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4. Korrespondenz

4.29 Gianni Facini (3)

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4.29 Korrespondenz mit Gianni Facini (3)

 

5. Email (von Gianni Facini, an Frank L. Preuss)

Re: Email Nr. 2

Vielen Dank für deine Email, Frank.

Deswegen verwende ich deinen Vornamen und die Anredeform du, weil sowohl Jesus als alle andere Menschen vor und nach ihm, von deren Verhaltensweise uns die Heiligen Schriften berichten, immer den Vornamen und immer die Anredeform du verwendet haben.

Weder will ich dich mit weniger Respekt behandeln, noch möchte ich dir zu nahe treten. Aber es ist für mich sehr wichtig, dem Gruppendruck zu widerstehen. Wenn wir den Allmächtigen mit „du“ anreden sollen, dann ist es unangemessen, sich einander zu siezen.

Von der Seite, die du mir gelinkt hast, habe ich den Inhalt ins Word kopiert und 35 Seiten erhalten. Es ist eine Menge Lesestoff. Bevor ich die 35 Seiten lese, Frank, könntest du nicht selbst mir sagen, was du mir mitteilen willst? Möglicherweise ist das, was du da schreibst, das Interessanteste, was ich je gelesen habe. Aber wir leben leider in einer Zeit, wo die Menge des Lesestoffes explosionsartig zunimmt.

Ich bin 73 Jahre alt. Viel Zeit bleibt mir nicht mehr übrig, um eine Arbeit zu erledigen, die äußerst dringend ist.

Am besten einigen wir uns darüber, unseren Vater im Himmel zu fragen, wie wir miteinander umgehen sollen. Er wird uns antworten, hat uns Jesus versprochen.

Nochmals vielen Dank für dein Schreiben und mit einem freundlichen Gruß

Gianni

 

6. Email (an Gianni Facini, von Frank L. Preuss)

Email Nr. 3

Das ist schön zu lesen, daß Sie den direkten Weg gehen wollen.

In Ihrer zweiten Email stehen folgende zwei Sätze:

"Für die E-Mail bedanke ich mich sehr. Sobald ich alles, was da steht, gründlich überlegt habe, melde ich mich wieder."

Da haben Sie ein Versprechen abgegeben.

Es ist nun nicht so, daß Sie dieses Versprechen nicht eingehalten haben, denn, gemäß dieser beiden Sätze, haben Sie ja keinen Termin angegeben.

Aber ein Versprechen an sich abzugeben, ist problematisch.

Ich will Ihnen einmal zwei Beispiele geben.

Da ist eine Prinzessin, die laut in der Öffentlichkeit darüber nachdenkt, was sie wohl zu der Beerdigung der Königinmutter anziehen sollte. Sie nimmt also an, daß sie länger leben wird als die alte Dame, gibt sich also selbst und der Welt bekannt, was in Zukunft passieren wird. Dann kommt der Zeitpunkt, an dem die Königinmutter noch lebt und an dem die Beerdigung der Prinzessin stattfindet. Die Königinmutter lebt noch bis ins nächste Jahrtausend und ihre Beerdigung findet Jahre nach der Beerdigung der Prinzessin statt.

Da gab es einen Mann, der einmal Außenminister von Deutschland war. Im Januar 2014 wurde er folgendermaßen zitiert: “Bevor ich den Löffel abgebe, ist Schwulsein eine Selbstverständlichkeit”. Und auch folgende Nachrichten über diesen Mann: "Westerwelle fordert von Merkel mehr Einsatz für Homosexuelle" und "Gudio Westerwelle war der erste deutsche Außenminister, der mit einem Mann verheiratet ist. Jetzt hat er kein Amt mehr" und "Deutschland ist in den Augen des einstigen FDP-Chefs trotz allem noch immer keine ausreichend aufgeklärte Gesellschaft." Dieser Mann machte also auch eine Vorhersage und er meinte auch, ein normales Alter zu erreichen. Im Juni des gleichen Jahres gibt es diese Nachricht: "Ex-Außenminister Guido Westerwelle an akuter Leukämie erkrankt." Und im März 2016 dann diese Nachricht: "Der frühere Außenminister Guido Westerwelle ist tot. Der langjährige FDP-Vorsitzende erlag am Freitag im Alter von 54 Jahren seiner schweren Krebserkrankung, wie die Westerwelle Foundation auf ihrer Facebook-Seite mitteilte."

Nun ein Zitat aus dem, was Sie sich ersparen wollen, zu lesen: "Es ist vielleicht ein überlegenswertes Ziel, es sich abzugewöhnen, Versprechungen zu machen und nur dann anderen etwas zu versprechen, wenn wir es uns gut überlegt haben. Zu oft machen wir eine Versprechung ohne richtig geplant und vorbereitet zu haben. Es wird zu einer schlechten Angewohnheit. Wir geben unser Wort zu leichtfertig. Oft tun wir es auch, um nett zu erscheinen oder um aus einer Situation schnell und leicht herauszukommen. Wir unterhalten uns mit jemanden, haben es aber eilig und beim Verabschieden sagen wir: Ich komme sie in den nächsten Tagen mal besuchen. Aber eigentlich ist es für uns nur eine Formel, um einen reibungslosen Abschied zu erreichen. Und in den nächsten Tagen wird aus dem Besuch nichts, wir vergessen es oder haben es nie richtig vorgehabt. Unser Wort ist wertlos geworden. Die andere Person mag diese Versprechung vielleicht auch nicht all zu ernst genommen haben, aber es kann auch sein, daß sie sie sehr ernst nahm. Denken wir an eine einsame Person, sie mag vielleicht auf diesen Besuch warten, vielleicht hat sie sich sogar darauf vorbereitet und wenn wir dann nicht kommen, ist es eine richtige Enttäuschung. Wollen wir stark im Glauben werden, müssen wir aufhören, unser eigenes Wort zu brechen. Wenn wir unser Wort brechen, zerstören wir unseren Glauben. Unser Wort sollten wir nicht brechen, unser Versprechen sollten wir nicht ändern, wir sollten eher einen Schaden in Kauf nehmen."

