abstand von A = 10 m kann man haben und dann die abgelesenen Werte verhundertfachen. Nur beruht dieses Verfahren auf dem menschlichen Augenabstand und je weiter die Karte von den Augen weg ist, je mehr wird das Ablesen zum Problem.

Mit so einer Karte kann man also alle Entfernungen messen, auch kleinere als 100 mm. Auch alle großen Entfernungen kann man damit messen, nur von einem bestimmten Abstand vom zum messenden Gegenstand ab, ergibt die Messung dann bald das Ergebnis von Unendlich.

Aber diese Betrachtung zeigen auch, daß wenn man einmal vom menschlichen Augenabstand absieht, und einfach zwei Beobachtung, mit beiden Augen, von zwei verschiedene Positionen aus macht, die sich auf eine entfernte Messlinie beziehen, recht große Entfernungen messen kann.

Entfernungsmessungen, die auf einer Basislinie aufbauen, sind am brauchbarsten, wenn die zu messenden Entfernungen in der gleichen Größenordnung liegen, wie die Länge der Basis ist. Das Messen mit dem Augenabstand bringt also befriedigende Ergebnisse bis nur zu wenigen Metern Entfernung vom Auge bis zum zu messenden Gegenstand. Dann geht die Entfernung bald ins Unendliche, die man da abliest.

Diese Tatsache bringt es nun mit sich, daß es da eine noch bessere Möglichkeit gibt, den Abstand zwischen den zwei Augen zu messen. Man befestigt ein Lineal horizontal in Augenhöhe an der Fensterscheibe und macht das rechte Auge zu und mit dem Linken Auge bringt man einen Gegenstand in der Ferne in Flucht mit dem Nullpunkt des Lineals und dann, ohne den Kopf zu bewegen, macht man das linke Auge zu und blickt mit dem rechten Auge auf den selben Gegenstand und liest den Wert der Blickrichtung auf dem Lineal ab.

Man kann das auch nachts tun, und ein Licht in der Ferne benutzen, auch einen Stern, und da ein Licht in der Ferne eine sehr kleine Fläche auf der Fensterscheibe abgeben kann, kann man einen recht genauen Wert ablesen. Ein so kleines Licht kann ein genauerer Zielpunkt sein, als der Mittelpunkt eines Auges, den man ja abschätzen muß.

Nur muß man darauf achten, daß das Fenster senkrecht zur Blickrichtung ist. Bei einem Spiegel ist der Spiegel automatisch senkrecht zur Blickrichtung, wenn man mit einem Auge geschlossen in sein eigenes Auge sieht.

Es hilft auch, das Kinn auf eine feste Unterlage zu setzen; es verhindert unwillkürliche Bewegungen des Kopfes.

Beim Messen des Augenabstands vor dem Spiegel beeinflußt die Entfernung der Augen vom Spiegel die Messung nicht, weil beide Sehrichtungen parallel sind. Beim Messen am Fenster theoretisch schon, wenn aber die Entfernung des Zielpunktes groß ist, kann man den Einfluß vernachlässigen.

Ich habe den Durchmesser der Sonne, den sich zeigenden Durchmesser der Sonne, schon zweimal gemessen. Einmal an der Fensterscheibe, als mein Auge 100 mm davon entfernt war und kam auf etwa 1 mm. Dann ein zweites mal als mein Auge ein Meter entfernt war, und kam auf einen Wert von etwa 10 mm. Heute nun beobachtete ich wieder einen Sonnenuntergang und wollte sehen, ob sich da die Sonne mit einen Durchmesser von 100 mm zeigt, wenn ich zehn Meter weg vom Fenster bin. Ich befestigte also zwei Streifen schwarzes Papier im Abstand von 100 mm an der Fensterscheibe und der Sonnenuntergang war sehr schön und es gab keine Wolken. Und als ich so auf die Sonne blickte, aus 10 m Abstand vom Fenster, und meine Annahme bestätigt fand, macht ich mein ein Auge zu und blickte nur mit einem Auge zur Sonne hin und danach machte ich das andere Auge zu und blickte mit dem anderen, weil ich das gerade gewohnt war, da ich noch immer mit meinen Augenabstand, und mit dem Messen damit, beschäftigt war, und stellte dann fest, daß sich die Position der Sonne um etwa 70 mm verschob. Und so fand ich diese zweite Methode, den Abstand der zwei Augen zu messen - und probierte ihn sofort aus, wie gerade oben beschrieben.

Sie können auch zwei Lineale nehmen und sie mit verschiedenem Abstand parallel vor ihren Augen halten und dann die beiden Nullpunkte in die Flucht mit Ihrem linken Auge bringen und mit dem rechten Auge die beiden Werte auf beiden Linealen ablesen, die gleich sind.

Diesen abgelesenen Wert können Sie dann überprüfen, indem Sie zwei Linien auf ein Blatt Papier zeichnen, die parallel sind und die den abgelesenen Wert als Abstand haben. Sie bringen dann die linke Linie in die Flucht mit Ihrem linken Auge und prüfen dann, ob die rechte Linie in Flucht mit Ihrem rechten Auge ist.

Man kann auch den Daumen und den Zeigefinger auf die geschlossenen Augen legen und dann den Abstand dieser zwei Finger messen und das gemessene Ergebnis dann nach der gerade erwähnten Methode verbessern.

Wenn man zwei Meßlatten hat, kann man sie parallel zu einander anordnen, und dann die beiden Nullpunkte mit einem Punkt in eine Flucht bringen, dessen Entfernung man messen will, und dann einen Ablesung an irgendeiner zweiten Stelle machen, und aus diesen beiden Werten und dem Abstand der beiden Meßlatten die Entfernung des Punktes ermitteln - auch zeichnerisch.

 

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3. Messen mit einer Meßtischplatte

Wir haben ein Brett auf das ein Quadrat von einem Meter Kantenlänge aufgezeichnet ist. Alle 4 Ecken haben einen Nagel rausgucken. Die Seite zum Beobachter ist die Länge LR und ist ein Meter lang = LR = 1 m. Der linke Nagel ist L und der recht R. Die Seite weg vom Beobachter ist FG und ist ein Meter lang und der Nagel links ist F und der Nagel rechts ist G. Zwischen F und G ist ein Meßband von Null bis 1 m.

Der Abstand zwischen L und F ist A. Und A = 1 m.

Von L zu F wird ein Punkt P anvisiert, dessen Distanz D von L ermittelt werden soll. Dann wird P von R anvisiert und der Wert auf dem Meßband abgelesen. Sagen wir es sind M = 0,960 m.

Das Verhältnis der beiden Dreiecke zueinander ist D/1 = (D-1)/M.

D ist dann D = 1/(1-M).

In unserem gemessenen Fall ist das dann D = 1/(1-0,960) = 1/0,040 = 25 m.

Man kann auch gleich von rechts, also von G die 0,040 m (40 mm) ablesen, und davon den Kehrwert nehmen und man hat die Entfernung.

Für die Messung der Entfernung eines weiteren Punktes, P2, wird für M2 = 0,5 m abgelesen. Der Abstand von G ist dann auch 0,5 m. Der Kehrwert davon ist 2 m. Und das ist dann D2.

Nun kann man sich für verschieden entfernte Punkte die Ablesung ermitteln, und damit eine Skala zeichnen, auf der man gleich die Entfernungen ablesen kann.

Man könnte folgende Tafel haben:

 

Berechnungen für Meßtischplatten-Methode
D LR A M = LR-(A*LR)/D Delta M = M-vorigesM
m m m m m
011
1,01100
1,1110,0910,091
1,2110,1670,076
1,3110,2310,064
1,4110,2860,055
1,5110,3330,048
2110,5000,167
3110,6670,167
4110,7500,083
5110,8000,050
10110,9000,100
20110,9500,050
30110,9670,017
40110,9750,008
50110,9800,005
100110,9900,010
200110,9950,005
300110,9970,002
111,0000,003
Total1,000

 

Und diese Skala bringt man dann zwischen den Punkten F und G an und kann dann gleich die Entfernung eines Punktes P ablesen.

Als Beispiel für eine Anwendung einer solchen Meßtischplatten-Messung könnte die Bebauung eines Grundstückes sein. Auf dem Grundstück stehen Bäume und die sollen erhalten bleiben und nun will der Mann eine Zeichnung haben, wo er genau festlegen kann, wo Gebäude und Zugangswege und Abwasserleitungen gebaut werden sollen, die weg von den Bäumen bleiben.

Er nimmt seine Meßtischplatte, peilt seinen ersten Baum an, über L, zieht eine Linie in der Richtung, dann peilt er den Baum über R an und mißt die Distanz zu diesem Baum und kann nun schon die Position dieses Baumes in seinem Pan eintragen.

