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Bertha Dudde

4496

 

Schließen der Pforten in das geistige Reich am Ende.

25. November 1948. B.D. NR. 4496.

Die Pforten in das geistige Reich werden sich schließen mit dem letzten Tage des Bestehens dieser Erde. Denn das Geistige, das als Mensch auf Erden die Glaubensprobe nicht bestanden hat, kann nicht mehr im Jenseits das auf Erden Versäumte nachholen, sondern es hat sich selbst dieser Gnade beraubt, weil es zu tief abgesunken ist, als daß noch eine Aufwärtsentwicklung im geistigen Reich möglich wäre. Und ebenso gehen die Gläubigen zuletzt nicht mehr in das geistige Reich ein, denn sie werden lebenden Leibes entrückt, um nun an einem paradiesischen Ort Aufenthalt zu nehmen, bis das Werk der Umgestaltung der Erde vollendet ist, die ihnen dann wieder als Aufenthalt zugewiesen wird. Dann wird auch im geistigen Reich der Kampf zwischen Licht und Finsternis für eine lange Zeit beendet sein, weil die Macht des Satans gebrochen ist und er für lange Zeit wieder in Fesseln gelegt ist, was auch im geistigen Reich sich auswirkt als Kampfstille und Sieg des lichtvollen Geistigen. In der Endzeit aber wird das geistige Reich noch viele Seelen aufnehmen, denen die Gnade gewährt wird, ihre Aufwärtsentwicklung fortzusetzen, die also noch abberufen werden von der Erde, bevor sie sich in das Lager des Gegners schlagen; die zu schwach sind und daher Gnade finden vor den Augen Gottes. Die Endzeit wird noch viel zur Läuterung solcher Seelen beitragen, und das große Leid, das über die Erde geht, erleichtert ihnen das Abscheiden von der Welt und öffnet ihnen das Tor in das geistige Reich, das sie aufnimmt, wenn auch noch in wenig reifem Zustand. Doch ein Absinken in die tiefste Tiefe ist für sie nicht mehr zu befürchten, wofür sie Gott danken, sowie sie ihre Lage erkennen. Zuletzt aber bleiben die Pforten geschlossen - und es wird erstaunlich sein, mit welcher Sorglosigkeit die Menschen in letzter Zeit dahinleben, wie wenig sie des Todes gedenken und wie sie nur noch dem Körpergenuß leben und weder an eine Seele glauben noch an ein Fortleben nach dem Tode. Und wenn diese Zeit gekommen ist, ist auch jegliche Aufwärtsentwicklung der Seele ausgeschlossen, weder auf Erden noch im Jenseits, weil der Glaube an Gott vollständig erloschen ist und ein geistiges Leben gänzlich ausgeschaltet ist. Dann wird der letzte Tag die Menschen überraschen, die mit Schrecken ihr leibliches Ende gekommen sehen, die, den Tod vor Augen und ohne Glauben, völlig verzweifelt sind und Teufeln gleich gegeneinander wüten. Dann wird die Lieblosigkeit des einzelnen zum Durchbruch kommen und die Schlechtigkeit der Menschen ihren Höhepunkt erreichen - während die Gläubigen nur noch ihres himmlischen Vaters gedenken und Sein Kommen in den Wolken erwarten. Es gibt dann nur noch Gott-getreue Menschen und solche, die zu Teufeln geworden sind. Und darum muß das Ende kommen, auf daß auch der Sündhaftigkeit ein Ende bereitet und der Glaube der Seinen von Gott gelohnet wird. Amen. B.D. NR. 4496.

 

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