Ich hatte gesagt, daß Sie ja Ihr Versprechen nicht gebrochen haben, da Sie keinen Termin genannt hatten. Aber wenn man nun Ihre dritte Email liest, dann hat man den Eindruck, da Sie dort Ihr gegebenes Versprechen nicht erwähnen, daß Sie es niemals ernst meinten, es einzuhalten, als sie es abgaben.

Hätten Sie das gelesen, was ich Ihnen in der vorigen Email empfohlen hatte, hätten Sie sich diese Blöße ersparen können. Mit dem Absenden Ihrer zweiten Email war bei Ihnen Ihr gegebenes Versprechen Vergangenheit, Sie hatten es schon vergessen und hatten niemals die Absicht, es einzuhalten.

Ich habe zwei Fragen an Sie. Erstens: Was ist Ihre Einstellung zu dem Thema Versprechungen abzugeben? Die zweite Frage: Wie stellen Sie sich dazu, gegebene Versprechungen einzuhalten?

Lassen Sie mich bitte Ihre beiden Antworten haben.

 

7. Email (an Gianni Facini, von Frank L. Preuss)

Email Nr. 4

Auf meine ersten Mails haben Sie immer sofort geantwortet, noch am gleichen Tag. Seit meiner letzten Email ist nun schon einige Zeit vergangen, mehr als zwei Monate, und da ich noch keine Antwort von Ihnen erhalten habe, nehme ich an, daß Sie nun dabei sind, alles gründlich zu überlegen.

In Ihrer zweiten Email hatten Sie ja geschrieben: "Sobald ich alles, was da steht, gründlich überlegt habe, melde ich mich wieder. "

In meiner vorigen Mail ging es um das Thema Versprechungen, also Versprechungen machen und Versprechungen einhalten. Ich hatte mich in meiner letzten Email auf dieses eine Thema beschränkt, um alles einfach zu machen.

Ich will nun aber diese Zeit, in der sie alles gründlich überlegen, dazu nutzen, noch ein paar Bemerkungen zu machen zu anderen Dingen, die mir bei Ihrer Email aufgefallen sind.

Sie beschäftigen sich zu viel mit formalen Dingen, mit Äußerlichkeiten, und wenn es zur Diskussion zwischen geistigen Menschen über geistige Dinge geht, dann sprechen Sie von weltlichen Dingen, daß "die Menge des Lesestoffs explosionsartig zunimmt", und benutzen das, um einer echten Diskussion auszuweichen. Sie bezeichnen geistige Dinge als weltlichen Lesestoff.

Sie haben einen Wunsch und damit ist nichts verkehrt. Wenn Sie nun diesen Wunsch nicht erfüllt bekommen, dann sollten Sie sich damit zufrieden geben. Sie wollen aber Ihren Willen durchsetzen, Sie wollen eine andere Person gefügig machen, daß sie sich Ihrem Willen beugt, und das ist verkehrt. Und der Beweis dafür ist ihre Schuldzuweisung die Sie gleich mit dem Wunsch aussprechen, daß Sie die Nichterfüllung Ihres Wunsches als "unangemessen" bezeichnen. Das ist gewohnheitsmäßige Manipulation, und die sollten Sie sich abgewöhnen, denn damit schaffen Sie sich dauernd Probleme mit Ihren Mitmenschen.

Sie haben also das Verhalten eines Anderen schon verurteilt, kommen dann aber mit der heuchlerischen frommen Idee, daß Sie darüber beten wollen. Sie haben sich die Antwort schon selber gegeben, sie schon ausgesprochen, wollen dann aber von Jesus ein Antwort haben.

Da gibt es also nur Dinge in Ihrer Kommunikation, die dagegen sprechen, daß Sie ein Nachfolger von Jesus sind. Man wird nicht dadurch Christ, daß man Christen dazu bringt, einen zu duzen.

So gehen Sie nun bitte auf meine Anfragen ein. Da ist einmal die Sache mit Hiob, die Sie schon versprochen haben. Ich hatte Sie gebeten, einmal die Webpage "Müssen wir leiden?" – http://www.fpreuss.com/de2/de207.htm - zu lesen und mir dann Ihre Meinung dazu zu schreiben.

Und dann die Frage, Was ist Ihre Einstellung zu dem Thema Versprechungen abzugeben? Und die andere Frage war, Wie stellen Sie sich dazu, gegebene Versprechungen einzuhalten?

Ich erwarte nun Ihre Antworten.

 

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