Er kann zum Beispiel mit dem Grundstückspunkt anfangen, der am weitesten links ist, und dessen Richtung ist dann die Richtung von L zu F. Und dann peilt er den Baum an, der am weitesten links ist, und zeichnet dessen Richtung ein und danach die Richtungen aller Bäume. Dann mißt er die Distanz des Grundstückspunkt und trägt sie auf der schon vorhandenen Linie ein. Dann dreht er die Meßtischplatte, also die Richtung von L nach F, in Richtung des ersten Baumes, und mißt dessen Distanz, und markiert diese auf der schon existierenden Richtungslinie. Und dann dreht er die Meßtischplatte zum zweiten Baum und markiert die gemessene Distanz auf dessen Linie, und so macht er es auch mit alle anderen Bäumen.

Und zum Schluß nimmt er den Grundstückspunkt, der am weitesten rechts ist. Damit ist dann auch die Orientierung in Nord-Süd-Richtung gegeben.

Er hat dann einen Plan, in dem die Positionen aller Bäume eingetragen sind und kann nun dort seine Bauwerke planen und in der Zeichnung einzeichnen, wo keine Bäume sind.

Das Ganze kann man auch höhenmäßig machen, also die Bodenhöhe der Bäume einmessen, und dann kann man sich sogar daraus die Konturen des Grundstückes ermitteln.

Will man nur Entfernungen messen, braucht man nur die vier Ränder dieser Meßtischplatte und die können aus vier Stäben bestehen und können zusammenklappbar sein und leicht zu transportieren sein. Und dann kann man diese trotzdem als Meßtischplatte benutzen, indem man eine Zeichnung darunter legt.

Diese Vermessungsvorrichtung muß nicht nicht ein Quadrat sein, und die Seitenlänge muß nicht ein Meter sein. Wir haben das nur genommen, weil es das Rechnen damit vereinfacht. Sie kann zum Beispiel ein Rechteck sein und die Seitenlängen könne so groß oder so klein sein, wie es einem paßt. Die können kilometerlang sein, und damit recht brauchbare Werte liefern.

 

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4. Messen mit einem Theodoliten

Anstatt mich nun auf den Punkt L und dann auf den Punkt R zu stellen, könnte ich auch einen Theodoliten zuerst auf den Punkt L stellen und dann den Winkel zwischen P und R messen und dann den Theodoliten auf den Punkt R stellen, und den Winkel zwischen P und L messen, und aus diesen beiden Winkeln könnte ich dann mit der Hilfe des Abstandes der beiden Positionen des Theodoliten die Entfernung zum Punkt P ermitteln. Ich könnte hierzu trigonometrische Berechnungen anstellen, die relativ einfach sind, ich könnte aber auch die Werte maßstäblich auf Papier auftragen, und so die Entfernung zeichnerisch ermitteln.

Bei der Benutzung eines Theodoliten hat man den Vorteil, daß man relative große Basislinien zur Messung heranziehen kann.

Man kann also eine Theodolitenposition auf einer Anhöhe haben und eine zweite auf einer anderen, von der man die erste sehen kann, und wo man dann auch die Entfernung dieser beiden Theodolitenpositionen bestimmen kann. Dann hat man vielleicht eine Basislinie von mehreren Kilometern.

Man kann natürlich von diesen beiden Position auf Anhöhen auch mit jeder anderen Methode Winkel messen, nur das Messen der Entfernung zwischen diesen beiden Punkten ist schon eine andere Sache, sie beruht auf einem ganzen System von bestehenden Vermessungspunkten, die in einer relativ langen Zeit sich entwickelt haben und immer wieder von neuem gemessen und damit überprüft werden und wenn ein Punkt Probleme macht, dann spricht sich das schnell herum bei den Menschen, die damit zu tun haben.

Man kann zum Beispiel einen bekannten Vermessungspunkt haben, der sich dann aber anfängt zu bewegen, weil sich die Erdoberfläche ja auch dauernd bewegt oder es zu menschgemachten Bewegungen kommt, zum Beispiel durch Setzungen verursacht von Bauwerksbelastungen oder durch Untergundveränderungen verursacht durch Bergbau oder Erdbeben.

Dann kann man Theodolitenpositionen haben, die auf verschiedenen Kontinenten sind. Und dann kann man als Basislinie den Durchmesser der Umlaufbahn der Erde um die Sonne nehmen. Und mit der Raumfahrt kann man noch größere Grundlinien haben, von denen aus man einen entfernten Himmelskörper anvisieren kann, und die unterschiedlichen Winkel messen kann.

Nur ist es so, daß bei all diesen Messungen es um Verhältnisse in einem Dreieck geht. Und oft kann man sogar noch ohne Winkel auskommen, wo man nur Seitenlängen zur Ermittlung heranzieht, denn ein Winkel ist ja eigentlich eine Beschreibung von dem Verhältnis von zwei Seiten eines Dreiecks zueinander.

Wenn man die Seitenlängen von allen drei Seiten eines Dreieck hat, ist das Dreieck bestimmt. Wenn man die Winkel von allen drei Ecken eines Dreiecks hat, ist das Dreieck nur seiner Form nach gestimmt, aber nicht seiner Größe nach; ich habe dann Angaben über das Verhältnis der Seiten zueinander, weiß aber nichts über die Seitenlängen.

Wenn man mit einem Theodoliten arbeitet, kann es empfehlenswert sein, zuerst das Instrument zu prüfen. Man sieht sich einen der Vollkreise an und dreht ihn bis 360o und wenn er dann nicht gleichzeitig bei Null anfängt, sondern bis 400o weitergeht, dann kann es passieren, daß wenn man einen rechten Winkel abstecken will, und dafür 90o nimmt, das nicht so gut ist.

Wenn wir mit Seitenlängen rechnen, dann haben wir zwei Seitenlängen eines bekannten Dreiecks und ermitteln eine Seitenlänge eines unbekannten Dreiecks, das aber die gleichen Winkel hat, wie das bekannte. Wenn wir mit Winkeln rechnen, also mit einem Theodoliten zum Beispiel, dann haben wir eine Seitenlänge eines unbekannten Dreiecks und auch zwei Winkel dieses unbekannten Dreiecks, und ermitteln daraus eine zweite Seitenlänge.

Es wird also immer ein vierter Wert gesucht. Drei Werte sind bekannt, und der vierte, die Unbekannte, wird gesucht.

 

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5. Distanz-Tafel

Siehe 2.20 Distanz-Tafel

 

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6. Messen mit der Methode der Wissenschaftler

Vor mir steht ein Glas Wasser. Das Glas ist 500 Millimeter weit weg von mir. Es ist der Punkt P. Ich nehme meine Augen-Distanz-Messkarte und sehe, daß das so ist. Meine beiden Augen und das Glas bilden die drei Ecken eines Dreiecks. Alle Werte des Dreiecks liegen fest. Da ist einmal der Abstand zwischen meinen beiden Augen, LR, und der ist 70 mm. Dann ist da der Abstand vom Glas zu meinem Gesicht, der ist 500 Millimeter. Damit habe ich zwei Werte. Der dritte Wert ist die Tatsache, daß es ein gleichseitiges Dreieck ist. Der Abstand L von P ist auch der Abstand R von P.

Der Mittelpunkt der Linie von L nach R, also da wo meine Nase ist, ist 500 mm weit weg von P. Diese Linie zwischen diesem Mittelpunkt, den wir M nennen, und P steht senkrecht auf der Linie zwischen L und R. Das Dreieck zwischen L und M und P ist ein rechtwinkliges Dreieck. Das Dreieck zwischen R und M und P auch. Beide sind gleich groß.

Bei beiden Seiten der beiden Dreiecke haben die längeren Seiten eine bestimmte Neigung zu der gemeinsamen Linie und diese Neigung bestimmt die Form des Dreiecks, nicht die Größe, aber die Form, und mit dieser Neigung lassen sich all Dreiecke berechnen, die die gleiche Neigung haben, die gleiche Form haben, so wie wir es bisher bei unseren Betrachtung benutzt haben.

Und diese Neigung kann als Winkel betrachtet werden. Und da kommt Trigonometrie, Winkelberechnung, hinein. Der Winkel an Punkt P, zwischen der Richtung nach L und der Richtung nach M, nennen wir Alpha.

Der Tangens des Winkels Alpha ist LM/MP = 35/300 = 0,117. Und Alpha ist dann 6,7 Grad. Dies ist eine einfache Beschreibung des Verhältnisses dieser beiden Seiten zueinander und damit läßt es sich einfacher rechnen.

