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2.11 Die Zeitgleichung

 

Frank L. Preuss

 

Wenn man zur Mittagszeit die wahre Mittagszeit mißt, also wenn die Sonne wirklich am höchsten über einem ist, also die Erdachse, der Standort und die Sonne alle in einer Ebene sind, dann kann man feststellen, daß die errechneten Werte nicht stimmen.

Da ist zum Beispiel die Tatsache, daß die Sonne sich verschieden schnell bewegt, daß sie bei Sonnennähe im Januar schneller, und bei Sonnenferne im Juli langsamer ist. Astronomische Tafeln geben deshalb vielleicht die Entfernung der Sonne für jeden Tag an.

Und aus diesem Grund existiert die Zeitgleichung, damit man diese Unterschiede dort ablesen kann.

Durch die Zeitgleichung kann man also die Unterschiede zwischen der wahren Sonnenzeit und der Uhrzeit in den Griff bekommen und seine astronomischen Beobachtung überprüfen.

Die wahre Mittagszeit ist natürlich immer die, wenn die Sonne durch den örtlichen Meridian geht.

Wenn ein Land wie China überall im Land die gleiche Zeit haben will, weil das für sie wichtiger ist, als die Mittagszeit um etwa 12 Uhr zu haben, dann kann in der Hauptstadt vielleicht die Mittagszeit nicht zu weit weg von 12 Uhr sein, weil die in der Zeitzone +8, 120oE, ist, aber im fernen Westen des Landes, also bei 75oE, 3 Zeitzonen weiter, ist die wahre Mittagszeit dann um 15 Uhr. Da gewöhnt man sich dran, aber es erspart einem, unterschiedliche Uhrzeiten im Land zu haben.

Australien ist in der Ost-West-Ausdehnung kleiner als China, hat aber 3 Zeitzonen.

Rußland hat, von der Datumsgrenze im Osten des Landes, bis nach Königsberg im Westen des Landes, von der Zeitzone +12 bis zur Zeitzone +2, 11 Zeitzonen.

Jetzt folgt die Zeitgleichung und danach ein Beispiel ihrer Anwendung.

 

Zeitgleichung

 

Die Zeitgleichung
1234567
Werte aus der Zeitgleichung Zonenzeit für Frankfurt Mit der Zeitgleichung korrigierte Zonenzeit für Frankfurt Werte für Frankfurt aus astronomischer Tafel Unterschiede zwischen Zeitgleichung und Tafel
Datum Abwei-chung in Minuten Mittags-zeit als Uhrzeit Mittags-zeit als Uhrzeit: Spalte 3 minus Spalte 2 Mittags-zeit als Uhrzeit Kulmi-nations-höhe, Winkel in Grad Unter-schied in Minuten: Spalte 4 minus Spalte 5, nur Minuten
17.02.-1412:2512:3912:3927,9o 0
28.03. -812:2512:3312:3042,9o+3
16.04.  012:2512:2513:25 *)50,0o 0
15.05.  412:2512:2113:21 *)58,8o 0
15.06.  012:2512:2513:25 *)63,2o 0
27.07. -712:2512:3213:31 *)59,1o+1
02.09.  012:2512:2513:25 *)47,8o 0
04.11. 1812:2512:0712:0824,5o-1
26.12.  012:2512:2512:2516,6o 0

 

*) Time is adjusted for DST (Zeit entsprechend Tageslicht-Einspar-Zeit geändert)

 

Die Daten, an denen es keine Abweichungen geben sollte, sind gelb hinterlegt. Wenn man also an solch einem Tag mittags den wahren Zeitpunkt der Mittagszeit mißt, sollte die wirkliche Mittagszeit mit der errechneten Mittagszeit übereinstimmen. Man sollte also dann ohne eine Korrektur durch die Zeitgleichung auskommen.

Um die gemessene Mittagszeit, zum Beispiel für Frankfurt, zu prüfen, muß also einmal die mittlere Mittagszeit ermittelt werden. Und das ist 12:25 Uhr. Und dann muß noch eine Korrektur mit Hilfe der Zeitgleichung vorgenommen werden.

Für den 1. Oktober wären das etwa +13 Minuten. Um diese 13 Minuten geht die Sonnenuhr vor. Und die mittlere Uhr geht dann um diese 13 Minuten nach. Und dann käme man auf eine Mittagszeit von 12:12 Uhr.

Die astronomische Tafel gibt da den Wert 13:14 für die Zeit und 36,6o für den Winkel bei Solar Noon, also beim Sonnenmittag. Die Zeit ist da die Sommerzeit, der Unterschied ist also 2 Minuten. Bei solchen Unterschieden muß man also seinen Glauben in die Tafel legen oder selbst denn Wert ausrechnen.

Und dann muß man nicht vergessen, daß die Gesetze der Natur von Gott geschaffen wurden und also auch von ihm geändert werden können.

"Es werden also die Erdumdrehungen von innen heraus angetrieben, doch durch Gegenkräfte reguliert, bis sich übermäßiges Einwirken von innen in Erderschütterungen und Eruptionen auswirkt, auf daß die Naturgesetze so lange unumstößlich bleiben, bis Ich Selbst durch Meinen Willen sie auflöse, wenn das Ende dieser Erde gekommen ist". Siehe B.D. Nr. 4998.

Die einfachste Art solche Werte zu überprüfen ist, sich ein Sonnenobservatorium aus zwei A4-Seiten zu bauen, und die Zeit selbst zu messen.

Man kann es sich auch noch einfacher machen, man mißt einfach den Abstand von einem schattengebenden Punkt zu seinem Schatten alle paar Minuten. Je weiter es dem Mittag zugeht, je kleiner wird der Abstand, und je weiter es vom Mittag weg geht, je größer wird der Abstand. Der kürzeste Abstand gibt einem die wahre Nordrichtung und die wahre Mittagszeit. Man kann also jeden schattenspendenden Punkt als Sonnenobservatorium benutzen.

 

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Dieses ist das Ende von "2.11 Die Zeitgleichung"
Zur englischen Version dieses Kapitels: 2.11 The time equation

 

 

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