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26.006 Glaube ist Teil des wissenschaftlichen Prozesses.

 

Lyall Watson
Lifetide (Lebenstide). 1979
Seite 178 Planung in der Natur.

Man endet immer seine Zuflucht zu suchen bei der Idee von irgend einer Planung in der Natur, die einfach die Existenz eines Planers impliziert. Das mag die endgültige und perfekt vernünftige Lösung zu sein, doch ist etwas peinlich für einen Wissenschaftler, weil es eine Theorie unfähig der Widerlegung ist. Wie Karl Popper es unterbreitet, ‚Verfälschung, oder Widerlegbarkeit, ist das Kriterium des wissenschaftlichen Ansehens einer Theorie‘. Man muß in der Lage sein, eine Theorie zu testen. Man muß fähig sein zu beweisen, daß sie richtig oder falsch ist. Eine Erklärung, die alles erklärt, erklärt nichts. Eine Erklärung ist nicht glaubwürdiger als ein Allheilmittel. Beide sind schlechte Wissenschaft und lausige Logik.

 

Lyall Watson
Lifetide (Lebenstide). 1979
Seite 316 Glaube ist Teil des wissenschaftlichen Prozesses.

Es ließ die Dialektik aufkommen, die Politik der Wissenschaft.

Peter Laurie weist darauf hin, daß wissenschaftliche Wahrheit heute, die völlig unabhängig von Zeit, Ort oder Person sein sollte, eigentlich völlig auf politischem oder sozialem Beweismaterial beruht und nicht auf beobachteter Tatsache.

Zum Beispiel glaube ich an das Elektron als einen grundsätzlichen Baustein der Materie. Auf welches Beweismaterial basiere ich aber diesen Glauben? Ich habe es nicht, und sogar wenn ich es hätte, würde ich nicht wissen, wie den Apparat zu bedienen, der nötig ist, die Existenz zu demonstrieren. Ich nehme anstatt das Wort des Wykeham Professors der Physik an der Universität von Oxford, und ich ignoriere die Meinung des Professors von kosmischem Wissen an der Universität von Light, der darauf besteht, daß Elektronen eigentlich winzige Umwandlungen von Seelen der Dahingeschiedenen sind. Experimente über Elektronen laufen letztendlich auf Experimente über Professoren hinaus.

Und warum wähle ich einem eher als einem anderen zu glauben? Einfach weil die Oxford-Meinung durch ein ausgeklügeltes System von rivalisierenden Forschern bewiesen ist, die jedes anderen Arbeit wiederholen, zum größten Teil in der Hoffnung, es zu diskreditieren. Ein System des Kommentierens und Kritisierens, Wiegens, Beurteilens und Gutachtens in dem Experten ihr Urteil über Tatsachen abgeben, letztendlich Einigkeit erreichen, was wahr ist aussuchen und den Rest als falsch ablehnen. In der letzten Analyse ist dies aber ein politischer Prozeß, nicht ein wissenschaftlicher.

Irgendwo zwischen der Frage und der Antwort gibt es Raum für Meinung. Die Antworten sind nur ungefähr und Wissen, scheint es, ist sehr weitgehend eine Sache des Glaubens. Die strengen experimentellen Protokolle, die genauen wissenschaftlichen Prozeduren, von den gemeint wird, sie setzten Individualität zeitweise außer Kraft, waren wahrscheinlich immer verunreinigt. Totale Objektivität mag nichts als ein Mythos sein.

Wenn dies so ist – und wenige von denen die auf irgend eine Art sich mit Quanten-Physik beschäftigen, bestreiten nun, daß der Beobachter, einfach daß er da ist, das Ergebnis des Experiments beeinflußt – dann sehen wir uns einem Dilemma gegenüber.

Falls Glaube Teil des wissenschaftlichen Prozesses ist, klar auf dem Pfad zwischen Frage und Antwort liegt, mag es sich dann nicht auch einmischen zwischen Natur und die Frage? Ist es möglich, daß der Mensch, durch seine Untersuchung, die Natur selbst ändert?

Ich glaube er kann, und tut es.

 

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