Zum Beispiel kann ich nun direkt den Winkel bei L berechnen. Er ist 90 Grad minus 6,7 Grad = 83,3 Grad. Und diesen Winkel könnte ich Beta nennen.

Ich könnte das Dreieck auch aufzeichnen und dann daraus alle gesuchten Werte abmessen, aber je kleiner ein Winkel wird, je unpraktischer ist eine solche Lösung.

Ich kann nun auch ein solches Dreieck dadurch bestimmen, daß ich den Winkel Beta messe. Wenn ich den Winkel Beta habe, und ich habe den Abstand LM, kann ich die Entfernung des Punktes P errechnen.

Ich kann nun zum Beispiel die Basislinie LR recht groß wählen und an L und an R den Winkel zum Punkt P messen und dann die Entfernung des Punktes P errechnen.

"Die Methode der Entfernungsbestimmungen mit Hilfe der jährlichen trigonometrischen Parallaxen versagt, wenn der Betrag der Parallaxen dem mittleren Fehler nahekommt. Das ist bereits bei einem Abstand von etwa 100 Lichtjahren der Fall. Leider ist also mit dieser Methode nur ein sehr kleiner Teil des Weltalls zu erfassen. Jenseits der Grenze von etwa 100 Lichtjahren müssen andere, weniger direkte und meist weniger genaue Methoden herangezogen werden."

Eine Parallaxe ist die scheinbare Verschiebung der Position eines durch die Veränderung der Position des Beobachters hervorgerufenen himmlischen Gegenstandes.

Wenn ich also zu etwas mit nur meinem linken Auge hinsehe, und dann nur mit meinem rechten Auge, dann verursacht das eine scheinbare Verschiebung dieses Gegenstandes.

Und ich kann das feststellen, indem ich die Position, die scheinbare Position, mit etwas vergleiche, das nahe der Richtung meiner Sicht ist, aber eine andere Distanz hat.

Wenn ich also aus dem Fenster sehe, dann sehe ich eine Straßenlaterne. Ich sehe nun mit nur meinem linken Auge zur Laterne hin und sie hat eine gewisse Distanz zum Fensterrahmen, und wenn ich mit meinem rechten Auge sehe, dann hat sie eine scheinbare Position zum Fensterrahmen, die anders ist. Sie hat sich nach rechts bewegt.

Wenn ich nun nur mit meinem linken Auge zum Fensterrahmen sehe, dann hat der Fensterrahmen einen bestimmten Abstand zur Laterne. Wenn ich nun nur mit meinem rechten Auge hinsehe, dann hat der Fensterrahmen eine andere scheinbare Position zu der Laterne. Er hat sich nach links verschoben.

Wenn ich nun bei Sonnenuntergang zur Sonne hinsehe, mit nur meinem linken Auge, dann hat die Sonne einen bestimmten Abstand zum Fensterrahmen. Wenn ich nun mit nur meinem rechten Auge zur Sonne hinsehe, dann hat sich die Sonne nach rechts verschoben.

Da wir nun eigentlich die Distanz von Sternen bestimmen wollen mit unseren Untersuchungen, wie Entfernungen bestimmt werden können, wollen wir uns ein Beispiel ansehen, wo bereits alle Werte bekannt sind, und sehen, wie sie sich zueinander verhalten.

Unser Beispiel ist der Stern, der näher an uns dran ist, als alle anderen Sterne, außer der Sonne, und das ist Proxima Centauri. Er ist 4,2 Lichtjahre von uns weg. Und das sind 40 x 1012 km. Und er hat einen Winkel, bei Proxima Centauri gemessen, der 0,762 Bogensekunden hat.

Da er der allernächste Stern ist, wurde er auch lateinisch Proxima Centauri genannt.

Wir benutzen ein Dreieck, um die Situation zu rekonstruieren. Das Dreieck sieht so aus:

StellarParallax

Am rechten Ende der horizontalen Linie ist der Stern, Proxima Centauri. Am linken Ende dieser horizontalen Linie ist unser eigener Stern, die Sonne. Unter der Sonne ist E und das ist unsere Erde auf ihrer Umlaufbahn, dem roten Kreis. Die Distanz von Proxima Centauri von uns ist r, 4,2 Lichtjahre und das sind 4,2 * 9,46 * 1012 km = 40 * 1012 km.

Die Distanz von uns zur Sonnen ist eine AE = astronomische Einheit = 150 * 106 km = 150.000.000 km.

Der Winkel Beta wird also von zwei Punkten der Umlaufbahn der Erde um die Sonne gemessen. Und sie sind ein viertel Jahr auseinander. Und die Basislinie des Dreiecks ist AE.

Der Winkel p, von Proxima Centauri gemessen, ist 0,762 Bogensekunden. Wenn sie von Bogensekunden reden, dann bezieht sich das Wort Bogen auf einen Teil des Umfangs eines Kreises. Und das soll anzeigen, daß diese Sekunden keine Zeitsekunden sind, sondern räumliche Sekunden.

0,762 Bogensekunden sind nun 0,762/60 = 0,0127 Bogenminuten, und das sind 0,0127/60 = 0,000211667 Bogengrad.

Der Tangens von 0,000211667 Bogengrad ist 3,69418 * 10-6.

Und der Tanges ist auch AE/r. Es ist eigentlich der Sinus, aber dieser Unterschied spielt bei solchen kleinen Winkeln keine Rolle.

Und die Distanz r ist dann r = 150.000.000/0,00000369418 = 4,06044 * 1013 km. Und das sind 40 * 1012 km.

Und der Tangens ist AU/r = 150.000.000/40.000.000.000.000 = 3,75 * 10-6.

Wir sind also hier, mit unseren Berechnungen, zum gleichen Ergebnis gekommen, das wir in einem astronomischen Buch finden.

Die Basislinie des Dreiecks, die bei dieser Berechnung benutzt wird, ist also der Durchmesser der Erdumlaufbahn um die Sonne und das sind zwei AU. Im Abstand von einem halben Jahr wird also der Winkel Beta gemessen, der Winkel zwischen der Sonne und dem Stern. Und der ist etwas kleiner als 90 Grad. Dann hat man zwei Winkel des Dreiecks und die Summe davon zieht man von 180 Grad ab und hat dann 2 * p, den dritten Winkel des Dreiecks. Und p ist dann die Hälfte davon.

Beim Proxima Centauri ist p = 0,762 Bogensekunden.

Bei einem Theodoliten hat man einen Meßkreis von vielleicht einer Handspanne Durchmesser und bei einem Observatorium ist er viel größer.

Wenn wir einen Meßkreis mit 100 m Durchmesser haben, dann ist die Meßlänge für 360 Grad = 100 * 3,14 = 314 m. Für 1 Sekunde ist sie dann 314000/(360*60*60) = 314000/1296000 = 0,24 mm. Man könnte also den Meßkreis so groß machen, wie es einem beliebt um die Genauigkeit zu verbessern, aber das würde nicht die oben genannten Grenzen überwinden.

Und das ist die Methode der Entfernungsbestimmungen mit Hilfe der jährlichen trigonometrischen Parallaxen. Und die Astronomen nennen das die Sternparallaxe. Und den Winkel p nennen sie die Parallaxe.

Und dann haben sie noch die Sonnenparallaxe und die Mondparallaxe.

Bei der Mondparallaxe haben sie als Basislinie zwei Punkte auf der Erde. Eine sehr kurze Basislinie ist die Linie zwischen unseren zwei Augen. Und je größer diese Basisline ist, je realistischer ist dann die Entfernungsbestimmung. Und das besonders, wenn es um große Entfernungen geht, wie in der Astronomie.

Bei der Sonne und bei dem Mond und bei den Planeten, also bei Objekten in unserem Sonnensystem, macht das alles Sinn, je weiter es dann aber weg geht, je problematischer wird es.

 

^

7. Galaxien

Der Kern eines Atoms hat hier einen Durchmesser von 10 fm. Der Durchmesser eines Atoms ist hier 2 Å. Der Abstand von einem Atom zu einem anderen ist auch 2 Å, weil sie direkt nebeneinander sind. Dieser Abstand ist der Abstand vom Zentrum des einen Atoms zum Zentrum des anderen Atoms. Das Größenverhältnis der Größe des Atoms zur Größe des Atomkerns
= 2 Å zu 10 fm
= 2 x 10-13 km / 10 x 10-18 km
= 2 x 104.
Das ist 20,000.

Jetzt kommt eine Tafel, die Information über Entfernungseinheiten bringt, die also auch solche Einheiten wie fm und Å beinhaltet:

 

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Entfernungseinheiten
12345678910
Längeneinheit km Vergleich 1 Vergleich 2
Name Sym- bol metrischcompute- risch Wert Ein- heit Wert Ein- heit
Femtometerfm1 x 10-181,00E-180,000010000000Å
ÅngstromÅ1 x 10-131,00E-13=100 000fm=0,100000000000nm
Nanometernm1 x 10-121,00E-12=10Å=0,000000001000m
Meterm1 x 10-031,00E-03=1 000 000 000nm=0,001000000000km
Kilometerkm1 x 1001,00E+00=1 000m=0,000000006667AE
Astro- nomische EinheitAE1,50 x 1081,50E+08=150 000 000km=0,000015900000Lj
LichtjahrLj9,46 x 10129,46E+12=63 100AE=0,306600000000pc
Parsecpc3,09 x 10133,09E+13=3,262Lj=0,001000000000kpc
Kiloparseckpc3,09 x 10163,09E+16=1 000pc=0,001000000000Mpc
MegaparsecMpc3,09 x 10193,09E+19=1 000kpc=0,001000000000Gpc
GigaparsecGpc3,09 x 10223,09E+22=1 000Mpc

 

Die Sonne hat einen Durchmesser von 1.392.700 km. Die Entfernung zwischen der Sonne und dem nächsten Stern, dem Proxima Centauri, ist 4,2 Lichtjahre oder 40.000.000.000.000 km. Diese Entfernung nehmen wir als Durchmesser des Sonnensystems. Ein Sonnensystem ist direkt neben dem nächsten Sonnensystem, denn den Anziehungseinfluß eines Körpers kann man nicht begrenzen, er wird nur dort ineffektive, wo der Anziehungseinfluß eines anderen Körper größer wird. Das Größenverhältnis der Größe des Sonnensystems zur Größe der Sonne
= 40.000.000.000.000 km / 1.392.700 km
= 28.721.189.
Das ist etwa 30.000.000.

Die Größe der Milchstraße wird mit 100.000 Lichtjahren angegeben. Die Entfernung zur nächsten Galaxie, der Andromeda-Galaxie, ist 2.400.000 Lichtjahre. Dies nehmen wir als Größe unserer Galaxie an, denn der Stern, der im Zentrum unserer Galaxie ist, hat auch einen Einfluß bis dort, wo ein entsprechender Stern, also das Zentrum der Andromeda-Galaxie, dann mehr Einfluß hat.

Das Größenverhältnis der Größe der Milchstraße zur Größe des Sonnensystems
= 2.400.000 Lj / 40.000.000.000.000 km
= 2.400.000 Lj / 4,228 Lj
= 567.000.
Das ist etwa 600.000.

Wenn man das Größenverhältnis des Sonnensystem zur Sonne für die Galaxie übernimmt, dann kommt man zu der Größe des Sterns in der Mitte der Galaxie von
= 2.400.000 Lj / 30.000.000
= 0,08 Lj.
Das sind etwa 750.000.000.000 km.

Zwei Galaxien, die Milchstraße und die Andromeda-Galaxie, gehören zur Lokalen Gruppe.

Die Lokale Gruppe ist eine Gruppe von Galaxien die zur Virgo-Super-Gruppe gehört, und die Virgo-Super-Gruppe ist eine Gruppe von Galaxien die zur Laniakea-Super-Gruppe gehört.

Die folgende Tafel gibt Information:

 

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Galaxien
1234567891011121314151617
System Durchmesser des Systems Abstand des Systems zum Nachbarsystem Durchmesser des Kerns Ver- hältnis
Name Durch- messer Umrechnung km Abstand km Durch- messer Umrechnung km Durch- messer des Systems zu Durch- messer des Kerns Abstand des Systems zu Durch- messer des Kerns Abstand des Systems zu Durch- messer des vorigen Systems
Atom2Å1,00E-13km/Å2,00E-132Å2,00E-13 10fm1,00E-18km/fm 1,00E-172,00E+042,00E+04
Son- nen- system1,0Lj9,46E+12km/Lj9,46E+12 4,2Lj3,97E+13 1 392 700km1km/km 1,39E+066,81E+062,86E+07
Milch- straße100 000Lj9,46E+12km/Lj9,46E+172 500 000Lj2,37E+19 2,51E+06
Lokale Gruppe10 000 000Lj9,46E+12km/Lj9,46E+19
Virgo- Super- Haufen100 000 000Lj9,46E+12km/Lj9,46E+20
Lani- akea- Super- Haufen520 000 000Lj9,46E+12km/Lj4,92E+21

 

In Anbetracht der Information, die dann jetzt nachfolgt, ergibt sich folgendes: Die Lokale Gruppe ist eine Gruppe von Galaxien die zur Virgo-Super-Gruppe gehört, und die Virgo-Super-Gruppe ist eine Gruppe von Galaxien die zur Laniakea-Super-Gruppe gehört, und all diese Gruppen gehören zur Galaxie der zweiten Gattung und sind dort Teile dieser Galaxie der zweiten Gattung, wie zum Beispiel spiralförmige Arme, die sich aus dem zentralen Wulst, dem Kern, herausringeln.

Für das Größenverhältnis von Sonne zu Erde, und auch von dem Stern im Zentrum unserer Milchstraße zur Sonne, finden wir Angaben im Werk von Jakob Lorber. In den Werken von Jakob Lorber und von Bertha Dudde gibt es eine große Menge von Information über den Kosmos. Eine besondere Information über die Größe des Kosmos findet man in dem Werk von Jakob Lorber genannt "Das große Evangelium Johannes" und dort im Band 06, Kapitel 245.

Dieses Kapitel 245, jl.ev06.245,01-20, folgt jetzt:

   01] Sagte der Schriftgelehrte: »Ja, Herr und Meister, nun ist auch mir alles klar; doch wir alle zusammen werden nichts vermögen gegen die Macht der Weltherrscher! Und diese werden ihre Strafkodexe darum nicht ändern und werden ihre Todesurteile fällen nach wie zuvor, und Deine Lehre in dieser Hinsicht wird den Sinn der Weltgroßen und Mächtigen nicht beugen!«

   02] Sagte Ich: »Was du weißt, das weiß Ich wohl auch, wie es mit den Weltgroßen in aller Welt steht. Zu denen habe Ich auch nicht geredet, sondern nur zu euch! Ihr aber werdet auch zu den Weltgroßen kommen und ihnen Meinen Willen kundtun können. Die es annehmen werden, die werden auch wohl und gut fahren, - die es aber nicht annehmen werden, sondern ihr Gericht halten wie zuvor, die werden auch danach ihren Lohn von dorther erhalten, von woher sie ihr Gericht genommen haben; denn die es nicht von Mir haben und hinfort auch nicht haben wollen, die können es doch von nirgend anderswoher haben als nur aus der Hölle, und so werden sie auch von ihr den Lohn dafür ernten!«

   03] Sagte der gelehrte Pharisäer: »Ja, Herr, wenn sie das Bild vom verlorenen Sohne hören und verstehen werden, da werden sie sich aus der Hölle am Ende nicht gar zuviel machen!«

   04] Sagte Ich: »Sorge du dich um etwas anderes! Die Zeit, binnen welcher dem verlorenen Sohne (Das ist der Große Weltenmensch im unendlichen Schöpfungsraum.) die ausgesprochene Hoffnung gegeben ist, ist keine so kurze, wie du sie dir etwa vorstellst. Ich will dir die Dauer der gerichteten Welten zeigen, und so höre!

   05] Die Erde ist gewiß kein kleiner Weltkörper, und die Sonne ist gerade um tausendmal tausend Male größer als diese ganze Erde; aber schon die nächste Zentralsonne ist mehr denn zehnmal hunderttausend Male größer als diese Sonne, welche dieser Erde leuchtet und bald aufgehen wird, und hat mehr Körperinhalt als alle die zehnhundertmal tausendmal tausend Planetarsonnen samt allen ihren Erden und Monden und Kometen, die sich alle in für euch undenkbar weit gedehnten Kreisen mit ihrem Angehör um eben solch eine Zentralsonne in großer Schnelle bewegen und dennoch, besonders die entferntesten, oft tausendmal tausend dieser Erde Jahre benötigen, um nur einmal ihre weite Bahn durchzumachen und wieder am alten Flecke anzulangen.

   06] Nun gibt es aber noch eine zweite Gattung von Zentralsonnen, um die sich in noch endlos größeren Bahnen ganze Sonnengebiete mit ihren Zentralsonnen bewegen, von denen die entferntesten Gebiete schon eine Äone von diesen Erdenjahren benötigen, um diese zweite Zentralsonne nur einmal zu umkreisen. Eine solche zweite Zentralsonne, um die nun ganze Sonnengebiete mit ihren Zentralsonnen kreisen, wollen wir samt ihren tausendmal tausend Sonnengebieten ein Sonnenweltall nennen.

   07] Nun denket euch aber wieder eine ebenso große Anzahl solcher Sonnenweltenalle! Diese haben wieder in einer für keinen Menschenverstand mehr meßbaren Tiefe und Ferne eine gemeinsame Zentralsonne, die in sich als Weltkörper noch um zehnmal tausendmal tausend Male größer ist als die Sonnenweltenalle, die um sie in unermeßlich weiten Kreisen bahnen.

   08] Diese Sonnenweltenall-Gesellschaft mit einer Zentralsonne wollen wir ein Sonnen-Allall nennen. Solcher Allalle gibt es wieder eine für euch nicht zählbare Menge, und alle haben in einer endlosen Tiefe wieder eine allerungeheuerst große Urzentralsonne, um die sie ohne Störung ihrer vielen Separatbewegungen wie ein Körper in einer nur für Engel meßbaren weiten Bahn kreisen, und ein solches Sonnen- und Weltensystem um eine Urzentralsonne wollen wir darum, um es als einen faßbaren Begriff zu bezeichnen, eine Sonnen- und Welten-Hülsenglobe nennen, weil alle diese vorbezeichneten Allalle, nach allen Richtungen um die Urzentralsonne kreisend, eine unermeßlich große Kugel darstellen und infolge ihrer notwendig nahezu gedankenschnellen Bewegung und der dadurch bewirkten Wurfkraft nach außen hin in freilich einer für euch nicht meßbaren Tiefe und Ferne eine Art Hülse bilden, deren Dichtigkeit der atmosphärischen Luft dieser Erde gleichkommt und von innen bis nach außen hin einen Durchmesser hat, der nach den Weiten dieser Erde zu messen mit tausendmal tausend Äonen noch viel zu gering angenommen wäre.«

   09] Sagten der Schriftgelehrte und der Römer und Mein Lazarus: »Herr, uns ergreift ein Schwindel vor dieser allererschrecklichsten Größe Deiner Schöpfung! Kann die ewig je ein Engel übersehen und begreifen in ihrer Wahrheit?«

   10] Sagte Ich: »Ganz sicher; denn sonst wäre er kein Engel! Aber laßt von eurem Schwindel nur ab, denn es wird schon dicker kommen; denn jetzt habe Ich euch erst kaum einen Punkt von der Größe Meiner Schöpfung gezeigt!

   11] Wir sind bei der großen Hülse als der gemeinsamen Umfassung aller der zahllos vielen Allalle stehengeblieben. Wie sich diese Umhülsung bildet, habe Ich bereits kurz erwähnt. Aber warum wird sie gebildet?

   12] Seht, jedes in sich Ganze, vom Größten bis zum Kleinsten, hat zur Deckung und zum Schutze seines kunstvollsten Innern eine Umhäutung! Diese Umhäutung aber hat auch noch den gar wichtigen Zweck, daß sie das Unreine vom innern Mechanismus eines belebten Körpers in sich aufnimmt und als ein zum organischen Leben Untaugliches nach außen hinausleitet, dafür aber dann von außen her geläuterten Lebensnährstoff aufsaugt und zur Lebensstärkung dem innern organischen Körperlebensmechanismus zuführt. Aus dem könnet ihr nun wenigstens euch dahin einen klaren Begriff machen, warum Ich das ganze Sonnen- und Welten-Allall- Kompendium eine Hülsenglobe nenne.

   13] Fraget aber ja nicht etwa nach der Größe und Länge des Durchmessers einer solchen Hülsenglobe! Denn für den Menschen dürfte schwerlich je auf dieser Erde eine Zahl ausgedacht werden, durch die man, die Entfernung von dieser Erde bis zur Sonne hin, die doch bei 44mal tausendmal tausend Stunden Ferne beträgt, als Einheitsmaß genommen, (einen solchen Hülsengloben- Durchmesser) hinreichend bestimmen könnte, denn äonenmal Äonen solcher Entfernungen reichten kaum auf ein Sonnenwelten-Allallgebiet aus, deren es in einer Hülsenglobe, wie schon gezeigt, eine beinahe zahllose Menge gibt. Also habe Ich bei euch aber dennoch den Begriff von der beinahe unendlichen Größe einer Hülsenglobe festgestellt, und auf diesem Grundstein können wir nun schon weiterbauen.

   14] Seht, solch eine Hülsenglobe aber ist eigentlich nur ein einziger Punkt in Meinem großen Schöpfungsraume! Wie aber solches zu denken und zu begreifen ist, werde Ich euch allen sogleich zeigen.

   15] Denket euch nun ganz außerhalb der ungeheuerst großen Hülse oder äußersten Haut einer vorbeschriebenen Globe einen ungeheuerst weiten Raum als nach allen Seiten hin ganz leer, und das so weit hin, daß jemand, selbst mit dem schärfsten Auge versehen, von der ganzen nahezu endlos großen Hülsenglobe nichts mehr als nur ein matt schimmerndes, allerkleinstes Pünktchen entdecken würde, und in der entgegengesetzten Richtung wieder ein solches, das ganz natürlich dann wieder eine Hülsenglobe ist. Das gäbe dann so ungefähr ein Maß der Raumweite zwischen zwei Hülsengloben, eine so groß wie die andere, und doch schrumpften sie durch die ungeheuerste Entfernung schon auf dem halben Wege zu einem kaum bemerkbaren Schimmerpunkte zusammen, und wir hätten nun also zwei nachbarliche Hülsengloben kennengelernt.

   16] Was werdet ihr aber sagen, so Ich euch nun anzeige, daß es solcher Hülsengloben im endlos großen Schöpfungsraume für euren noch so hellen Menschenverstand wahrhaft zahllos viele gibt, die aber alle nach Meiner Ordnung in der Gesamtumfassung ganz genau einen Menschen mit allem und jedem darstellen?

   17] Frage: Wie groß muß der Mensch sein, wenn schon eine Hülsenglobe so endlos groß ist und noch äonenmal äonen Male größer die Entfernung von einer Hülsenglobe zur andern!

   18] Aber auch dieser Mensch ist in seiner äußersten Umfassung ebenso wie jede einzelne Hülsenglobe mit einer Art Haut umgeben. Freilich ist solch eine Haut noch ums für euch unaussprechliche dicker - um recht verständlich zu reden - als die einer Hülsenglobe und hat doch denselben Zweck im Allgemeinen und für eure Begriffe endlos Großen wie die Haut einer einzelnen Hülsenglobe. Ihr werdet euch nun wohl denken, was es dann außerhalb dieses Menschen gibt, und worauf dieser beinahe endlos große Mensch steht, und was er als Mensch für sich tut.

   19] Außerhalb dieses Weltenmenschen geht nach allen Richtungen der freie Ätherraum ewig fort, den dieser Mensch in einem für eure Begriffe wahrhaft endlos großen Kreise, durch Meinen Willen getrieben, mit für euch unbegreiflicher Schnelle durchfliegt, und das wegen des Nährstoffes aus dem endlosesten Äthermeere, das er gewisserart wie ein Fisch durchschwimmt. Da es im freien, großen Ätherraume nirgends oben oder unten gibt und kein Wesen weder auf die eine noch auf die andere Seite irgendwohin fallen kann, so steht dieser Mensch also ganz gut und fest im Ätherraume wie diese Erde, die Sonne und alle die äonenmal Äonen Sonnen in eine Hülsenglobe.

   20] Seine handelnde Bestimmung ist, alle die in ihm enthaltenen großen Gedanken und Ideen Gottes auszureifen für die einstige freieste und selbständige Geisteslebensbestimmung.«

Aus dieser Information von Jakob Lorber geht hervor, daß es vier Gattungen von Galaxien gibt.

Da ist eine Größenangabe, die wiederholt wird, und das ist das Volumen von Körpern. Und bei den Körpern geht es um Zentralsonnen. Und eine Zentralsonne ist der Mittelpunkt einer Galaxie.

Den ersten Wert, den Jesus gibt, ist eine Millionen. Und um diesen Wert ist die Sonne größer als die Erde.

Zunächst wollen wir sehen, ob es da wirklich um Volumen geht, oder nicht vielleicht um Durchmesser.

Wenn man von der Größe einer Kugel spricht, könnte man auch den Durchmesser der Kugel meinen. Dann wäre das Verhältnis der Sonne zur Erde 1.392.700 km zu 12.756 km. Und das ist 109. Der Durchmesser der Sonne ist 109 mal so groß wie der der Erde.

Das Volumen der Sonne ist 1.392.700^3*3,14/6 = 1,414E+18 km3. Das Volumen der Erde ist 12.756^3*3,14/6 = 1,086E+12 km3.

Und das Verhältnis vom Volumen der Sonnen zu dem Volumen der Erde ist dann 1,414E+18 km3 zu 1,086E+12 km3 und das ist 1,3 Millionen. Und das ist etwa 1 Millionen.

Es geht bei diesen Angaben von Jesus, wenn er von Größen spricht, also um Volumen. Das Volumen der Sonne ist ungefähr eine Millionen, 1,3 Millionen mal, größer als das Volumen der Erde.

Der zentrale Stern der Galaxie der ersten Gattung ist dann mehr als 1 Millionen mal so groß wie die Sonne. Das Volumen der Sonne ist 1,414E+18 km3 und das Volumen des zentralen Sterns der Galaxie ist dann mehr als 1,414E+24 km3.

Der Durchmesser des zentralen Sterns unserer Galaxie ist dann mehr als (1,414E+24*6/3,14)^(1/3) = 1,39E+08 km.

Dies ist dann der Durchmesser des zentralen Sterns der ersten Gattung. Jesus gibt uns nun den Durchmesser des zentralen Sterns der vierten Gattung:

jl.nson.007,04] Nun denket euch, wenn der Durchmesser dieser Hauptzentralsonne schon eine so lange Linie bildet, daß, um dieselbe zu überwandern, selbst das Licht bei mehr als einer Trillion Jahre zu tun hätte, so wird das ganze Volumen eines solchen Körpers doch sicher etwas sehr Bedeutendes in Hinsicht der naturmäßigen Größe ausmachen müssen. Wenn aber dieser Körper für eure Begriffe schon so endlos kolossal ist, wird da nicht auch dieses große Volumen der Materie gegen den Mittelpunkt zu von allen möglichen Außenpunkten einen für euch unbegreiflich schweren Druck ausüben?

Der Durchmesser des zentralen Sterns der vierten Gattung ist also mehr als 1,00E+18 Lichtjahre, und das sind mehr als 9,46E+30 km.

Die Durchmesser der zentralen Sterne der zweiten und dritten Gattung interpolieren wir einfach und dann bekommen wir diese ungefähren Werte: 4,90E+15 km und 2,15E+23 km.

Es folgt jetzt eine Tafel, wo diese Werte gezeigt werden:

 

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Galaxien-Gattungen
123456789
Num- mer der Gat- tung Name der Galaxie Zentraler Stern der Galaxie Quellen- angabe: Vers von jl.ev06 Kap- itel 245 Einzelheiten
Name des zentralen Sterns Durchmesser des zentralen Sterns Durchmesser des zentralen Sterns
Erde12.756 = 1,3E+04km1,4E-09Ly05kein kleiner Weltkörper
Sonne1.392.700 = 1,4E+06km1,5E-07Ly05
1Milch- straßeZentral- sonne> 1,4E+08km> 1,5E-05Ly 05nächste Zentralsonne
2Sonnen- weltallzweite Zentral- sonne4,9E+15km5,2E+02Ly06zweite Gattung von Zentralsonnen, Sonnengebiet
3Sonnen- AllallZentral- sonne2,2E+23km2,3E+10Ly07-08gemeinsame Zentralsonne, Sonnenweltenall-Gesellschaft
4Sonnen- und Welten- Hülsen- globeUr- zentral- sonne, Regulus9,5E+30km1,0E+18Ly08Kugel, Hülse, Umhülsung, Umhäutung, Sonnen- und Welten-Allall- Kompendium, Globe, Regulus, Ur-Zentralsonne, urerste Großmutter aller Sonnen und Welten in einer Hülsenglobe
5dieser Mensch18Großer Weltenmensch, Verlorener Sohn

 

Diese Tafel erlaubt es also einem Leser, sich ein Urteil zu bilden über Angaben von Entfernungen, wie sie einmal von Seiten der Wissenschaftler kommen, und wie sie andererseits von geistigen Schriften kommen.

Regulus, im Sternbild Leo, ist hier das Beispiel.

Die Astronomen geben für Regulus einen Durchmesser von 3,2 Sonnen-Durchmessern oder 4E+06 km, und eine Entfernung von 85 Lichtjahren.

Hier ein Zitat:

Jakob Lorber
Das große Evangelium Johannes, 1851-1864
jl.ev06.247,08 Regulus

   08] Da sieh zum offenen Fenster hinaus, und du ersiehst soeben den Regulus im Großen Löwen! Sieh, das ist eben die Urzentralsonne in dieser Hülsenglobe! Ihre unberechenbar große Entfernung von hier hat sie zu einem Punkte zusammengedrückt. Wie viele solche Regulusse könntest du dir nun wohl nebeneinander denken? Ich sage es dir: eine Unzahl, - wie auch dein Geist neben dem Großen Weltenmenschen im endlosen Raume sich gleich noch mehrere vorzustellen anfing! Und mit solchen rein göttlichen Fähigkeiten im Geiste ausgerüstet, sagst du, daß ein Mensch ein Nichts des Nichtses sei?! Ja, dein Leib als Materie ist freilich ein Nichts; darum soll aber auch der große und unsterbliche Mensch nicht für sein zeitliches und materielles Nichts sorgen, sondern für sein geistiges Alles, und er wird dann fürder nimmer sagen können, daß er ein Nichts des Nichtses sei, sondern in und mit Mir ein Alles des Alles!

Der zentrale Stern der Galaxie der ersten Gattung ist der zentrale Stern unserer Galaxie, und das ist die Milchstraße. Die Astronomen sagen, daß dieses Zentrum des Systems in Richtung des Sternbildes Schütze zu suchen ist und daß die Sicht zum Kern verwehrt ist. Jesus sagt, daß der zentrale Stern der vierten Gattung Regulus ist. Der zentrale Stern der zweiten Gattung und der zentrale Stern der dritten Gattung mögen nun auch Sterne sein, die sichtbar sind und bekannt sind, und mögen sogar auch Namen haben, die gut bekannt sind wie Regulus.

Wir hatten uns also ausführlich mit dem 245. Kapitel beschäftigt, ich bringe jetzt aber auch noch das nächste, das 246. Kapitel, das eigentlich noch dazu gehört.

Kapitel 246, jl.ev06.246.01-09:

   01] (Der Herr:) »Gleich wie ihr nun, werden noch zahllos viele aus ihm hervorgehen, und das so lange, bis alles in ihm Gerichtete und Gefangengehaltene in das freieste geistige Leben übergegangen sein wird; und solange dieser ganze Weltenmensch nicht völlig ins freie und selbständige Geistige aufgelöst sein wird, solange wird auch das Gericht und die Hölle fortbestehen. Und so darf sich niemand von euch sorgen, daß etwa die Höllengeister von der ärgsten Gattung in ihren sich selbst bereiteten Leiden und Qualen zu kurz kommen werden.

   02] Die Umlaufzeit dieser Sonne (d.h. unserer Sonne) um ihre Zentralsonne beträgt einen Zeitraum von ungefähr 28 000 Erdenjahren, welcher Zeitraum also für die Sonne selbst ein Jahr ausmacht, das heißt soviel als ein Jahr auf der Sonne.

   03] Bevor noch diese Erde war, hatte die Sonne als das, was sie nun ist, diesen Weg schon für euch zahllos oft durchgemacht, aber auch mit dieser Erde schon so oftmals, daß ihr für die Vielheit solcher Sonnenjahre auch gar keine so große Zahl in eurer Rechnung kennet, und noch weniger würde eine Zahl zu ermitteln sein für das, wie oft sie solchen ihren großen Kreislauf bis zu ihrer völligen Auflösung noch durchmachen wird. Ich sage es euch: äonenmal Äonen solcher Sonnenjahre wären als nahe nichts zu betrachten!

   04] Was ist aber das Alter einer Planetarsonne gegen das einer Sonnengebiets-Zentralsonne, die endlos lange früher bestand, ehe auch nur eine Planetarsonne ihren um sie kreisenden Planeten leuchtete?! Was ist aber wieder diese Bestanddauer gegen eine Sonnenall-Zentralsonne, was wieder die Dauer dieser gegen eine Allall-Zentralsonne, und wie nahe gar nichts selbst dieser Sonne Dauer gegen die einer Ur-Zentralsonne einer Hülsenglobe, die im Grunde die urerste Großmutter aller Sonnen und Welten in einer Hülsenglobe ist?!

   05] Welcher Rechner kann da bestimmen, wie alt eine solche Urzentralsonne ist, und wie alt sie noch werden wird?! Wie viele Zentralsonnen und wie viele ganze Sonnengebiete sind schon aus ihr hervorgegangen, die schon lange ganz aufgelöst worden sind, und wie viele neue sind schon vor undenkbar langen Zeiten an ihre Stellen getreten, und wie viele werden nach undenklich langen Zeiten noch aufgelöst werden, und wie viele neue werden wieder an ihre Stellen kommen?!

   06] Aber auch diese Urzentralsonne wird einst, so zuvor alle anderen Sonnen aus ihr in endlos langen Zeiträumen aufgelöst sein werden, auch aufgelöst werden, aber noch lange nicht sobald der ganze Große Weltenmensch; denn wie das Absterben bei einem Menschen ein allmähliches ist, also ist das auch der gleiche Fall bei dem Großen Weltenmenschen.

   07] Warum wird der Leib eines älter gewordenen Menschen nach und nach immer schwächer und schwächer? Weil in ihm gewisse Fibern und Nerven von Zeit zu Zeit absterben und untätig werden, - was das Altern und Schwächerwerden des Leibes bewirkt. Und doch kann dabei der Mensch noch viele Jahre hindurch leben, ohne daß er an seiner geistigen Kraft etwas verliert, besonders so er stets nach dem Willen Gottes gelebt hat. Und so wird das auch einstens mit dem Großen Weltenmenschen der Fall sein. Wenn in ihm auch schon Äonen Hülsengloben aufgelöst sein werden, so wird er deshalb doch noch für eure Begriffe endlos lange fortbestehen können; denn die Hülsengloben sind in ihm das, was bei euch Menschen eure Fibern und Nerven sind.

   08] Dieser euch nun dargestellte Große Weltenmensch ist in der allgemeinsten Umfassung der euch ehedem dargestellte Verlorene Sohn, nun auf der Umkehr begriffen, und der Vater, der ihm entgegenkommt, bin Ich nun als Mensch unter euch, und Ich nehme ihn in einem jeden Menschen, der nach Meiner Lehre lebt, wieder in Mein Vaterhaus auf.

   09] Wohl dem Sünder, der Buße tut und reuig zu Mir zurückkehrt! Aber darum stelle sich ja keiner vor, daß die ganz allgemeine Umkehr etwa in einem zu kurzen Zeitraum erfolgen werde, und daß die Einwohner der Hölle oder des Gerichtes etwa zu kurze Zeiten für ihre Untaten wegen ihrer selbstgeschaffenen Unordnung werden zu leiden und zu schmachten haben! Die Hartnäckigsten werden natürlich am allerlängsten und die früher in sich Gehenden weniger zu leiden haben, - Hast du Schriftgelehrter das nun wohl verstanden?«

Und nun noch die ersten beiden Verse des 248. Kapitels, die zeigen, wie Reibung, und nicht irgendwelche nukleare Vorgänge, sondern Blitze, "diesen Licht- und Nährstoff" erzeugt.

Von Kapitel 248, jl.ev06.248.01-02:

   01] Es trat aber nun Lazarus zu Mir und fragte Mich, sagend: »Herr, hat so eine Hülsenglobe, die ich mir durch Deine Gnade trotz aller ihrer ungeheuren Größe nun recht gut vorstellen kann, keine andere Bewegung als die allgemeine des Großen Weltenmenschen?«

   02] Sagte Ich: »O ja, die Bewegung um ihre eigene Achse, und das darum, damit ihre Haut sich fortwährend an dem sie allenthalben umlagernden Äther reibt und dadurch eine gerechte Menge elektrisches Feuer gleich dem der Blitze erzeugt, das dann als Hauptnährstoff für alle in einer solchen Globe seienden Weltkörper dient; denn die allerungeheuerste Masse dieses Stoffes, die bei solch einer Globenreibung mit dem Außenäther erzeugt wird, erfüllt den Ätherraum in der Globe. Durch die Bewegung der zahllos vielen Weltkörper innerhalb einer Globe wird dieser Stoff mittels der Atmosphären, die sie umgeben, wieder erregt, teilt sich zuerst den Atmosphären in reichlichem Maße mit und durch diese den Weltkörpern selbst. Je größer ein Weltkörper - wie etwa eine Sonne oder gar Zentralsonne - und je vehementer seine Bewegung ist, desto mehr dieses Licht- und Nährstoffes wird auf ihm erzeugt. Von den Sonnen aus wird das Überflüssige an die Planeten gespendet.

Licht wird mittels der Atmosphären wieder erregt. Wenn Licht auf etwas materielles stößt, wird es wieder erregt. Wenn nicht, dann ist es für unsere Sinne nicht wahrnehmbar.

Hier haben wir also den Grund, warum die sogenannten Wissenschaftler mit allen ihren Entfernungsmessungen falsch liegen. Weil ihre Annahmen falsch sind.

Es sind Blitze, von denen die Sonnenenergie kommt, nicht Die Energie produzierende Fusionsreaktionen der Sonne.

Wie wir in 273 gezeigt haben, haben die Astronomen kein Argument, das für diese Energie produzierende Fusionsreaktionen der Sonne spricht, sondern ein ganz klares Argument, das dagegen spricht.

Die Astrophysiker sind sehr gut in der Lage, die Entstehung der Astrophysik zu beschreiben und zu erklären und tun das auch so, daß es verständlich und nachvollziehbar ist, wenn es dann aber zur Beschreibung ihrer Energie produzierenden Fusionsreaktionen der Sonne kommt, dann haben sie da kein einziges Argument.

Wir kommen zurück auf die Galaxie der zweiten Gattung, also zu der Gattung von Galaxie, zu der unsere Milchstraße gehört. Für den Durchmesser des zentralen Sterns dort, also für den zentralen Stern der Galaxie der zweiten Gattung, nehmen wir den ermittelten Wert von 4,9E+15 km. Für das Größenverhältnis von Galaxie zu dem zentralen Stern nehmen wir das Größenverhältnis von Sonnensystem zu Sonne: 2,87E+07.

Dann hat die Galaxie der zweiten Gattung einen Durchmesser von 1,41E+23 km.

Die Lokale Gruppe, also die Gruppe, zu der unsere Milchstraße gehört, hat einen Durchmesser von 9,46E+19 km. Der Virgo-Super-Haufen, also der Haufen, zu dem die Lokale Gruppe gehört, hat einen Durchmesser von 9,46E+20 km. Und der Laniakea-Super-Haufen, zu dem der Virgo-Super-Haufen gehört, hat einen Durchmesser von 4,92E+21 km.

Dies zeigt, daß nicht nur die Lokale Gruppe zu der Galaxie der zweiten Gattung gehört, sondern auch diese beiden Super-Haufen.

Der Teil des Kosmos, der von unseren Astrologen beschrieben wird, ist also ein sehr winziger Teil des Ganzen.

Ich will hier einmal ein Beispiel von der ganzen Mentalität der Wissenschaftler bringen und zitiere Joachim Herrmann, von Seite 205 seines Buches "dtv-Atlas zur Astronomie":

Da die Veröffentlichung von Olbers am bekanntesten wurde, spricht man vom Olberschen Paradoxon.

Die Schwierigkeit betrifft die Dunkelheit des Nachthimmels. Hinter dieser scheinbar trivialen Tatsache verbirgt sich in Wahrheit ein so schwerwiegendes Problem, daß es nahezu die gesamte neuere Entwicklung der Kosmologie beeinflußt.

Dem Mann muß man ja nun zumindest zugute halten, daß er erkannt hat, daß es eine triviale Tatsache ist, diese Dunkelheit des Nachthimmels. Aber das ist es dann auch schon. Aber da hört es dann auch schon auf. Als nächste Aussage spricht er davon, daß sich dahinter ein so schwerwiegendes Problem verbirgt, daß es nahezu die gesamte neuere Entwicklung der Kosmologie beeinflußt.

Das schwerwiegende Problem, das er da sieht, ist überhaupt kein schwerwiegendes Problem, jedenfalls nicht wissenschaftlicher Art. Das schwerwiegende Problem ist geistiger Art, daß die Wissenschaftler Materialisten bleiben wollen und, weil sie meinen, da ist kein Gott, Toren sind und bleiben, und nicht erkennen, daß Licht nicht sichtbar ist.

Aber was diese Aussage besonders interessant macht, ist daß er sagt, daß dieses schwerwiegende Problem nahezu die gesamte neuere Entwicklung der Kosmologie beeinflußt.

Hier haben wir es, die ganze Astronomie und Astrophysik beruht nahezu auf dieser verkehrten Annahme, daß Licht sichtbar ist, und ist deshalb nahezu vollkommen verkehrt.

Aber nun noch ein Zitat von der selben Seite:

Aus diesem Olberschen Paradoxon fand man damals nur einen Ausweg: die interstellare und intergalaktische Materie absorbiert das Licht der fernen Sterne und Sternsysteme gerade so stark, daß der gleißend helle Himmel vermieden wird. Doch führt diese Antwort wieder auf eine andere Schwierigkeit.

J. H. Lambert begründete Ende des 18. Jahrhunderts ein hierarchisches Weltbild, in dem sich Systeme niederer Ordnung zu Systemen immer höherer Ordnung bis ins Unendliche zusammenschließen. Wir wissen heute, daß es tatsächlich eine Hierarchie im Weltall gibt: Systeme 1. Ordnung sind Planeten und Satelliten, 2. Ordnung Planeten und Sterne, 3. Ordnung Sternhaufen, Sternwolken oder dgl., 4. Ordnung Galaxien, 5. Ordnung Nebelhaufen, 6. Ordnung Superhaufen. Aber schon die Systeme 6. Ordnung sind nicht bewiesen, und es scheint ziemlich sicher zu sein, daß die Hierarchie spätestens an dieser Stelle haltmacht.

Sie können also so weit folgern, daß wenn Licht sichtbar ist, es einen gleißend hellen Himmel geben müßte.

Aber zumindest können sie sich eine Hierarchie von Systemen vorstellen.

Hier ein Bild, wie sich Joachim Herrmann Hierarchien vorstellt, von Seite 204 seines Buches:

Hierarchie2

Das ganze Problem mit Wissenschaftlern aber ist und bleibt, daß sie die geistige Seite des Lebens nicht erkennen wollen. Und da ist Licht das wichtigste Beispiel. Licht ist etwas völlig geistiges und da sie sich damit die ganze Zeit beschäftigen und sich damit beschäftigen müssen, beschäftigen sie sich mit etwas Geistigem die ganze Zeit, wollen aber dessen Existenz ableugnen.

Sie wollen Licht zu etwas materiellem machen, zu etwas physischem, und weil es etwas Geistiges ist, verstehen sie es nicht.

Wir haben von großen Entfernungen gesprochen, doch nun etwas wirklich großes:

 

Die Fliege

Jakob Lorber

Aus Kapitel 12.
Die Fliege als Symbol der Demut.
(25. März 1842)
jl.flie.012,01-13

   01] Was unter dieser Beeinträchtigung verstanden wird, habt ihr zwar schon im Verlauf dieser Mitteilung zur Genüge gehört, ja nicht nur im Verlauf dieser, sondern auch mehrerer anderer Mitteilungen habt ihr es schon zu öfteren Malen empfangen, wie man dessenungeachtet für sich allein dastehen kann, wenn man sich auch in seinem Herzen auf das innigste vereinigt mit seinem Schöpfer. Es ist aber dessenungeachtet noch immer dunkel ums Gefühl, und der Glaube hat noch ein hartes Feld, und die Seele nimmt es schwer auf, wie der Mensch im Geiste ein vollkommen freies, selbständiges Leben haben könne, welches aber doch also gebunden ist mit dem Urleben des Schöpfers, daß es mit diesem vollkommen nur ein Leben ausmacht.

   02] Ja, wahrlich, solches in der irdischen Beschränktheit zu erfassen, ist wohl außerordentlich schwer, und Ich sage euch: Wer es nicht lernt von dem bescheidenen Liedchen der Fliege, oder nun noch deutlicher gesprochen, wer es nicht lernt aus der wahren, allerinnersten Demut auf dem Wege des Kreuzes, ja noch deutlicher und heller gesprochen, wer es nicht lernt von Mir, dem Vater, der Ich die allerhöchste und allerinnerste Demut Selbst bin, der wird es nicht begreifen, und sicher auch zu häufigen Malen ewig nimmerdar verstehen, nämlich wie Vater und Kinder vollkommen eins sein können.

   03] Damit ihr euch aber davon eine gegründete Vorstellung machen könnt, so wollen wir die Blicke noch auf zwei große Dinge richten, nämlich auf einen großen Menschen, der da heißt "Welt", und auf einen andern großen Menschen, der da heißt der "Himmel".

   04] In Hinsicht auf diesen ersten Menschen, in formell-materieller Hinsicht betrachtet, sind ganze Hülsengloben voll Sonnen und Welten kaum Nervenwärzchen seines Wesens zu nennen, und so dieser Mensch auch in dieser seiner Größe sich vollkommen als ein Leben ansieht also, wie ihr euch als ein Leben ansehet, - besteht er darum wirklich nur aus einem Leben?

   05] Ich meine, um das einzusehen, daß dieser große Weltenmensch ein gar vielfaches Leben lebt, brauche es weiter gar nichts, als nur einen Schwarm Fliegen anzusehen, und sie werden es durch ihr Gesumse kundgeben, daß schon sogar sie als erste Tierlein für sich ein abgeschlossenes Leben haben. Um wieviel mehr muß der Mensch für sich dasselbe bekennen, und noch mehr eine ganze Erde voll Völker und anderer lebender Wesen zahlloser Arten, und noch bei weitem viel mehr eine Sonne mit ihren vollendeten Wesen, und noch bei weitem viel mehr eine Zentralsonne um die andere mit ihren allervollkommensten und allermächtigsten Geistern, und endlich noch mehr eine abgeschlossene Hülsenglobe für sich, die doch ein nahe endloser Inhalt ist sogar schon von zahllosen Weltkörpern, geschweige erst von den Wesen auf denselben.

   06] Und doch sind alle diese Hülsengloben, alle Zentralsonnen, alle Nachzentralsonnen, alle Planetarsonnen und alle andern Nebensonnen mit ihren Planeten und all den Wesen auf denselben, in eigentlichster Hinsicht betrachtet, nichts als Körperteile dieses großen Weltenmenschen, der für sich ein so gut abgeschlossenes Leben hat wie jeder Mensch von euch auf der Erde und samt dieser in diesem großen Weltenmenschen.

   07] Sehet, das ist nun die Betrachtung von der materiellen Seite!

   08] Nun lenken wir unsern Blick auf den Himmelsmenschen, gegen dessen Größe sich dieser vorhin ausgesprochene große Weltenmensch geradeso verhält, wie ein trillionster Teil eines Atoms gegen die Größe des vorbenannten Weltenmenschen!

   09] Ja, der Himmel in seiner menschlichen Hinsicht ist so groß, daß alle die zahllosen Milliarden der Hülsengloben, aus denen dieser große vorbenannte Weltenmensch besteht, sehr bequem in dem Rohr eines Härchens auf seinem Leibe Platz hätten, so zwar, daß sie alle ihre Bewegungen in selbem machen könnten, ohne nur je die Wände dieses Haarröhrchens zu berühren!

   10] Nun denket euch, wieviel Leben hat nun dieser Himmelsmensch schon in einem Haarröhrchen oder wenigstens in einem dem Haarröhrchen entsprechenden andern Leibesteil, und wieviel Leben muß er dann erst in einem Gliede haben, wieviel in seinem Herzen erst, und wieviel in seinem ganzen Leibeswesen! Und doch denkt dieser ganze Himmelsmensch für sich nur als ein einfacher, für sich allein bestehender Mensch, während doch in ihm zahllose Milliarden und Milliarden der allervollkommensten Engel und Geister alle also abgeschlossen für sich denken und leben wie der große Himmelsmensch!

   11] Ja, in diesem Himmelsmenschen gibt es noch andere Verhältnisse, durch welche vollkommen gleichdenkende und gleichliebende Wesen einen Verein bilden, der, für sich genommen, entsprechend einem irdischen Weltkörper oder wenigstens einem Teil desselben, vollkommen einen Menschen darstellt, welcher wieder auch ganz vollkommen für sich denken und fühlen kann, so, als wäre er nur ein einzeln für sich dastehender Mensch!

   12] Ja, Ich sage euch noch hinzu: Es gibt in Meiner Unendlichkeit sogar mehrere solcher Himmel, und jeder Himmel ist für sich wieder ein vollkommener Mensch, und alle die Himmel bilden erst zusammengenommen wieder einen also unendlichen Menschen, welcher von niemanden gedacht und empfunden werden kann denn allein von Mir, da er eigentlich Mein Leib selbst ist oder der Gott in Seiner Unendlichkeit (der Gottmensch), der da Seine Selbst- und Alleinheit gewiß auf das allerbestimmteste und allerklarste denkt und fühlt, - und doch welche Vielheit des Lebens in Ihm!

   13] Wenn ihr diese zwei Bilder nun nur ein wenig vergleichet und dann im Geiste durchgeht, so wird es euch ja doch nimmer entgehen können, daß in einem ewigen und unendlichen Leben sich zahllose Leben frei bewegen und da die allerhöchsten Wonnen des Lebens vollkommen genießen können, während sie doch nur Teile des einen Hauptlebens in Gott sind.

 

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Dieses ist das Ende von "2.19 Distanzen"
Zur englischen Version dieses Kapitels: 2.19 Distances

 

 

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